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Sanidin in Trachyt EarthCache

Hidden : 7/20/2025
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Diese Texte sind einfach und leicht verständlich.

Geologie vor Ort

Der im 16. Jahrhundert erbaute Stapelturm, auch Stapelhaus genannt, ist ein markantes Bauwerk. Einige der Trachyt-Blöcke sind mit Basaltsteinen umgeben. Der Trachyt stammt möglicherweise aus dem Steinbruch am Drachenfels bei Königswinter. Besonders prägend sind die Sanidin-Einsprenglinge im Trachyt. Das wollte ich euch gerne erläutern.


Bild: Am Unterteil des Turms sind weiße Trachytgesteine zu sehen.

 

Wie entstand Trachyt ?

Trachyt ist ein Gestein, das bei Vulkanausbrüchen entsteht. Es entsteht aus Lava, die schnell abkühlt und dabei fest wird.

Ein bekannter Ort, an dem Trachyt zu finden ist, ist der Drachenfels bei Königswinter in Deutschland. Der Drachenfels ist durch aufsteigendes Magma entstanden, das nicht als Vulkan ausgebrochen ist, sondern unter der Erdoberfläche domartig erstarrte. Dies wird als Quellkuppe bezeichnet.

Im Trachyt sind viele Minerale enthalten, besonders Sanidin, ein helles und glänzendes Mineral.

Trachyt besteht aus:

  • einer feinkörnigen Grundmasse aus Sanidin (Alkalifeldspat)
  • manchmal Plagioklas
  • Pyroxen, Biotit, Amphibol oder Hornblende
  • bis zu 20 % Quarz (wie beispielsweise beim Trachyt vom Drachenfels)
  • teilweise Einsprenglinge aus Sanidin

Trachyt ist meist hellgrau, beige oder gelblich gefärbt. Er fühlt sich rau oder porös an und enthält manchmal kleine Kristalle. Diese Kristalle nennt man Einsprenglinge. Das häufigste Einsprenglings-Mineral im Trachyt ist Sanidin.


Bild: Einsprenglinge im Trachyt, gefunden im Siebengebirge

Der Drachenfels-Trachyt wurde von der Römerzeit bis 1836 abgebaut. Besonders im Mittelalter fand das Gestein rheinabwärts verbreitet Verwendung, beispielsweise beim Bau des Kölner Doms (siehe RP).

 

Wie kam das Sanidin als Einsprengling in den Trachyt ?

Wenn Magma unter der Erde langsam abkühlt, beginnen bereits die ersten Kristalle zu wachsen, noch bevor der gesamte Stein fest wird. Diese frühen Kristalle werden als Einsprenglinge genannt. Sanidin ist einer davon, folglich Sanidinkristalle.

Außerdem sind manchmal feine Streifen im Inneren des Sanidins. Diese Streifen sind die sogenannten Sanidinlamellen. Sie entstehen durch einen Vorgang namens Entmischung: Der Kristall „sortiert” sich beim weiteren Abkühlen in dünne, abwechselnde Schichten. Mit bloßem Auge sind die Sanidinlamellen nicht zu sehen, sondern nur unter dem Mikroskop.

 

Wie sehen Form, Struktur und Textur von Sanidinkristallen aus ?

Die Kristalle können mehrere Millimeter bis wenige Zentimeter groß werden und sind manchmal sogar bis zu 5 cm lang. Sanidin gehört zum monoklinen Kristallsystem, das heißt, seine Kristalle wachsen schiefwinklig, aber regelmäßig.

Auf dem Einsprengling sind parallele Linien auf der Kristalloberfläche zu sehen. Das sind Zwillingsstreifen, die auch als Karlsbader Zwillinge bezeichnet werden. Dabei spiegeln sich zwei Kristalle an einer Fläche. Das sieht manchmal aus wie ein „Pseudosechseck“, obwohl der Kristall eigentlich nicht sechseckig ist.

Auch die Textur des Trachyts, also die Struktur der Kristalle, zeigt deutlich: Die Sanidine sind gut erkennbar und sitzen meist locker verteilt in einer feinen, fast glasartigen Grundmasse.

Merkmale des Sanidinkristalls:

  • Form: prismatisch bis tafelartig, fast rechteckig, lang quader- oder leistenförmig
  • Farbe: hell, beige bis weiß
  • Streifung: parallele Linien -> Karlsbader Zwillinge
  • Größe: deutlich größer als die umgebende Grundmasse (klassischer Einsprengling)
  • Glanz: seidig bis matt glänzend

Bild: Die verschiedenen großen Kristallformen, links Karlsbader Zwillinge

 

 

Fotos: eigene Aufnahmen und Zeichnungen (Copyright)
Quellen: Lexikon der Geologie, Minerale und Gesteine von Rudolf Graubner (ISBN 3-87876-327-1) / Stichwort via Wikipedia: Trachyt, Sanidin, Drachenfels / Sowie eigene Beschreibung mit Deepl-Schreibassistent

 

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Um den EarthCache zu loggen, beantworte die folgenden Fragen:

Vor Ort gibt es keine Infotafel, jedoch können alle Fragen mit den Informationen aus dem Listing, den Beobachtungen vor Ort und ein etwas Nachdenken beantwortet werden.


Bei eurer Beobachtung solltet ihr nur diese roten Flächen in Augenschein nehmen.

 

1. Beschreibt die Oberflächenbeschaffenheit und die Struktur bzw. Textur von Hauptgestein und Einsprenglingen!

2. Beobachtet die Sanidin-Einsprenglinge genau! Beschreibt, welche Form und Struktur der Sanidinkristall hat?

3. Habt ihr die größten Einsprenglinge von Sanidin entdeckt? Wie groß sind die tafelig und quaderförmig ausgebildeten Formen?

4. Zudem braucht ihr ein Foto als Beweis dafür, dass ihr dort gewesen seid. Ladet ein Foto von euch mit GPS und lesbarer Koordinate oder einem persönlichen Gegenstand, z. B. einem Maskottchen, im Hintergrund von bunten Stapelhäusern und dem Fischbrunnen (siehe FP) mit dem Log hoch!

 

Schickt Eure Antworten via Kontaktformular in meinem Profil oder an sanidin@ahsoka.de und Ihr dürft sofort loggen. Bei Unstimmigkeiten melde ich mich bei Euch.

 

Wünsche Euch viel Spaß !

 

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Additional Hints (Decrypt)

[Millimeter-Lineal mitbringen!]

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)