Lebensmittel sauer einzulegen, war eine frühe Methode, um diese länger haltbar zu machen. So konnte das Gemüse über den langen Sommer bis in den kargen Winter konserviert und gerettet werden.
Wenn im Winter wegen der Kälte kein Gemüse- und Obstanbau möglich war, konnten die Menschen auf die sauer eingelegten Gurken zurückgreifen und brauchten keinen Hunger leiden.
Als "Saure-Gurken-Zeit" wird also ein Zeitraum bezeichnet, der von Verzicht und Leiden gezeichnet ist und den man eine Weile gezwungenermaßen durchstehen muss. So wie bei einem Beinbruch. 😜
Eine andere Erklärung für die Entstehung der Redensart, geht auf die ersten eingelegten Spreewälder Gurken zurück. Diese kamen meist im Sommer nach Berlin und wurden dann auf den Berliner Marktplätzen angeboten. Doch der Zeitpunkt des Verkaufs war für die Händler meist eher ungünstig - fiel er doch in jene Zeit, in der die Kaufleute zähneknirschend die schlechten Geschäfte angesichts der Hitze und Urlaubszeit bemängelten. Es war eben die "Saure-Gurken-Zeit".
Aber es gibt saure Gurken und saure Gurken. Machen wir das beste draus und reden ein bisschen darüber - und über unser tolles Hobby! Kleine TBs sind gerne gesehen. Doch hoffentlich werden diese nicht versauern, bis ich wieder mobiler bin. 😉 Für das lustige Brunnenbild brauche ich diesmal daher wieder "Freiwillige" 😉
Quelle: https://www.geo.de/geolino/redewendungen/15187-rtkl-redewendung-saure-gurken-zeit