Der Wecker schrillt, der Tag beginnt,
der Kopf voll Pläne, laut der Wind.
Ein Rennen, Springen, Denken, Tun -
wann darf die Seele endlich ruh´n?
Ich hetze, eile, funktionier,
bis ich mich selbst verlier in mir.
Doch dann - ein Platz, ein Sonnenfleck,
die Bank im Grünen. Ein Versteck.
Ich setz mich hin, ganz ohne Pflicht,
kein Blick zurück, kein Ziel in Sicht.
Die Hektik fällt wie Blätter sacht,
und plötzlich spür ich neue Kraft.
Der Atem wird zum leisen Takt,
der Puls, der sich nach Frieden packt.
Ein Lächeln kommt, ganz ohne Grund -
die Welt wird weich, das Herz wird bunt.
Hier zählt kein Müssen, kein Gewinn,
nur ich, der Baum, der Wind, mein Sinn.
Und was mich eben noch beschwert,
ist hier so fern, kaum noch was wert.
Ein Augenblick - nicht laut, nicht schrill,
doch kostbar, zart - und endlich still.
So einfach kann das Glück passieren:
Sich selbst im Jetzt und Nichts verlieren.

Du kannst deine Rätsel-Lösung mit
certitude überprüfen.