Ein elektrischer Weidezaun funktioniert, indem ein Elektrozaungerät regelmäßige Stromimpulse erzeugt, die über den Zaun fließen. Berührt ein Tier den Zaun, schließt sich der Stromkreis über den Körper des Tieres und die Erde, wodurch ein kurzer, unangenehmer aber ungefährlicher Stromschlag ausgelöst wird. Diese Erfahrung prägt dem Tier eine psychologische Barriere ein, sodass es den Zaun in Zukunft meidet. Der kurze elektrische Schlag führt zu keinerlei Verletzungen und ist tierschutzrechtlich vollkommen unbedenklich.
Funktionsweise im Detail:
Elektrozaungerät
Das Herzstück ist das Weidezaungerät, das Stromimpulse erzeugt. Diese Impulse dauern nicht länger als 0,1 bis 0,3 Tausendstel Sekunden und werden werden in der Regel zwischen 1 und 1,3 Sekunden abgegeben. Die Stromstärke selbst ist auf 10 Milli-Ampère begrenzt. Bekommt ein Tier einen Stromschlag, ziehen sich dessen Muskeln kurz zusammen. Ist der Stromschlag vorbei, entspannen sie sich wieder.
Leitermaterial
Der Strom wird über Zaundraht, Litze, Band oder Seil entlang des Zauns geleitet. Diese sind über Isolatoren mit dem Zaunpfosten verbunden
Isolatoren
Diese Isolatoren verhindern, dass der Strom über die Pfosten in den Boden abgeleitet wird.
Erdung
Bei Kontakt mit einem Tier schließt sich der Stromkreis über den Tierkörper und die Erde zum Erdungspfahl, der den Strom zurück zum Gerät leitet.
Wirkung
Der Stromschlag ist kurz und unangenehm, aber nicht gefährlich. Er dient als Abschreckung, sodass das Tier den Zaun als Barriere wahrnimmt und zukünftig meidet.
Elektrische Weidezäune werden manchmal ganz oder teilweise irgendwo vergessen ...