Die evangelische Verklärungskirche im Berliner Ortsteil Adlershof wurde 1899 bis 1900 nach dem Entwurf von Baurat Heinrich Klutmann durch Robert Leibnitz erbaut. 125 Jahre im Jahr 2025 – was für ein stolzes Alter. Noch an vielen Stellen ist die Kirche im Originalzustand: von Kirchenbänken, Altar, über Paramente bis hin zum Gemäuer, liebevoll saniert, erneuert oder restauriert, wie die Apsisfenster, die Malereien im Altarraum oder an den Seitenwänden. Die Verklärungskirche zählt zu den wenigen Kirchenbauten des Späthistorismus, deren ursprüngliche Ausmalung und Innenausstattung nahezu vollständig erhalten sind.
Am 17. November 1900 wurde im Beisein von Kaiserin Auguste Viktoria die Verklärungskirche geweiht. In der Chronik des Evangelischen Kirchenbauvereins zu Berlin über die Kirchweihe in Adlershof hieß es dazu: „Ihre Majestät, die Kaiserin Auguste Victoria, bestieg am Bahnhof einen offenen Vierspänner und fuhr unter lebha!en Zurufen der Bevölkerung durch die Bismarckstraße nach dem neuen Gotteshause, von dessen hohem Turme die schönen Bronceglocken erklangen.“
15 Monate zuvor, am 18. August 1899, war der Grundstein zum Bau der dreischiffigen Hallenkirche gelegt worden. Die Verklärungskirche war das erste evangelische Gotteshaus, das in Adlershof entstand. Da die Bevölkerungszahl im Verlauf von zehn Jahren um das Zehnfache angestiegen war - Adlershof zählte im Jahre 1890 bereits 3.346 Einwohner -, wurde der Bau einer eigenen evangelischen Kirche in Adlershof dringlich. Am 1. Januar 1896 kam es zur Ausgründung der Adlershofer aus der Köpenicker Kirchengemeinde. Auf Bitte der Kirchengemeinde übernahm am 30. Juni 1899 Kaiserin Auguste Viktoria das Protektorat über den Kirchenbau. An der Finanzierung von Kirchenbau und Bauplatz beteiligten sich das Kaiserpaar, die Kirchengemeinde, die Synode der Brandenburgischen Kirche sowie die Gemeinde Adlershof.
Der Geocache ist Teil des 125-jährigen Jubiläums im Jahr 2025.