Am Rand der Haslacher Altstadt steht sie – klein, ruhig, fast unscheinbar. Und doch blickt sie auf über 400 Jahre Geschichte zurück.
Erbaut im Jahr 1622, erweitert 1652, entstand die Mühlenkapelle in einer Zeit großer Unsicherheit. Pest, Krieg und Not prägten das Leben der Menschen. Die Kapelle wurde aus einem Gelübde heraus gestiftet – als Zeichen der Hoffnung und des Dankes.
Bis heute ist sie ein Ort der Stille. Ein paar Schritte vom Trubel entfernt – und doch mitten im Leben.
🐸 Ein Ort mit Tradition
Jedes Jahr am 22. Februar beginnt hier eine der ältesten Haslacher Bräuche: der Storchentag.
Kinder versammeln sich an der Kapelle, es wird gebetet – und anschließend zieht der Storchenvater mit seiner Schar durch die Gassen der Altstadt. Unter dem Ruf „Heraus, heraus!“ werden Gaben gesammelt – ganz im Sinne einer jahrhundertealten Dankestradition.
Ob man nun zur Storchenzeit hier steht oder an einem ganz gewöhnlichen Tag – die Kapelle erzählt ihre Geschichte leise, aber beständig.

🔎 Zum Cache
Die Mühlenkapelle ist seit Jahrhunderten ein Ort der Ruhe. Wer hier verweilt, spürt schnell, dass nicht jeder Platz laut nach Aufmerksamkeit verlangt.
Manchmal lohnt es sich, einen Moment innezuhalten – vielleicht dort, wo schon viele vor dir pausiert haben. Ein Ort für kurze Rast, für Gedanken, für einen stillen Blick entlang der alten Mauern.
Mehr braucht es eigentlich nicht.
Bitte geht achtsam mit dem historischen Bauwerk und der Umgebung um. Es muss nichts beschädigt oder verändert werden. Mit Ruhe und Aufmerksamkeit sollte sich das Döslein zeigen.