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Hafen der Römer Multi-Cache

Hidden : 8/5/2025
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Willkommen zu meinem allerersten Multi-Cache. :)
Diese Tour (unter 1 km) habe ich besonders für diejenigen Cacher/innen gestaltet, die nicht nur einen schnellen Fund verbuchen möchten, sondern zeitgeschichtlich interessiert sind und sich für historische Orte begeistern lassen.
Für alle Ungeduldigen unter uns habe ich versucht, alle lösungsrelevanten Teile optisch hervorzuheben.
VIEL SPASS! laugh    

DIE GESCHICHTLICHEN HINTERGRÜNDE ZUM ZIELGEBIET: (Vorgeplänkel...oder: Klugscheißen für Anfänger)

Die Römer an der Lippe
Vor rund 2.000 Jahren herrschten die alten Römer über große Teile Europas, eroberten und unterhielten sogar Provinzen in Nordafrika.
Aber das "Land der Barbaren" sorgte bei den Römern immer wieder für Kopfschmerzen, da auf der östlichen Seite des Niederrheins nicht nur diverse germanische Stämme, sondern auch Moore und undurchdringliche Wälder die imperiale Expansion des Römischen Reiches ausbremsten.  Dennoch bemühten sich die Römer in mehreren Feldzügen, rechtsrheinischen Gebiete zu erobern und deren Bewohner zu unterwerfen, in Germanien dauerhaft Fuß zu fassen.  
Immer wieder mussten die Römer Rückschläge erleiden und sich zurückziehen, was in der Varusschlacht 9 n. Chr. in einer katastrophalen Niederlage dreier Legionen gipfelte, aber dennoch nicht das Ende aller Eroberungsversuche darstellte.

Im Rahmen der Drusus-Feldzüge (12-8 v. Chr.) versuchten die Römer das rechtsrheinische Gebiet der Germanen unter Kontrolle zu bekommen und nutzten u.a. den Fluss Lippe als antike Autobahn und Transportweg.
Ausgangspunkt dieser Eroberungsversuche war damals u.a. das heute verschwundene Lager Vetera I auf dem Fürstenberg im heutigen Birten (in der Nähe von Xanten, gegenüber der Lippemündung).
Im Abstand je eines „Tagesmarsches“ von 20-30 km legten die Römer zum Zweck der Eroberung und Versorgung der Truppen, temporäre Marschlager sowie feste Legionslager entlang der Lippe an.

Auch in Oberaden (Bergkamen) wurde ein festes Legionslager errichtet. Mit 56 Hektar Fläche gehörte es zu den größten Anlagen ihrer Art nördlich der Alpen und konnte ein Truppenkontigent von zwei bis drei Legionen beherbergen.
Dass das Römerlager Oberaden das angepeilte Winterquartier der drei Legionen unter Feldherr Varus war, die im Herbst 9 n. Chr. in der nach ihm benannten „Varusschlacht“ vom Cheruskerfürsten Arminius vernichtend aufgerieben wurden, lässt sich ausschließen. Das Lager Oberaden wurde gut 16 Jahre zuvor aufgegeben und niedergebrannt.
Da das Römerlager Haltern etwa um die Zeit der Varusschlacht genutzt und kurz daraufhin aufgeben wurde, gilt es als heißer Kandidat für das Lager „Aliso“, das Varus mit seinen Truppen im Jahr der verhängnisvollen Schlacht als Winterlager ansteuern wollte.

UNSER ZIELORT: (Oder: ...na endlich! Nerv nich, lass uns anfangen!)

Das Uferkastell - Der Hafen der Römer
Zur Versorgung des Römerlagers Oberaden wurde ein Uferkastell an der Lippe errichtet. Es hatte eine Größe von etwa 200x100 Metern und ca. 1,6 ha Innenfläche
Das Uferkastell und das Lager Oberaden bestanden gleichzeitig, wurden aber bereits nach maximal fünf Jahren Nutzung aufgegeben. (ca. 11-8/7 v. Chr.)
Lasst uns gemeinsam das Uferkastell erkunden, nach Spuren der Römer und einem verlorenen, Schatz finden.
Bereit für in eine kleine  Reise in die Vergangenheit? Dann los!

Zum Cache:
Hinweis: Ihr betretet ein NSG. Es müssen keine Wege und vorhandenen Trampelpfade verlassen werden. Behandelt Mutter Natur bitte respektvoll.
Die Tour hat eine Länge von unter 1 km lang.

Bei starkem Hochwasser werden die Fahrradwege/Zugänge manchmal gesperrt.
Dass Ihr auf Muggel achtet und den Cache auch wieder ordentlich verstaut, ist ja Ehrensache
 wink

STATION I - START (Startkoordinaten)
N51° 36.821
E007° 32.628

Von hier aus hast Du in östlicher Richtung eine wundervolle Aussicht auf das Naturschutzgebiet „Lippeaue Wethmar“. Vor über 2.000 Jahren hättest Du von hier aus wohl die Palisaden der Holz-Erde-Mauer und Wachtürme des Uferkastells sehen können. Römische Legionäre kamen in Ihren Flachbooten über die Lippe und landeten am Uferkastell an, um Versorgungsgüter wie Getreide, Waffen und Wein zu entladen.
Los geht’s!

Aufgabe 1:
Vermutlich lehnst Du gerade an einem Brückengeländer in östlicher Richtung blickend. In diesem Geländer sind Straßenlaternen eingelassen. Wie viele Laternen zählst Du auf der Gesamtlänge des Geländers auf dieser Seite?

Anzahl Laternen im Quadrat = A

STATION II
N51° 36.(A*8)-30
E007° 32.(A*7)-22

Noch sind wir nicht am Uferkastell, aber nahe dran und können die Wälle sowie den ehemailgen Standort des Westtores bereits sehen.

Aufgabe 2:
Eine Karte weist Bereiche aus, an denen das Angeln saisonal erlaubt ist.

An wie vielen Tagen im Jahr ist das Angeln jedoch untersagt?  Anzahl der Tage =
Über wie viele Hektar erstreckt sich das NSG? = C

STATION III
N51° 36.(B*4)+C+7
E007° 32.(A*2)+(B*2)+(C*2)-7

Wenn Du richtig liegst, befindest Du Dich am Westwall des Lagers. Damals gesichert mit Graben und einer Holz-Erde-Mauer.
Unmittelbar dieses Standortes konnte bei archäologischen Ausgrabungen ein Zugangstor nachgewiesen werden.

Aufgabe 3:
Du siehst die kleinen Wegweiser für Radfahrer? In welche grobe Himmelsrichtung zeigt der Pfeil des oberen Wegweisers?
NORDEN, OSTEN, SUEDEN oder WESTEN“?

Wandele das gesuchte Wort in Buchstabenwerte um und addiere sie. = D

STATION IV
N51° 36.A+(B*2)+C+(D*3)+5
E007° 32.(C*5)+(D*4)

Wir haben nun eine weitere Lagergrenze, den ehemaligen Südwall erreicht. In unmittelbarer „ruhiger“ Nachbarschaft begann die Geschichte der Wiederentdeckung des Lagers im Jahre 1906 durch den Pfarrer und Amateurarchäologen Otto Prein.
Bereits seit dem 19. Jahrhundert wurden römische Funde in der Umgebung gemeldet. Zudem war man über die Tatsache verwundert, dass man beim Ausheben einiger Grabstätten auf dunkle Verfärbungen im Erdreich stieß. Diese resultierten aus verrotteten Holzresten der römischen Bebauung.
Im nördlichen Bereich des Friedhofes wurde auch das einzige belegbare Gebäude im Lagerinneren gefunden: Ein Getreidespeicher.
Weitere Bauten sind - vermutlich aufgrund „Störung des Erdreiches" durch die Vegetation mit tiefen Wurzeln - nicht eindeutig nachweisbar.
Nach der Ausschweifung: Weiter geht’s!

Aufgabe 4:
Auch hier stehst Du vor einem Hinweisschild mit einem Symbol und einem Wort.

Wandele das gesuchte Wort in Buchstabenwerte um und addiere sie. = E

STATION V
N51° 36.B+(C*2)+(E*2)+6
E007° 32.B+(C*3)+(D*2)+E+7

In unmittelbarer Nähe dieser Stelle legten vermutlich die Flachboote der Römer an. Wir haben inzwischen eine weitere Grenze des Lagers erreicht. Zwar wird es für die Römer mühselig gewesen sein, Versorgungsgüter von der Lippe hoch ins Lager zu bringen, doch die Lage bot der Lagerbesatzung einen guten Rundumblick und Schutz. Oder was meinst Du?
Wenn Du den Weg entlang in östlicher Richtung blickst, kannst Du vielleicht noch den ehemaligen östlichen Wall des Lagers erahnen.
Gleich haben wir das Ziel unserer kleinen Rundreise durch das Uferkastell erreicht.
Für das Finale findest Du hier die noch nötigen Informationen.

Aufgabe 5:
Nach der Entdeckung durch Otto Prein wurden im Laufe der Zeit mehrere archäologische Ausgrabungen im Lagerinneren durchgeführt. Wie viele Jahre liegen zwischen der Entdeckung des Uferkastells und der letzten Ausgrabung?

Anzahl Jahre: = F

"Alea iacta est" – Die Würfel sind gefallen: FINALE!

N51° 36.B+(2*C)+D+E+F+6
E007° A+(2*C)+D+E+F+1

Kannst Du nun behaupten: "Veni, Vidi, Vici" – Ich kam, sah und siegte?

Happy Hunting!

Quellen: Wikipedia & Infotafeln auf Gelände
Bildnachweis: Eigene Aufnahmen

Additional Hints (Decrypt)

Ubym-Reqr-Buar-Znhre

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)