Der Hochbunker in der Sonnwendjochstraße 54c in München-Berg am Laim ist ein markantes, achteckiges Bauwerk, das 1941 nach Plänen von Stadtbaurat Karl Meitinger errichtet wurde. Der viergeschossige Turm mit Zeltdach und monumentaler Freitreppe diente während des Zweiten Weltkriegs als Luftschutzbau Nr. 7 und bot ursprünglich Platz für 300 Menschen – tatsächlich suchten in Bombennächten aber bis zu 1000 Personen Schutz darin.
Das Gebäude besteht aus massivem Stahlbeton mit etwa zwei Meter dicken Wänden und besitzt kleine Lüftungsscharten, die so angelegt sind, dass sie Druckwellen von Bomben abmildern. Im Inneren finden sich noch heute originale Wegweiser und Hinweise aus der Bauzeit. Auf dem Dach war zur Bauzeit ein Flakgeschütz installiert, das heutige Ziegeldach wurde nachträglich aufgesetzt. Seit 1994 steht der Bunker unter Denkmalschutz und dokumentiert die nationalsozialistischen Vorbereitungen auf den Luftkrieg.