... in der Gemeinde Owschlag im Naturpark HĂĽttener Berge
Diese Tafel habe ich bei einer Radtour am vorigen Wochenende zufällig entdeckt. Der Titel hat mich irritiert, so studierte ich den Text intensiver - ah, so war es also damals...   Dazu der Text der Tafel, damit Ihr wisst, was ich meine:
Gibt es ein Leben nach dem Tod?
Was soll mit den Körpern verstorbener Menschen passieren? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Diese Fragen haben Menschen wohl schon immer beschäftigt. In frĂĽheren Zeiten wurden die Toten in Baumsärgen unter GrabhĂĽgeln beigesetzt. Im Laufe der Bronzezeit änderte sich die Bestattungskultur. Etwa 1.000 bis 500 v. Chr. löste die Feuerbestattung die Erdbestattung ab. Anfangs setzte man die verbrannten Ăśberreste weiter in Baumsärgen bei, später benutzte man Gefäße (Urnen). Neben der Beisetzung dieser Urnen in GrabhĂĽgeln legten die Menschen auch kleinere Urnenfriedhöfe an, die sich manchmal in direkter Nachbarschaft zu alten GrabhĂĽgeln befanden. Ein solches Urnengräberfeld wurde auch auf dieser Koppel gefunden. Die Urnen waren etwa 30 cm tief eingegraben und jeweils mit einem unbehauenen, flachen Stein bedeckt. Grabbeigaben wurden an diesem Ort nicht entdeckt.Â
Auf anderen Urnenfriedhöfen im Kreis fand man Beigaben wie Fibeln, Pinzetten und Rasiermesser aus Bronze. Hochrangige Personen wurden allerdings weiterhin in Körpergräbern unter großen Hügeln bestattet. Diesen "prominenten" Toten wurden kostbare Beigaben in das Grab gelegt, manchmal sogar ein ganzer Wagen.
Der Wandel von der Körper- zur Brandbestattung wird von vielen Archäologen als religiöses Umdenken in der Gesellschaft interpretiert. Neue Bestattungsriten deuten vermutlich immer auf einen Wandel in der Jenseitsvorstellung der Menschen hin - damals wie heute.
Quelle: www.naturpark-huettenerberge.de // Infotafel vorort
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