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Baukonstruktionen auf dem Campus Multi-Cache

Hidden : 8/5/2025
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Baukonstruktionen auf dem Campus

Dieser Cache führt Euch an einigen verschiedenen Baukonstruktionen vorbei und erklärt Euch deren Besonderheiten. Dabei geht es quer über den Campus der TU Dresden.

Ihr seht einige Inhalte aus der Vorlesung ‚Baukonstruktionen bestehender Gebäude‘ direkt am Gebäude. Die Vorlesung gehört zum Studiengang Bauingenieurwesen.

Lest das Listing und dann könnt ihr (auch als Bauko-Laie) alle Fragen beantworten.

Die Stationen können in beliebiger Reihenfolge durchlaufen werden. Das Final befindet sich auf dem Campusgelände und ist rund um die Uhr erreichbar. Ihr müsst in kein Gebäude rein und auch nicht hochklettern.

Der Multi wurde vom Institut für Baukonstruktion erstellt und über den Fonds DLL von der TU Dresden gefördert.


Station A: Isoliergraben

Ihr befindet euch seitlich am Gerhart-Potthoff-Bau. Hinter den drei Bäumen seht ihr einen Lichtschacht. Solche ähnlichen Konstruktionen, sogenannte Isoliergräben, wurden um 1900 ausgeführt. Damit sollte der direkte Kontakt zwischen Erdreich und Kelleraußenwand verhindert werden. Somit wurde die Feuchtigkeit von der Außenwand ferngehalten.

Um den Horizontaldruck aus dem Erdreich abzufangen, wurden Querwände oder Gurtbögen eingezogen, natürlich nicht im Bereich von Fenstern. Solche Gurtbögen findet ihr auch hier. Wie viele Gurtbögen seht ihr hier (nur in diesem Bereich bei den drei Bäumen, nicht am restlichen Gebäude)?

A: Anzahl der Gurtbögen

 


 

Station B: Fenstersturz

Ihr steht vor dem Haupteingang des Mollier-Baus. Der Eingang besitzt einen gebogenen Türsturz. Die Lasten, die auf ihn wirken (aus Decken, aufgehenden Wänden und Dach) werden über Gewölbeschub abgetragen. Damit sich dieser ausbilden kann, ist der Schlussstein wichtig. Er wird als letzter gesetzt (deshalb Schlussstein) und ‚drückt‘ die Steine des Bogens gegeneinander.

B: Ist die Anzahl der für den Bogen verwendeten Steine gerade oder ungerade?

  • Gerade Anzahl = 8
  • Ungerade Anzahl = 7

Station C: Balkon

Schaut euch die Balkonkonstruktionen links des Eingangs an. Die Konstruktionen der verschiedenen Geschosse unterscheiden sich. Die unteren Balkone besitzen eine gebogene Konstruktion. Die Lasten im Bogen werden über Gewölbeschub, also über Druckkräfte, abgetragen. Im Auflager entstehen deshalb Horizontalkräfte, die hier durch metallene Tragglieder aufgenommen werden.

C: Welche Aufgabe haben die metallenen Stäbe?

  • Sie übernehmen die Druckkräfte = 1
  • Sie übernehmen die Zugkräfte = 0

Station D: Verglasung

Ihr steht nun seitlich vor dem Zeuner-Bau und unmittelbar vor dem barrierefreien Kellereingang. Schaut euch die einzelnen Glasscheiben des mehrteiligen Fensters direkt über dem Kellereingang an. Schaut aus unterschiedlichen Blickwinkeln drauf.

D: Was seht ihr?

  • Egal, wie man draufschaut, sehen die Scheiben gleich aus = 1
  • Die Glasscheiben sehen gesprungen aus = 2
  • Die Glasscheiben wirken unruhig, zum Teil mit Streifenmuster = 3         

Tipp: Schaut euch zum Vergleich die Glasscheiben am Fenster rechts davon (beim vorgerückten Gebäudeteil) an.

Kleine Erklärung am Rande: Früher wurde Glas im Blasverfahren, bzw. im Ziehverfahren hergestellt. Diese Glasscheiben sind uneben, haben Bläschen, Schlieren oder Streifen. Sie wirken viel lebhafter und prägen das Erscheinungsbild eines Gebäudes. Diese bauzeitlichen Gläser sind es wert, erhalten zu bleiben.

In heutiger Zeit werden Glasscheiben im Floatverfahren hergestellt, die Glasschmelze breitet sich auf einem flüssigen Zinnbad aus. Die Oberfläche ist absolut eben, es gibt keine sichtbaren Unregelmäßigkeiten.

 


Station E: Aufschiebling

Ihr steht an der Stirnseite des Gebäudes der Betriebsfeuerwehr. Vor hier aus seht ihr das Einfahrtstor mit dem darüberliegenden Dach. Dieses hat an beiden Seiten in der Nähe des Auflagers auf das Mauerwerk einen Knick in der Dachhaut. Im unteren Bereich hat das Dach eine flachere Neigung.

Bedingt ist dies durch die Konstruktion eines bauzeitlichen Sparrendachs. Um die hohen Horizontalkräfte aus dem Sparren (2) im Fußpunkt aufzunehmen, muss der Deckenbalken (1) eine ausreichende Länge (die sogenannte Vorholzlänge) besitzen. Um diesen Winkel auszugleichen, wird ein Aufschiebling (E) eingefügt. Dieser entschärft die kritische Situation (sonst könnte sich viel Dreck und Feuchtigkeit ansammeln) und so ergibt sich der typische Knick.

E: Nummer des Aufschieblings in der Skizze

 

 


 

Station F: Entlastungsbogen

Rechts des Vorbaus seht ihr einige Fenster mit einem nahezu horizontalen Fenstersturz. Direkt darüber (über jedem Fenstersturz) ist eine bogenförmige Konstruktion angeordnet. Das ist der sogenannte Entlastungsbogen.

Der horizontale Fenstersturz aus Naturstein kann keine hohen Lasten aufnehmen. Deshalb wird oberhalb eine gebogene Konstruktion angeordnet, die stattdessen die Lasten aufnimmt. Durch dessen Wirkungsweise (Gewölbeschub, kann gut Druckkräfte aufnehmen) können die Lasten auf die Wandteile neben dem Fenster übertragen werden. Der Fenstersturz wird „entlastet“.

F: Anzahl der Entlastungsbögen in diesem Bereich


Station G: Scheitrechter Bogen

Ihr steht nun zwischen dem Fritz-Förster-Bau und König-Bau. Schaut euch am König-Bau die Fensterstürze in der dritten Reihe von oben an. Diese sehen aus wie ebene Fensterstürze. Allerdings wirken sie vom Tragverhalten wie gebogene Fensterstürze. Daher werden sie scheitrechte Bögen genannt.

G: Woran erkennt man einen scheitrechten Bogen?

  • Alle Fugen (auch die Auflagerfugen) laufen auf einen gedachten Mittelpunkt zu = 8
  • Alle Steine haben die gleiche Größe = 7
  • Die Steine stehen etwas vor der Wand vor = 6

Tipp: Schaut euch im Vergleich dazu den Fenstersturz in der Reihe darüber an. Bei den Fotos findet ihr die Wand, um die es geht.


Auf zum Ziel!! 

Dort erwartet euch nicht nur das Logbuch, sondern auch ein kleines Andenken. 

Ziel: N51°01.ABC E013°4D.(E-1)(F-4)G

Und wie weiter? Auf in die Vorlesung!!!

P.S. Wenn die Andenken sich dem Ende neigen, schreibt es bitte in den Loggbericht. 

 

 

Additional Hints (Decrypt)

[DIN 48839]

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)