Skip to content

🐸 Der Froschkönig und der Kater Pfeffer Traditional Cache

Hidden : 8/4/2025
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Es war einmal ein stolzer Froschkönig, der tief unten im glitzernden Wasserreich von Aquarionia regierte. Seine Krone bestand aus leuchtenden Muschelschalen, sein Umhang aus Algenfasern, und er quakte mit so viel Würde, dass sogar die Karpfen ehrfürchtig nickten.

 

Doch eines Tages erschien am Rand seines Reiches eine neidische Hexe namens Murana, die einst selbst eine große Magierin war – bis sie aus lauter Bosheit alles verloren hatte. Sie sprach mit schleimiger Stimme:

 

„Du glaubst, du bist ein König? Dann verbanne ich dich an einen Ort, wo keiner an deine Krone glaubt!“

 

Mit einem grünlichen Zaubernebel und einem gurgelnden Lachen schleuderte sie den Froschkönig fort – platsch! – in einen kleinen, stillen Tümpel in Niederalteich, gleich hinter dem Klostergarten.

 

Dort saß er nun. Keine Wasserelfen mehr, kein Hofstaat, kein glanzvoller Palast. Nur Schilf, Mücken und ein paar misstrauische Dorfenten.

 

Der Froschkönig war traurig. Er wollte nicht mehr quaken. Tagelang schwamm er still durch das trübe Wasser – bis eines Morgens etwas Merkwürdiges am Ufer erschien: ein Kater. Aber nicht irgendein Kater. Ein alter, graugetigerter Herr mit buschigem Schwanz, neugierigen Augen und einer weißen Pfote – Kater Pfeffer.

 

Pfeffer war kein gewöhnlicher Kater. Er kannte jeden Winkel von Niederalteich, von den Klostergängen bis zu den Fischteichen. Und jeden Tag kam er an den Tümpel, rollte sich am Rand zusammen, sah dem Froschkönig beim Herumtreiben zu – und schnurrte.

 

Der Froschkönig blinzelte. Noch nie hatte ihn jemand einfach so besucht.

„Wer bist du?“, fragte er.

 

„Ich bin Pfeffer. Ich mache meine tägliche Runde. Und du? Du siehst aus wie ein Frosch, der seine Krone verloren hat.“

 

Der Froschkönig lachte zum ersten Mal seit Langem.

 

Von da an kamen sie jeden Tag zusammen. Pfeffer erzählte Geschichten von seinen Streifzügen, von geheimen Verstecken und alten Bäumen, von Mäusen, die tanzen konnten, und Menschen, die nachts Sterne zählen. Und der Froschkönig, der einst glaubte, nur mit Krone bedeutend zu sein, merkte: Er war auch ohne Krone ein König – ein Freund, ein Zuhörer, ein Teil der Welt.

 

Die Tiere des Tümpels merkten es auch. Der Froschkönig brachte Ordnung ins Gewusel, die Frösche quakten im Chor, die Enten schnatterten höflich, und selbst die Mücken summten plötzlich in Dur.

 

Als Murana zurückkam, um ihren Fluch zu erneuern, traute sie ihren Augen nicht. Der Tümpel – einst trüb und langweilig – funkelte jetzt vor Leben und Lachen. Und in der Mitte: ein Frosch mit Haltung – und ein Kater mit Charakter.

 

„Was… was ist das?!“, kreischte sie.

 

„Das ist Freundschaft“, miaute Pfeffer seelenruhig, „und die kannst du nicht verfluchen.“

 

Mit einem letzten Knall und einem hässlichen quiek verschwand die Hexe für immer im Schatten der Donau.

 

Und der Froschkönig? Er blieb. Nicht, weil er musste – sondern weil er wollte. Denn mit einem klugen Kater an seiner Seite, einem Tümpel voller Freunde und einem Herz voller Geschichten hatte er mehr, als jeder König sich wünschen kann.

 

 

 

 

🐾 Und wenn du einmal in Niederalteich bist, dann geh leise zum Tümpel.

 

 

Vielleicht siehst du Pfeffers Nachkommen am Ufer schnurren.

Und ganz vielleicht – quakt jemand Königliches zurück.

 

Ende.

Additional Hints (No hints available.)