Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Georgen an der Stiefing steht baulich mit dem Schloss St. Georgen an der Stiefing verbunden in der gleichnamigen Marktgemeinde im Bezirk Leibnitz. Die dem Patrozinium des Heiligen Georg unterstellte Pfarrkirche gehört zum Dekanat Leibnitz in der Diözese Graz-Seckau. Die Kirche und der ehemalige Friedhof stehen unter Denkmalschutz.
Urkundlich wurde 1147 eine Kirche genannt. Die Eigenkirche der Grafen von Plain war mit der Burg verbunden. Nach dem Ungarneinfall 1481 wurde die Kirche als Wehrkirche mit einer Ummauerung wieder aufgebaut. Von 1750 bis 1755 erfolgte ein Umbau. Unter dem Pfarrer Graf Des Enffans d’Avernas (1894–1917) wurde die Kirche fast ganz abgerissen und neu erbaut und 1906 geweiht.
Der Kirchenbau mit einem Langhaus und einem eingezogenen Chor hat einen vorgestellten, im Unterbau wohl gotischen Westturm.
Das Kircheninnere zeigt ein dreischiffiges, dreijochiges Langhaus unter einem Tonnengewölbe und Gurten. Die Orgelempore ist mit einem Netzgratgewölbe auf Konsolen aus dem 16. Jahrhundert unterwölbt, in den Seitenschiffen befinden sich weitere Emporen. Der eingezogene dreijochige Chor mit einem Dreiachtelschluss hat Platzlgewölbe mit Gurten und beidseits einen Sakristei- und Kapellenanbau mit Oratorien.
Innen und außen befinden sich diverse Grabsteine aus verschiedenen Jahrhunderten. Sämtliche Glasfenster stammen aus dem Jahre 1906.
Im baulich angrenzenden Schloss ist eine Schule untergebracht, es ist eine Ausbildungsstelle für Massage, Körperarbeit und Energetik.
Von 1925 bis 1933 wirkte im Schloss St. Georgen an der Stiefing der ehemalige Schlossbesitzer, Dichter und Denker Dr. Paul ERNST. Dieser fand am gegenüberliegenden Johannishügel gemeinsam mit seiner Gattin die letzte Ruhestätte (eine Steintafel außen am Schloss erinnert daran).
Wanderungen: St. Georgen an der Stiefing ist auch Ausgangspunkt für kurze und leichte Wanderungen mit wenig zu bewältigenden Höhenmeter wie zum Beispiel die Prentern-Tour oder St. Georgen – Prentern & retour.