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Der dunkle Fluss Traditional Cache

Hidden : 8/9/2025
Difficulty:
5 out of 5
Terrain:
5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


 

 

Eine kleine fiktive Geschichte 

Kapitel 1 – Start

N 53° 47.697′ E 11° 50.676′ – Baumgarten, der alte Steg.
Von hier aus glitt ihr SuP ins Wasser. Die erste Dose war leicht zu finden, direkt auf einem verwitterten Baum, der rechts am Ufer stand.
Die Sonne spiegelte sich in der Warnow, und im Hintergrund war das dumpfe Dröhnen eines Zuges zu hören – obwohl hier seit Jahrzehnten keine Bahnlinie mehr existiert.

Kapitel 2 – Gecko-Insel

N 53° 47.593′ E 11° 52.931′
Die Insel lag wie ein dunkler Fleck im Wasser, mit einem schmalen Zugang, nur bei niedrigem Wasserstand befahrbar.
Zwischen den Bäumen hingen bunte Bänder, wie Opfergaben. Der Cache selbst war banal – eine Plastikdose.
Doch im Logbuch stand ein einziger Satz, in krakeliger Schrift:

„Nicht alle Caches wollen gefunden werden.“

Kapitel 3 – Goat Island

N 53° 47.504′ E 11° 52.859′
Hier hörten sie zum ersten Mal das Bellen – tief, langgezogen, wie von einem großen Hund.
Kein Tier war zu sehen, nur ein einzelner Hufabdruck im Schlamm. Ziegen gab es hier schon lange nicht mehr.

Kapitel 4 – Insel der seltsamen Tiere

N 53° 47.456′ E 11° 52.675′
Bunte Graffitis an den Bäumen zeigten Mischwesen – halb Mensch, halb Tier.
Ein altes Zelt flatterte im Wind; darin lagen Kinderschuhe und ein halb verrottetes Kuscheltier.
Nina lachte nervös. „Bestimmt ein Lost-Place-Camper.“
Tom sagte nichts.

Kapitel 5 – Zurück vom Hurricane

N 53° 47.476′ E 11° 52.502′
Der Cache hing hoch oben in einem Ast und war nur mit einer Geocaching-Angel zu erreichen.
Nina beugte sich vor, hakte ihn vorsichtig ein – und zog nicht nur die Dose heran, sondern auch einen triefnassen Stofffetzen, durchzogen von Blut.
Darunter bewegte sich etwas Kleines, Lautloses.
Dann hörten sie wieder das dumpfe Rollen – wie ein Zug, der tief unter ihnen vorbeifuhr.

Kapitel 6 – Jeffs und Sanjis Felsen

N 53° 47.526′ E 11° 52.373′
Schroffe Steine ragten aus dem Wasser, jeder mit eingeritzten Namen. Manche waren frisch.
Andere waren so alt, dass das Wasser die Buchstaben fast ausgelöscht hatte.
Am Ufer stand eine Frau mit langem, schwarzem Haar.
Sie sah sie an – und verschwand, als Tom blinzelte.

Kapitel 7 – Johnnys und Yosakus Felsen

N 53° 47.526′ E 11° 52.373′
Der Fluss wurde hier schmaler, das Wasser dunkler.
Eine Gruppe von rund zwölf Leuten kam ihnen entgegen – zwei vollschlanke Frauen, ein Metaller mit langen Haaren und ein Älterer mit weißen Strähnen.
Niemand sprach sie an. Jeder trug einen kleinen schwarzen Beutel am Gürtel.

Kapitel 8 – Die Brücke

N 53° 47.732′ E 11° 52.731′ – der letzte offizielle Cache: „Wer hat gesagt, dass es leicht wird?“
Ein rostiger Container, nur erreichbar vom Brückenpfeiler aus.
Jemand hatte „LETZTE WARNUNG“ in die Holzbohle geritzt.

Kapitel 9 – Das Ende

Sie folgten den handschriftlichen Koordinaten, die in der letzten Dose lagen –
nicht weit, nur eine Biegung flussaufwärts.
Dort stand ein halb versunkener Holzsteg.
Darauf: ein schwarzer Schäferhund mit einem Lederhandschuh im Maul.
Hinter ihm – ein kurzes Stück Bahngleis, und am Ende ein einzelner Zugwaggon, schwarz, mit offenen Schiebetüren.

Innen: eine Holzkiste, aufgebrochen. Darin eine Dose mit der Aufschrift:

„Final – black Route“
und ein Foto von Tom und Nina – aufgenommen heute, aus dem Wasser heraus.

Der Waggon rollte rückwärts ins Wasser, ohne ein Geräusch zu machen, und verschwand.
Das GPS zeigte wieder normale Werte – nur dass die gespeicherten Koordinaten nun mitten im Wald lagen.

Epilog

 

Keiner hat seitdem die Black-Route vollständig geloggt.

Die, die es versucht haben, berichten von einem Zug, den man unter Wasser hört.

Mit Kindern.

 

Manche sagen, sie hätten im Nebel Stimmen gehört – hell und glockenrein.

Andere schwören, kleine Hände hätten vom Rand ihres Bootes nach ihnen gegriffen.

Und immer, kurz bevor das Geräusch des Zuges verstummt, hört man ein kurzes, schrilles Kinderlachen – direkt unter sich.

 

Additional Hints (No hints available.)