Bonuszahl nicht vergessen!
Die ehemalige Bahnstrecke Bebitz – Alsleben
Mit dieser Cachereihe, bestehend aus 8 Tradis und 1 Mystery als Bonus, möchten wir euch die ehemalige, 8,5 km lange Bahnstrecke Bebitz-Alsleben vorstellen. Wenn man sich hier genauer umschaut, findet man noch alte und stumme Zeugen, wie Schwellen, Gleise, Schilder und ein verbogenes Andreaskreuz, die an längst vergangene Zeiten erinnern. Auch vom ehemaligen Bahnhofsgebäude Beesenlaublingen ist nur noch ein Haufen Schutt übrig.
Die Bauarbeiten für die Bahnstrecke begannen im Herbst 1905. Schon im November des gleichen Jahres rollten die ersten Loks und Waggons mit Kohle über die Gleise, denn für die Strecke wurden die Gleise der Lebendorfer Kohlenbahn verwendet. Auf der Bahnstrecke kamen ab 1941 2 Dampfloks Henschel 89 6024 zum Einsatz, gebaut 1915 in Kassel. Sie erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h.
Dieser 5,5 km lange Teilabschnitt bis Beesenlaublingen wurde am 15. Dezember 1905 eröffnet, der Güterverkehr begann bereits schon 6 Tage früher.
Die Bauarbeiten für den 2. Teilabschnitt mit 3 km Länge begannen Anfang 1906 und endeten erst 1908, da hier völlig neue Gleise und eine Brücke über die Saale bei Alsleben gebaut werden mussten, wozu das Kapital der Kleinbahn-AG Bebitz–Alsleben (KBA) mit Sitz in Beesenlaublingen, gegründet am 11. Juli 1905, auf 800.000 Mark erhöht wurde.
Im April 1945 bombardierten die Allierten den Bahnhof Alsleben, die Wehrmacht sprengte daraufhin die Brücke mit geringem Schaden, als sich die Allierten näherten.Im Juni 1945 wurde der Schaden behoben und der Verkehr wieder schnell aufgenommen.
Der letzte Personenzug fuhr am 21. Mai 1966, und am 31. Dezember 1994 der letzte Güterzug. Die Stilllegung der Strecke erfolgte am 15. August 1995.
Der achte Cache und damit letzte Tradi führt euch in die Nähe des ehemaligen Bahnhofsgebäudes. Dort gab es auch eine Bahnhofsgaststätte und im Sommer konnte man herrlich unter den riesigen Kastanien sitzen, eine Bockwurst essen und rote Faßbrause trinken. Jetzt ist das Gelände eingezäunt und man kann leider nicht zum Haus gehen - ein Kindergarten ist dort untergebracht. Vom Cache aus kann man mal einen Blick reinwerfen. Das Foto läßt erahnen, wie es früher dort aussah. Im Hintergrund die Zuckerfabrik, die ein Anschlußgleis besaß.

Ein Anschlußgleis hatte auch die Saalemühle, die damals noch mitten in der Stadt produzierte:

Ich durfte mal kurz rein, um ein aktuelles Foto zu machen:
