Flutmulden, oder auch Flutrinnen, Flutgraben oder Umflut
sind in erster Linie Gerinne, die in der Regel nur bei Hochwasser durchflossen werden.
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Flutmulden
Flutmulden können sowohl in Flussauen auftretende Geländeformen sein als auch zum Hochwasserschutz gezielt
geschaffene zusätzliche Abflusswege.
Die DIN 4047-5 (Landwirtschaftlicher Wasserbau) definiert Flutmulde als „Gerinne, das zur Hochwasserentlastung
herangezogen wird“. Flutmulden werden insbesondere zum Schutz überschwemmungsgefährdeter Gebiete mit hohem
Schadenspotential, beispielsweise Städte, gebaut. Sie können aus Gräben, Mulden oder Kanälen bestehen und mit
Deichen eingefasst sein. Die Ableitung des Hochwassers aus dem Hauptgewässer kann über Wehre oder Überlaufschwellen
erfolgen. Flächen in Flutmulden können als Wiesen landwirtschaftlich genutzt werden oder Erholungszwecken dienen.
Als Geländeform in Flussauen auftretende Flutrinnen entstehen entweder durch Erosion, wenn Hochwasser vom Flussbett
in die Aue fließt, oder sie zeichnen alte Flussläufe nach. Flutrinnen sind langgestreckt bei variierender Breite,
können einzeln auftreten oder als Rinnensysteme. Hiervon unterschieden werden Flutmulden als in unregelmäßigen
Abständen auftretende Vertiefungen innerhalb der Rinnen, die sich auch bei hohen Grundwasserständen mit Wasser
füllen können.
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| Quelle: Wikipedia |
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Umflut
Eine Umflut (auch Notumflut, Umfluter, Freiflut(er), Freiarche, Freischleuse, Leerschuss oder Umflutkanal genannt)
ist im Wasserbau und in der Hydrologie eine künstlich geschaffene Umführung (Neuhochdeutsch: Bypass), seltener
auch ein natürlich entstandener Nebenarm eines Fließgewässers, der insbesondere bei Hochwasser dazu genutzt wird,
Bauwerke oder sonstige Objekte am Hauptlauf vor einer Überflutung zu schützen, indem ein Teil der Wassermenge
durch die Umflut um das zu schützende Objekt herumgeleitet wird.
Zur Kontrolle der Wassermengen wird normalerweise im Hauptlauf des Flusses ein Stauwehr errichtet, das die
Wassermenge und damit den Pegelstand im Hauptlauf begrenzt. Vor oder an dem Wehr zweigt der Umfluter – als fester
Überlauf oder als variable Entlastung – seitlich ab.
Besonders häufig kommen Umfluter an Wassermühlen und Laufwasserkraftwerken zum Einsatz. Wenn die darin enthaltene
Wasserkraftmaschine nicht in Betrieb ist oder ihre maximale Kapazität erreicht hat, wird die überschüssige
Wassermenge über den Umfluter abgeführt.
Je nach Größe des zu schützenden Objektes kann die Umflut in ihrer Länge stark variieren: Bei einem Einzelgebäude
wie einer Mühle oder einem Kraftwerk vereinigen sich Umflut und Hauptlauf oft unmittelbar nach der Aufteilung
bereits wieder im Unterwasser. Werden hingegen größere Objekte oder ganze Ortschaften geschützt, kann die Umflut
als Kanal oder als natürlicher Nebenarm auch über längere Strecken geführt werden, bevor er wieder auf den
Hauptlauf trifft.
Im gezeigtem Beispiel rechts, wird eine Mühle /dunkelbraun) links umflutet.
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| Quelle: Wikipedia |
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Flutmulde Rees
Die Flumulde Rees ist Teil des Sohlstabilisierungsprogramms der Wasserstrassen- und Schifffahrtsverwaltung für den
Niederrhein. Die Mulde bietet in ihrer Funktion als Bypass dem Rhein bei höheren Wasserständen eine zusätzliche
Abflussmöglichkeit. Die Stömungsgeschwindigkeit verringert sich und es wird weniger Material aus der Sohle
mitgerissen. Dadurch werden die guten Fahrwasserbedingungen für den Schiffsverkehr langfristig gesichert.
Gleichzeitig werden der Hochwasserschutz für die Anlieger sowie Flora und Fauna in den Auen verbessert.
Um die Flutmulde Rees herzustellen, waren vor allem umfangreiche Erdarbeiten erforderlich. Die Baggerarbeiten
fanden weitestegehend vom Wasser aus statt. Der Bodenaushub wurde von Schwimmbaggern auf Klappschuten verladen und
umweltfreundlich abtransportiert.
Im Bereich der Reeserschanz wurde die neue Fährschneise und -rampe gebaut. Als wichtiger Teil des
Flutmulden-Projekts wurden Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durchgeführt, um den Lebensraum Auenlandschft
wiederherzustellen und zu beleben. Die Sohle und die Böschung der Flutmulde Rees wurden mit Gewebematten,
Wasserbausteinen und ökologischem Deckwerk gegen Abtrag gesichert.
In der Flutmulde Rees steht das ganze Jahr über Wasser, einen Abfluss gibt es ab einem Wasserstand von 0,80 Metern
über Mittelwasser. Dann beträgt der Wasserstand in der Flutmulde etwa 4 m. Sie kann bis zu 18% der gesammten
Wassermenge des Hauptstroms aufnehmen. Der Scheitelpunkt des Hochwassers wird dadurch flussaufwärts in Richtung
Wesel um bis zu 10 cm gesenkt.
Im Falle eines Hochwassers können sich Säugetiere auf einer dafür angelegten Fluchtinsel in Sicherheit bringen.
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| Quelle: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein |
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Ökologische Bedeutung der Flutmulde
Das Gebiet der Flutmulde steht sowohl unter Natur- als auch unter Landschaftsschutz. Das Naturschutzgebiet umfasst
dabei zwei FFH-Areale und ist Teil des EU-Vogelschutzgebietes sowie des „Feuchtgebietes von internationaler
Bedeutung Unterer Niederrhein“.
Die Reduzierung der Sohlerosion führt zu einer Stabilisierung des vom Rhein abhängigen Grundwasserspiegels und
somit zu einer Stabilisierung der ökologischen Gegebenheiten. Denn das durch die Sohlerosion bedingte Absinken des
Wasserspiegels führte auch zu einem stetig absinkenden Grundwasserspiegel in der Region. Dies führte zu einer
Austrocknung von Auen und Uferbereichen und somit zur ökologischen Schädigung der Region. Durch die Wiederbelebung
der Auengebiete und die somit entstehenden Flachwasser- und Schlammflächen könnten dazu führen, dass die Bestände
der Grünlandvögel wie zum Beispiel der Uferschnepfe, Grauammer, Feldlerche sowie des Wiesenpiepers, Rotschenkels
und Kiebitzes wieder ansteigen. Darüber hinaus bieten die naturnah gestalteten Böschungen einen idealen Lebensraum
für kleinere Insekten. So wird mit diesen Maßnahmen auch der Lebensraum der bedrohten Wolfsspinne (Arctosa cinerea)
erhalten.
Zusätzlich entsteht im Bogen zwischen Rhein und Flutmulde eine etwa 300.000 Quadratmeter große Insel. Sie ist für
den Menschen nicht zugänglich, wodurch Tiere und Pflanzen einen ungestörten Lebensraum vorfinden werden.
Die gesamte Flutmulde wird mit Mandel- und Kopfweiden, sowie Eschen und Schwarzpappeln bepflanzt. Insgesamt
werden etwa 40.000 Gehölze im Bereich der Flutmulde angepflanzt.
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| Quelle: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein |
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Deine Aufgabe
1.) Begib dich zu den oben angegebenen Koordinaten und finde auf der Info-Stele den Bildausschnitt (rechts) mit den Werten A bis G.
Füge die Werte wie folgt zu einer Mail-Adresse zusammen: ABCDEFG@web.de
Beispiel: 01Januar1900Horn123Dorn456@web.de
Sende mir eine Mail an diese Adresse, im Betreff dein Geocacher Namen. Wenn alles richtig ist, solltest du innerhalb
kürzester Zeit eine Antwort bekommen.
2.) Mache ein Foto von Dir oder einem persönlichen Gegenstand mit der Flutmulde im Hintergrung (optional) und
lade es mit deinem Log hoch.
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