
Zwischen Siemitz, Kuhs und FBredentin erinnert ein Gedenkstein an den Beginn der Bodenreform hier mitten in Mecklenburg.
Am 16. September 1945, zwei Wochen nachdem der damalige KPD-Vorsitzende Wilhelm Pieck den Startschuss gegeben hatte, wurden auch auf den Feldern vor den Toren Güstrows enteignete Grundstücke an landlose Bauern vergeben.
Alle Großgrundbesitzer mit mehr als 100 Hektar verloren ihren Landbesitz. Etwa 2,5 Millionen Hektar Wiesen und Äcker – gut ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche in der sowjetischen Besatzungszone – gingen in andere Hände über.
Allein in Mecklenburg verloren mit der Bodenreform 2200 Großbauern ihren Besitz, dazu kamen 1300 Agrarbetriebe von Kriegsverbrechern und Nazi-Führern. Insgesamt etwa 560.000 Menschen bekamen durch die Bodenreform im Osten Land, wurden schon bald aber mit staatlichen Vorgaben belegt.