Update 21.10.2025
Leider hat inzwischen durch „Besserverstecker“ Beschädigung stattgefunden. Bitte: legt den Wirt genau dort wieder ab wo er war und nichts abbauen!
Zu sehen gibt es nicht viel, denn das alte Bienenhaus ist nahezu komplett von Efeu überrankt und ähnelt auf den ersten Blick einem verlassen Schuppen. Doch bei genauerer Betrachtung sind die alten Bienenstöcke noch deutlich erkennbar, sodass man erahnen kann welch reges Bienen-Treiben hier einst stattgefunden hat.
Für die Wissbegierigen:
Ein historisches Bienenhaus ist ein festes Gebäude welches mehrere Bienenvölker beherbergt. Es diente dem Schutz der Bienen vor Wetter, Diebstahl und Räubern und erleichterte dem Imker die Arbeit.
Sie sind faszinierende Zeugnisse traditioneller Imkerei und spiegeln die enge Beziehung zwischen Mensch und Honigbiene über Jahrhunderte hinweg wider. Sie unterschieden sich stark von modernen Bienenstöcken (wie z. B. der Magazinbeute), sowohl in Aufbau als auch in ihrer kulturellen Bedeutung.
Bienenhäuser im heutigen Sinn kamen ab dem 16./17. Jahrhundert auf – vor allem in Klöstern, adligen Gärten oder wohlhabenden Bauernhöfen. Ihr Blütezeit war im 18. und 19. Jahrhundert, besonders im deutschsprachigen Raum.
Es entstanden kunstvoll gestaltete Bienenhäuser in ländlichen Gebieten, oft mit geschnitzten Verzierungen, religiösen Symbolen oder bunt bemalten Fronten.
Mit der Erfindung der beweglichen Rähmchen (z. B. durch Langstroth, Dzierzon) wurde die Magazinimkerei effizienter und Bienenhäuser verloren an Bedeutung. So wurden sie zunehmend durch mobile Beuten ersetzt.