🚂 🕰️ Ein Stück Schwarzwälder Eisenbahngeschichte
Im Jahre 1866 erreichte der erste Dampfzug Hausach.
Nur wenige Jahre später folgten 1873 die Schwarzwaldbahn nach Villingen und 1886 die Schwarzwald-Querbahn nach Freudenstadt.
Damit wurde Hausach zu einer bedeutenden „Eisenbahnerstadt“ zwischen Offenburg und Villingen.
Über viele Jahrzehnte prägten die Bahn und ihre Mitarbeiter das Leben im Kinzigtal.
Bis zu 200 Eisenbahnerinnen und Eisenbahner arbeiteten hier – im Bahnbetriebswerk, im Stellwerk, an der Strecke oder in der Werkstatt.
Hausach war ein wichtiger Knotenpunkt für die berühmte Schwarzwaldbahn, die mit ihren Viadukten, Tunneln und Steigungen als ein Meisterwerk des Eisenbahnbaus gilt.

Die beiden Signale stammen aus der Zeit der mechanischen Eisenbahnsicherung und wurden hier als technisches Denkmal aufgestellt.
Links steht ein Formvorsignal, rechts ein Formhauptsignal – beide nach der sogenannten Einheitsbauart.
Das Hauptsignal mit dem roten Flügel regelte die Einfahrt oder Ausfahrt eines Zuges:
- Hp 0 = Halt (Flügel waagrecht)
- Hp 1 = Fahrt frei (Flügel schräg nach oben)
Das kleinere Vorsignal kündigte dem Lokführer frühzeitig an, welchen Begriff das Hauptsignal zeigen würde:
- Vr 0 = Halt erwarten (gelbe Scheibe waagrecht)
- Vr 1 = Fahrt erwarten (Scheibe schräg gestellt)
Die Signale wurden ursprünglich über Drahtzugleitungen und Gegengewichte von einem Stellwerk aus bedient.
Heute sind sie in Hausach – einer traditionsreichen Eisenbahnerstadt an der Schwarzwaldbahn – als Erinnerungsstücke an die Zeit der mechanischen Signaltechnik erhalten.
ℹ️ Daten
- 🗺️ Ort: Hausach, Eisenbahnstraße
- 🚉 Station: Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad
- ⚒️ Gestiftet: Historischer Verein Hausach, 1995
- 🧩 Objekte: Hauptsignal (zweiflügelig) & Vorsignal mit Zusatzflügel