Der Bahnhof Duderstadt war eine Station der von Wulften nach Leinefelde führenden Bahnstrecke und ermöglichte im nördlichen Bereich ein Umsteigen auf den Endbahnhof der Gartetalbahn, einer Schmalspurbahn von Rittmarshausen nach Duderstadt, die als Verlängerung der schon 1897 gebauten Strecke Göttingen-Rittmarshausen von 1907 bis 1931 nach Duderstadt führte.
Zunächst wurde 1889 die Teilstrecke von Wulften nach Duderstadt realisiert und bereits 1898 die Verlängerung nach Leinefelde, so dass Duderstadt in mehrere Richtungen bahnseitig angeschlossen war.
Der Bahnhof bestand aus einem Hauptgebäude, einem Güterschuppen und einem Lokschuppen als 3-ständigen Fachwerkbau, der drei unterschiedlich lange Unterstände bot sowie zahlreichen Gleisanlagen mit 2 Bahnsteigen.
Unter der Artikelnummer 194160 wurde eine Nachbildung des Duderstädter Lokschuppens mit ursprünglichem Wasserturm von der Firma Faller Modellbau angeboten.
Kriegsbedingt wurde Duderstadt ab 1945 wieder ein Endbahnhof. Der Personenverkehr wurde in westdeutschen Abschnitt noch bis 1974 fortgeführt, 1996 dann auch der Güterverkehrt eingestellt.
Nach der Wiedervereinigung gab es zunächst Hoffnungen auf einen Lückenschluss von etwa 3,5 km zwischen Duderstadt und Teistungen. Wirtschaftlichkeitsprüfung vom Eisenbahn-Bundesamt beschieden diese aber negativ.
Heute befindet sich in dem Empfangsgebäude eine Kinderarztpraxis. Im Außenbereich wurde ab 2010 ein neues Gleis verlegt und ein überdachter Bahnsteig geschaffen und vier Jahre später ein Schienenbus VT 98 und -näher zum aktuell in Abriss befindlichen Kornhaus- ein Speisewagen auf das Gleis gesetzt.
