Der Tornoer Teich in Lauta-Torno hat eine bewegte Geschichte, die eng mit der regionalen Industrie verbunden ist. Ursprünglich entstand der Teich im Jahr 1918, nachdem eine zuvor betriebene Glassandgrube stillgelegt und das Restloch geflutet wurde. Die Grube war Teil der damaligen Glasindustrie und wurde bereits um 1912 erschlossen. Nach der Aufgabe des Betriebs im Jahr 1917 überließ man das Gelände der Natur – es entstand der heutige Teich.
Bereits in den 1920er-Jahren wurde der Tornoer Teich als Bade- und Erholungsort genutzt. Eine kleine Badeanstalt mit Kabinen, Gaststätte und sogar Gondelbetrieb machte ihn zu einem beliebten Ziel für Ausflügler. In den folgenden Jahrzehnten war der Teich fest im örtlichen Freizeitleben verankert – mit Spielplatz, Kiosk und Veranstaltungen.
Das ehemalige Maschinenhaus der Grube ist noch erhalten und wird heute vom Ortsverein genutzt. Auch in der DDR-Zeit blieb der Teich ein Treffpunkt für die Gemeinde.
Heute steht der Natur- und Landschaftsschutz im Vordergrund. Das Baden ist nicht offiziell erlaubt, und Angeln ist mittlerweile untersagt. Der Teich dient heute vor allem der Naherholung und bietet Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten.