Erlkönig – Johann Wolfgang von Goethe
Infos zu dieser Tour findet ihr beim Startcache P721 GCAT82Y
Zum Rätsel für diesen Cache:
N47° 40._ _ _ E012° 11._ _ _
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohn in dem Arm,
Er faβt ihn sicher, er hält ihn warm.
Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?
“Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif?”
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.
‘Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir
Manch bunte Blumen sind an dem Strand.
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.’
“Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht?”
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren säuselt der Wind.
‘Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter solln dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn,
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.’
“Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Töchter am düstern Ort?”
Mein Sohn, mein Sohn, seh es genau;
Es scheinen die alten Weiden so grau.
‘Ich dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.’ “
Mein Vater, Vater, jetzt fasst er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan!”
Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in Armen das Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.