Karl Ranseier
den wohl erfolglosesten Geocacher der Welt

Die Geocaching-Gemeinde trauert – oder zumindest schüttelt sie verwundert den Kopf – über den tragischen Verlust von Karl Ranseier, der uns im stolzen Alter von 53 Jahren verlassen hat. Angeblich war er auf der Suche nach einem „Nano-Cache mit T5-Wertung“, tatsächlich aber wohl eher auf dem Weg zu einem Imbissstand mit Sicht auf einen Mülleimer, den er für eine Geocaching-Box hielt.
Karl Ranseier wurde bekannt – oder besser gesagt, nicht bekannt – durch seine bemerkenswerte Serie von Fehlschlägen:
Er war der einzige Mensch, der sich beim Öffnen einer Lock-&-Lock-Dose selbst eingesperrt hat.
Er verwechselte regelmäßig GPS-Koordinaten mit Lottozahlen.
Und beim „Lost Place“-Caching verirrte er sich in einem noch voll funktionierenden Einkaufszentrum und wurde erst nach drei Tagen im Foodcourt entdeckt – mit einem leeren Akku und vollem Magen.
Besonders unvergessen bleibt sein Versuch, einen Cache auf einem Baum zu heben – trotz Höhenangst, Astallergie und einer schlecht getimten Windböe.
Sein letzter Log-Eintrag lautete:
„Cache nicht gefunden. Habe stattdessen ein Wildschwein entdeckt. Es war nicht erfreut.“
Kurz darauf verlor sich seine Spur in einem Waldstück, das laut Geocaching-App „gut zugänglich“ war. Die Bergwacht fand ihn Wochen später – ausgerüstet mit einer Taschenlampe ohne Batterien, drei leeren Petlingen und einem Thermobecher voller Waldmeisterbrause.
Karl Ranseier hinterlässt eine beeindruckende Statistik: 812 vergebliche Cachingversuche, 4 gefundene Dosen (versehentlich), und eine Community, die ihn zwar nicht verstand, aber immerhin herzlich auslacht.
Möge er im Himmel endlich einen Cache finden – ohne Muggels, Brennnesseln oder Koordinatenfehler.
In diesem Sinne: TFTC, Karl. Und gute Reise.
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