Dieser kleine Tradi soll auf den hier am Straßenrand der B 191 gelegenen Gedenkstein für den US-amerikanischen Offizier A. Nicholson und die tragischen Umstände seines Todes, hier in der Nähe des ehemaligen sowjetischen Panzerübungsplatzes, im Jahr 1985 hinweisen (auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind noch Mauern des damaligen sowjetischen Militärareals sichtbar).
Major Arthur D. Nicholson jr. war ein US-amerikanischer Offizier und während des Kalten Krieges Mitglied der US-Militärverbindungsmission (USMLM) in der DDR. Am 24. März 1985 wurde er hier in der Nähe, von einem sowjetischen Soldaten erschossen, während er Aufklärungsfotos des Militärgeländes machte. Obwohl solche Spionagefahrten im Rahmen gegenseitiger Vereinbarungen der Alliierten in Ost und West toleriert wurden, betrachtete die sowjetische Seite Nicholsons Handeln als Verletzung ihrer Sicherheitsinteressen. Er war bei seiner Tätigkeit unbewaffnet und leistete keinen Widerstand. Sein Fahrer wurde von den sowjetischen Soldaten daran gehindert Hilfe zu leisten und Nicholson erlag noch vor Ort seinen Verletzungen und starb.
Der Leichnam Nicholsons wurde in die USA überführt und auf dem Nationalfriedhof in Arlington bestattet. Major Nicholson gilt als letztes amerikanisches Opfer des Kalten Krieges in Europa. Die Umstände seines Todes lösten eine diplomatische Krise zwischen den USA und der Sowjetunion aus.
Quellen: [Wikipedia] [https://www.nordkurier.de/regional/ludwigslust/toedliche-schuesse-wegen-geheimer-panzer-als-diese-stadt-in-mv-im-weltweiten-fokus-stand-3434588]