
An einem der schönsten Abschnitte des Mittelrheins, eingebettet in ein malerisches Umland, liegt das Schloss „Burg Namedy“. Die Geschichte der Burg geht bis ins auslaufende 14. Jahrhundert zurück.
1908 erwarben Prinz Carl-Anton von Hohenzollern und seine Gattin Prinzessin Joséphine von Belgien, die Schwester König Albert I. Schloss „Burg Namedy“ als Wohnsitz. Prinz Carl Anton ließ den festlichen Spiegelsaal an die Nordseite des Schlosses anbauen. Während des 1. Weltkrieges unterhielt Prinzessin Joséphine im Spiegelsaal ein Lazarett. 1919, nach dem Tod von Prinz Carl-Anton, übernahm sein Sohn Prinz Albrecht die Burg. Er änderte die Fassade und versah den großen Turm im Steinhof und den Treppenturm im Kieshof mit Hauben nach barocken Vorbild.
Durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges konnte die Restaurierung der Vorderfront des Schlosses nicht mehr durchgeführt werden.
1988, nach dem Tod seiner Eltern, übernahm Prinz Godehard das Anwesen. Zusammen mit seiner Frau Prinzessin Heide entwickelte er das Projekt „Begegnung Burg Namedy“.
Der gemeinsame Traum: Schloss „Burg Namedy“ zu einer kulturellen Begegnungsstätte zu machen und in den historischen Mauern ein festes Kulturprogramm zu etablieren. Ein weiter Weg. Denn als Prinz Godehard die renovierungsbedürftige Burg erbte, war von der eigentlichen Schönheit des Hauses nichts mehr zu sehen. Wassereinbrüche hatten die Decken und die Paneele zerstört. Die Heizung und die Elektrik existierten zum größten Teil nicht mehr. Der Spiegelsaal wurde nur noch als Abstellkammer genutzt, in der alles durch die ständig herrschende Feuchtigkeit faulte. Als nach einem Vierteljahr räumen endlich die schlichten und eleganten Linien des Saals zu sehen waren, fand das erste Probekonzert mit den Salzburger Solisten statt, um die Akustik zu testen. Künstler, Publikum und Presse waren begeistert. Das Kammermusikfestival „Andernacher Musiktage auf Burg Namedy“ war geboren und der berühmte Geigenvirtuose Yehudi Menuhin übernahm bis zu seinem Tod im Jahr 1999 die Schirmherrschaft. In den folgenden Jahren begann Prinz Godehard von München aus, wo er als Bankkaufmann arbeitete, behutsam ein Musikprogramm aufzubauen.
Die Renovierung der Anlage wurde mit tatkräftiger Hilfe von Freunden aus dem In- und Ausland voran gebracht. Seit 1993 wurden die umfangreichen Renovierungsarbeiten vom Landesamt für Denkmalpflege in großem Umfang gefördert. 2001 starb Prinz Godehard und seine Frau übernahm neben dem Event- auch den Kulturbetrieb. Heute stehen die Burgsäle für festliche Veranstaltungen, Kongresse, Tagungen usw. zur Verfügung.
Quelle: https://simskultur.eu/schloss-burg-namedy-in-andernach/
Unter anderem finden in den Sommermonaten regelmäßig seit 2022 das "Kinder Burgfest & Spiele" statt. Dabei errwatet den Gästen zahlreiche Aktivitäten wie zum Beispiel Kinderbasteln, Ponyreiten, Clownshow, Geschicklichkeitsparcours, Instrumente basteln, und vieles mehr. Auch Pfadfinder, DRK und die Jugendfeuerwehr sind meistens mit von der Partie und sorgen für ein abwechslungsreiches Programm, bei dem die Kinder nach Lust und Laune spielen, toben und entdecken können. Der idyllische Park von Burg Namedy bietet dabei die perfekte Kulisse für einen Tag voller Spiel, Spaß und kreativer Entfaltung.
