Verwitterung an der Magdalenen Kirche

WICHTIG:
Ihr müsst zur Beantwortung der Fragen die Wege nicht verlassen und auf keinen Fall die Grabplatten betreten.
Einleitung:
Bei diesem EarthCache geht es um Gesteinsverwitterung an den vor Ort befindlichen Grabplatten und einer Stele.
Die Grabplatten und die Stele besten aus Sandstein.
Fragen:
1. An den gelisteten Koordinaten steht ihr vor der Grabplatte Josten.
a) Welche Art(en) von Verwitterung sind dort zu sehen?
b) Beschreibe anhand der Tabelle am Ende des Listings, welche Art von Verwitterungsstufe(n) hier vorliegen.
Begründe deine Einschätzung.
Vergleiche die Inschrift mit den Verzierungen.
Kannst du Unterschiede entdecken? Wenn ja, woran könnte es liegen?
2. Wegpunkt Stele
a) Welche Art(en) der Verwitterung sind hier deiner Meinung nach sichtbar?
Beschreibe je den Zustand der Verzierung im oberen Bereich und der Inschrift.
b) Beschreibe auch hier, anhand der Tabelle, um welche Art von Verwitterungsstufe(n) es sich handelt.
Erkläre, warum du so denkst.
c) Wenn du jetzt die Grabplatte und die Stele vergleichst, fallen dir Unterschiede auf? Wenn ja, was könnte der Grund dafür sein?
3. Logfoto
Mache ein Foto von dir, deinem GPS Gerät oder einem persönlichen Gegenstand vor der Kirche, so dass der Kirchturm mit zu sehen ist.
Da ich finde, dass ein Foto zu einem EarthCache dazu gehört, ist dieser Punkt nicht optional.
Das Foto ist Teil der Logbedingung.
Schickt mir eure Antworten über das GC Massanger Center.
Zum Ort
Die Grabplatte und die Stele befinden sich außerhalb der Maria Magdalenen Kirche auf dem ehemaligen, denkmalgeschützten Friedhof.
Grundlagen
Verwendete Naturgesteine für Grabmale
Steinmetze unterscheiden bei Naturgesteine zwischen Weichgestein und Hartgestein. Jedes für sich besitzt Vor- und Nachteile. Grundsätzlich sollten die Gesteine witterungs- und frostbeständig sein.
Weichgestein oder auch Sedimentgestein: Dazu zählen z.B. Kalkstein, Marmor und Sandstein. Ein Nachteil dieser "Gesteinsart" ist, dass diese nicht so witterungsbeständig ist. Für den Steinmetz ist diese Art aber besser zu bearbeiten als die Hartgesteine.
Hartgestein: Hierzu zählen z.B. Granit und Diorit. Diese haben gegenüber den Weichgesteinen eine höhere Lebensdauer.
Gesteinsverwitterung
Bei einer Verwitterung handelt es sich um einen natürlichen Prozess. Dabei können unterschiedliche Einflüsse auf Gesteine einwirken. Es gibt dabei drei Hauptgruppen mit deren Untergruppen. Eine eindeutige Trennung der drei Einflüsse ist dabei nicht immer möglich. Hier findest du an den ausgestellten Gedenktafeln mehr oder weniger auftretenden Gesteinsverwitterungen.
1. Biogene Einflüsse mit deren Untergruppen: physikalisch-biotische Verwitterung (z.B. Wurzelsprengung) und chemisch-biotische Verwitterung (z.B. Kohlensäureverwitterung, Verwitterung durch Bildung anderer Säuren und Oxidationsverwitterung).
- Verwitterung durch Einfluß von Lebewesen und Pflanzen.
Wie könnte eine biogene Verwitterung starten?
Bei einer physikalisch-biotische Verwitterung wachsen kleinere Wurzeln in Gesteinsspalten. Danach wachsen diese Wurzeln und sorgen ähnlich bei einer Frostsprengung eine Sprengung von Gesteinen.
2. Physikalische Einflüsse mit deren Untergruppen: Frostverwitterung, Salzverwitterung, Hydrationsverwitterung, Rostverwitterung, Quelldruckverwitterung, Druckentlastungsverwitterung und thermische Verwitterung.
Wie könnte eine physikalische Verwitterung starten?
Als Beispiel nehme ich hier die Frostverwitterung in den Fokus. Bei dieser Art der Verwitterung spielt Wasser und Kälte eine große Rolle. Dabei tritt Wasser in kleine Gesteinsritzen oder -spalten ein. Ein dann eintretender Frost sorgt dafür, dass das gefrierende Wasser, aufgrund der wachsenden Eiskristalle ausdehnt. Dabei kommt es zu Spannungen, welche dazu führen kann, dass Gesteine auseinander "gerissen" werden.
3. Chemische Einflüsse mit deren Untergruppen: Lösungsverwitterung, Kohlensäureverwitterung, Schwefelsäureverwitterung und Hydrolyse.
Wie könnte eine chemische Verwitterung starten?
Wenn bei Regen das Wasser auf den Boden fällt, nimmt das Regenwasser aus der Luft Sauerstoff, Kohlensäure und weitere Bestandteile auf. Dieses "Gemisch" kommt dann mit den Gestein (hier Grabmale) in Berührung. Dieses Wasser und die Gesteine reagieren dann aufeinander. Es können dabei im Laufe der Zeit, auch die widerstandsfähigsten Mineralien, welche sich in Gesteinen befindenlösen und auch zerstören. Reines Wasser hingegen hat auf die meisten Mineralien keinerlei Einfluss.
Bei dieser Art der Verwitterung können sich Schriftzüge, welche in Steine eingearbeitet worden sind, ändern. Diese verwittern förmlich unter, vielleicht "sauren" Regen. Dabei werden die Schriftzüger mehr und mehr aufgeraut und damit über einen längeren Zeitraum immer schwerer zu lesen. Die gravierten Kanten werden zunächst immer mehr abgerundet. Der gesamte Buchstabe beginnt dabei immer mehr mit der Oberfläche des Grabmals zu verschmelzen. Es wird nebenbei auch die Oberfläche durch chemischen Einflüsse immer mehr abgetragen. Irgendwann ist die Schrift nicht mehr von der Oberfläche erkennbar. Um die Verwitterung einigermaßen einzuordnen ist die nachfolgende Tabelle durch die Wissenschaftler Rahn (1971) und Meierding (1993) erdacht. Sobald die Buchstaben nicht mehr erkennbar geworden sind und eins gegangen sind mit der Oberfläche des Steins, ist die Tabelle nicht mehr anwendbar.

Quellen:
Foto: eigenes
Text: Wikipedia - Verwitterung,
Wikipedia Maria Magdalenen Kirche
Tabelle: eigene