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Wo Schlick zur Ruhe kommt – Abbenflether Hafen EarthCache

Hidden : 10/27/2025
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Wo Schlick zur Ruhe kommt – Abbenflether Hafen

Ort: Abbenflether Hafen (Unterelbe)
Thema: Schlickflockung & Sedimentfalle im beruhigten Hafenwasser – und warum Uferbefestigungen trotzdem sinnvoll sind
D/T: 3,0 / 2,0 • Beste Zeit: ablaufende Tide / Niedrigwasser
Mitbringen: Kamera, Maßstab (Münze, Schlüssel, Lineal oder Schuh), Handy-Kompass

Tidekalender: https://de.windfinder.com/tide/hafen-abbenfleth?utm_source=chatgpt.com (08.11.2025)


Warum gerade hier?

Die Unterelbe führt sehr feines Ton- und Schluffmaterial. In der Brackwasserzone – dem Übergangsbereich zwischen Fluss und Meer – lagern sich diese Partikel durch Flockung zu größeren Teilchen zusammen. Diese sinken im ruhigen Hafenwasser leichter ab. Das Hafenbecken wirkt daher als Sedimentfalle: Strömung und Wellengang sind gedämpft, die auf den Boden wirkende Schubspannung (Kraft durch Wasserbewegung) sinkt, und feiner Schlick kann sich absetzen.

Gleichzeitig sieht man hier, wie Bauwerke die Prozesse steuern: Pfähle, Spundwände, Steinmatten oder Deckwerk. Ziel ist nicht, alles ablagern zu lassen, sondern Ufererosion zu stoppen und Ablagerungen gezielt zu lenken, damit sie später kontrolliert entfernt werden können.

Hinweis: Die beigefügte Grafik zeigt schematisch unterschiedliche Wassertiefen zur Verdeutlichung der Strömungsverhältnisse (nicht maßstäblich).


Kurz erklärt

  • Flockung: Salzionen im Brackwasser verringern Abstoßungen – Feinstteilchen lagern sich zu Flocken zusammen, die schneller absinken.
  • Sedimentfalle: Die Hafenform dämpft die Strömungsenergie – Ablagerung findet vor allem in den ruhigsten Zonen statt.
  • Mikroformen: glatter Schlickglanz, plastische Fußabdrücke, feine Abflussrinnen oder Trockenrisse; Wellenrippel sind hier selten (zu wenig Energie).

Sedimentoberfläche Abbenfleth


Sicherheit & Schonung

  • Kein Betreten tiefer Schlickfelder; bitte nur auf festen Wegen oder Böschungen bleiben (Algen und Steine sind rutschig).
  • Tide und Schiffsverkehr beachten (Bug- und Heckwellen!).
  • Leave No Trace: nichts graben oder entnehmen.

Logging-Aufgaben

  1. Sedimentoberfläche beschreiben:
    Was erkennst du am Rand des Hafenbeckens? (z. B. feiner Schlick, glatte oder rissige Oberfläche, Abflussrinnen etc.)
    Nenne mindestens zwei Merkmale, die auf feinkörnige Ablagerung hindeuten.
  2. Warum hier Ablagerung – und warum trotzdem gesichert?
    Erkläre kurz, warum sich Schlick hier leichter absetzt als am offenen Elbufer.
    Füge einen Satz hinzu, wie Uferbefestigungen helfen, die Versandung insgesamt zu verringern.
  3. Mikroformen erkennen und einordnen:
    Suche am Rand des Hafenbeckens eine kleine Struktur wie eine Rinne, einen Trockenriss oder eine feste Spur.
    Beschreibe, wie sie entstanden sein könnte (z. B. durch abfließendes Wasser, Schrumpfung beim Trocknen oder Tritteinwirkung).
    Falls möglich, schätze Breite oder Tiefe, um den Maßstab solcher feinen Sedimentstrukturen zu verdeutlichen.
    Lege einen Maßstab (Münze, Schlüssel o. ä.) ins Foto.
    So erkennst du, welche Prozesse an der Sedimentoberfläche aktiv sind und wie geringfügige Energieänderungen sichtbare Spuren hinterlassen.
  4. Transport erkennen:
    Beobachte, ob sich irgendwo trübes Wasser, ein gespülter Streifen oder eine saubere Kante zeigt. Das sind Hinweise auf Resuspension – also kurzfristige Aufwirbelung und Transport von Schlickteilchen. Beschreibe, wo du es siehst.
  5. Foto
    von dir oder einem persönlichen Gegenstand vor Ort

Aus gegebenem Anlass:

Ab dem 01.06.2026 werden keine Gruppen- oder Sammelfotos akzeptiert. Jeder Besucher dieses EarthCaches benötigt ein persönliches Foto.


 

Hintergrund

  • Ziel der Ufersicherung: Erosion stoppen → weniger Nachschub an Sediment aus der Böschung → geringere Versandung insgesamt.
  • Nebenwirkung: In den ruhigsten Bereichen setzen sich weiterhin feine Flocken ab – typisch für ein Ästuar, also den Mündungsbereich eines Flusses, in dem sich Süß- und Salzwasser mischen. So bleibt die Baggerung planbar.

So loggst du

  • Sende deine Antworten per Nachricht oder E-Mail.
  • Pflichtfoto mit Maßstab beilegen.
  • Du darfst loggen, sobald du vor Ort warst und die Antworten gesendet hast.

Quellen:
Umweltbundesamt: Sedimentmanagement in der Tideelbe (Abruf: 08.11.2025)
Wikipedia (Stichworte: Flockung, Schlick, Sedimentfalle, Ästuar)

Viel Spaß beim Beobachten, Vergleichen und Erkennen der Prozesse an der Unterelbe!

Additional Hints (Decrypt)

Qvrfre RneguPnpur vfg nhffpuyvrßyvpu orv Roor fcvryone.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)