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Ein vergangenes Meer und seine Kristalle⁉️ EarthCache

Hidden : 1/2/2026
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Dieser Earthcache liegt innerhalb der Rhein-Galerie und lässt sich nur während der Öffnungszeiten beantworten.

Er befasst sich mit Fossilien und Kristallen.

Um die Aufgaben zu erfüllen, müsst Ihr die Rhein-Galerie betreten und Eure Augen auf den Boden lenken. Eure Zielobjekte liegen NICHT in den Geschäften, sondern in den allgemein zugänglichen Fluren.

Benötigtes Werkzeug: Zollstock / Maßband / Gegenstand als Maßstab

Hinweis: verlässliche Koordinaten bekommt man in der Baustruktur nur schwierig. Ich habe welche ermittelt und hinterlegt, aber den Ort auch versucht treffend zu beschreiben.

 

Danke an das ECE Centermanagement für die Rückmeldungen und Freigabe des Earthcaches innerhalb des Gebäudes.

 

Aufgaben

 

Folgende Aufgaben gilt es zu erledigen. 

Vielleicht hast Du Glück und es ist gerade nicht so viel los, dann wird es sicherlich einfacher sein. 

Bei der Lösung hilft das weitere Listing mit den Erläuterungen.

Du kannst nach dem Abschicken der Antworten (hier) direkt Dein Onlinelog schreiben, falls es Probleme oder Fragen gibt melde ich mich.

 

1) Erkennen: Während meinem Streifzug durch die Gänge habe ich nachfolgendes Gebilde entdeckt. Was denkst Du, um was handelt es sich hier?

2) Kristalle: Wenn Du Dir das Bild oder wahlweise das Objekt vor Ort anschaust (1.OG -- siehe Wegpunkt ), dann siehst Du kristalline Strukturen in dem Gebilde. Wie sind diese entstanden und warum ausgerechnet in diesem Objekt. Erläutere Deine Antwort.

 

Gehe nun ins Erdgeschoss in die nordwestliche Ecke und schaue Dir den Boden zwischen der Rolltreppe und dem Laden (weiß & rotes Logo) hinter Dir an.

 

3) Messen: Bitte nutze Dein Werkzeug und vermiss den dunklen Teil des Fossils (A). Ist dies ein eher kleiner oder größerer Vertreter seiner Art?

4) Bestimmung: Bitte benenne beide Fossilien (A) & (B).

5) Erläuterung: Du hast verschiedene Fossilien in den bisherigen Aufgaben bestimmt. Wieviele davon sind gleich? Um was handelt es sich? Erläutere warum Du denkst, dass sie gleich sind und doch so anders ausschauen.

6) Bild: Streife noch ein wenig durch die Gänge und suche ein beliebiges anderes Fossil. Mache ein Bild von Dir, Deinem GPS oder einem persönlichen Gegenstand mit dem Fossil. Dieses Bild bitte an Dein Log anhängen.

 

Es gibt unzählige Beispiele für die verschiedensten Fossilien an diesem Ort. Die schiere Menge hat mich selbst überrascht und ich bin nichtmal durch die ganze Gänge gegangen.

Logs ohne Bilder & übermittelte Antworten werden gelöscht. Achte darauf, dass Du ggfs. keine Details veröffentlichst.

Viel Spaß bei der Suche

 

Leitfossilien & Kristalle & Me(e/h)r

 

I. Was sind Leitfossilien und wie entstehen Fossilien überhaupt?

Ein Leitfossil ist ein Fossil von einem Tier oder einer Pflanze. Mit ihm kann man bestimmen, wie alt ein Gestein ungefähr ist. Das funktioniert, weil bestimmte Arten nur in einem begrenzten Zeitraum der Erdgeschichte gelebt haben. Dieser Zeitraum kann einige hunderttausend bis mehrere Millionen Jahre dauern. Dieses Verfahren nennt man Biostratigraphie.

Ein Fossil ist besonders gut als Leitfossil geeignet, wenn:

  • die Art nur kurze Zeit existierte oder sich schnell verändert hat

  • die Art unabhängig von bestimmten Umweltbedingungen lebte

  • die Art weit verbreitet war

Hilfreich ist außerdem, wenn das Fossil häufig vorkommt und leicht zu erkennen ist.

Fossilien entstehen nach dem Tod des entsprechenden Organismus. Die Überreste von Tieren oder Pflanzen werden durch Sedimente oder Sand bedeckt und luftdicht verschlossen. Damit sind sie z.B. gegen Aasfresser geschützt und Weichteile verwesen im Laufe der Zeit. Harte Bestandteile (z.B. Knochen oder Schalen) bleiben bestehen. Durch den steigenden Druck (weitere Ablagerung von darüberliegenden Schichten) wird alles zusammengepresst und Wasser so entfernt. Hohlräume hingegen nehmen mineralreiches Grundwasser auf und schaffen so die Rahmenbedingungen für Kristallationsvorgänge.

 

I.a Ammoniten

Ammoniten waren ausgestorbene Meerestiere mit einem meist spiralig gewundenen Gehäuse. Sie lebten vor allem im Erdmittelalter und gehörten zu den Kopffüßern, also zur gleichen Tiergruppe wie heutige Tintenfische. Ammoniten lebten frei im Meer und konnten schwimmen.

Sie sind sehr wichtige Leitfossilien, weil sich ihre Arten schnell verändert haben und jede Art nur für einen relativ kurzen Zeitraum existierte. Außerdem waren Ammoniten weltweit in den Meeren verbreitet und ihre Gehäuse wurden häufig als Fossilien erhalten. Findet man Ammoniten in einem Gestein, kann man dadurch das relative Alter des Gesteins gut bestimmen.

 

I.b Belemniten

Belemniten waren ebenfalls eine sehr diverse Großgruppe von Kopffüßlern, die sich vermutlich in ihren verschiedenen Formen weitestgehend glichen.

Würde man einen Vergleich zu heutigen Lebewesen ziehen, dann würden wohl Kalmare am ehesten in Frage kommen.

Als Fossilien von Belemniten, welche auch hier vertreten sind, findet man meist nur die als Rostren bekannten Skelettelemente. Andere Namen für diese Rostren sind auch Donnerkeile oder Teufelsfinger. Die meisten gefundenen Rostren sind nicht länger als 10 cm, aber es gibt auch Funde von Rostren von Megateuthis gigantea welche bis zu 50 cm groß sind.

Wer eine sehr große Sammlung an Rostren sehen will und auch andere Fossilien, dem empfehle ich einen Besuch im Geocenter von Møns Klint in Dänemark. Die dortigen Kreidefelsen gelten als kleine Schwester von Rügen.

 

I.c Schwämme

Schwämme gehören zu den ältesten Tieren, die wir auf unserem Planeten finden können. Sie sind ortsfeste Lebewesen - sessile - Lebewesen, die sich meist auf harten Untergrund befinden. Ihre Form finden sie durch Kollagen und die Einlagerung von Kalk oder Kieselsäure.

 

II. Geoden

Geoden - ein rundlicher Hohlraum, der mit einer einheitlichen Außenschicht aus Gestein umgeben ist. Der Hohlraum selbst ist durch mineralische Substanzen gefüllt. Ist dieser Hohlraum vollständig gefüllt, dann spricht man von einer Mandel, ist er dagegen nur teilweise gefüllt und ein Hohlraum ist noch vorhanden, dann ist die Bezeichnung Druse. 

Oftmals werden die Begriffe Druse und Geode auch synonym verwendet.

Im "klassischen" Gestein entstehen Geoden in vorhandenen Hohlräume, z.B. durch Gasblasen in Lava oder Risse etc.. Wenn sich diese mit mineralienreichem Wasser füllen und genug Zeit vorhanden ist, dann beginnt langsam die Kristallisation. Die Kristalle wachsen dabei allerdings von außen nach innen.   

Auch in sedimentreichem Umfeld können Geoden entstehen, wenn sich Hohlräume mit mineralreichem Wasser füllen und die Hohlräume nicht zerstört werden.

 

III. Der Boden vor Ort

Nach der mir vorliegenden Auskunft des Centermanagements wurden hier in der Rhein-Galerie "Jura Marmor Platten" verlegt. Diese Bezeichnung ist aber eher der Handelsname von Jura-Kalkstein. Es dürfte sich also um Steine handeln, die aus dem oberen Weißjura stammen und heute in der Fränkischen Alb abgebaut werden. Die unzähligen Fossilien sprechen auf jeden Fall dafür.

Als Entstehungszeitraum im oberen Weißjura reden wir also von einem Zeitraum vor 163,5 bis 145 Millionen Jahren.

 

Quellen

 

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Leitfossil
  • https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/
  • https://www.geo.de/natur/tierwelt/raetselhafte-ammoniten--geheimnis-der-fossilien-35516834.html
  • https://www.steine-und-minerale.de/magazin/grundlagen/geoden-und-drusen-31.html
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Jura-Marmor
  • Rückmeldung des Centermanagements
  • Hintergrundbild : Aufnahme vor Ort © Cappa-d 2026
  • weitere Listingbilder : Aufnahme vor Ort © Cappa-d 2026

 

Additional Hints (Decrypt)

Mbyyfgbpx bqre Znßonaq avpug iretrffra

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)