Die Guanchen
Die Guanchen waren die Ureinwohner der Kanarischen Inseln, die vor der Ankunft der Spanier eine eigenständige Kultur entwickelten. Sie stammten von Berbervölkern aus Nordafrika ab und lebten in Stämmen, die eine hierarchische Gesellschaft hatten. Ihre Kultur war durch eine eigene Sprache, Religion und spezielle Bestattungsrituale gekennzeichnet, aber sie ging durch die spanische Eroberung im 15. Jahrhundert weitgehend unter.
- Herkunft: Es wird angenommen, dass die Guanchen von nordafrikanischen Berbern abstammen und in mehreren Besiedlungswellen auf die Inseln kamen.
- Kultur und Lebensweise:
- Sie waren Ackerbauern und Viehzüchter, die in Höhlen und Steinhütten lebten.
- Die Guanchen kannten keine Metallverarbeitung, sondern nutzten Stein-, Knochen- und Holzwerkzeuge.
- Ihre Sprache, die als "Guanche" bezeichnet wird, zeigt Parallelen zu den Berber-Sprachen.
- Sie hatten eine eigene Religion mit Göttern wie Achamán (Himmelsgott) und Magec (Sonnengott), und praktizierten Mumifizierung.
- Gesellschaftliche Struktur:
- Die Gesellschaft war in Stämme unterteilt, die von einem König (guanarteme) geführt wurden.
- Es gab eine hierarchische Aristokratie, die aber auch sozialen Aufstieg zuließ.
- Untergang:
- Die spanische Eroberung im 15. Jahrhundert führte zur Unterwerfung, Versklavung oder Vertreibung der Guanchen.
- Die Kultur der Guanchen ging größtenteils verloren, aber ein Teil der heutigen kanarischen Bevölkerung trägt noch Guanchen-Erbe in sich.
Cenobio de Valerón
Das "Cenobio de Valerón" ist eine prähistorische Höhlenanlage auf Gran Canaria, die ursprünglich als Getreidespeicher (Kornkammer) der Altkanarier diente, aber aufgrund der irrtümlichen Übersetzung des spanischen Wortes "Cenobio" (Kloster) fälschlicherweise für eine Klosteranlage für Priesterinnen gehalten wurde. Die Anlage besteht aus hunderten von Höhlen, die in den Fels gehauen wurden und zum Schutz vor Dürreperioden der Ernte dienten.
- Bedeutung: "Cenobio de Valerón" bedeutet wörtlich "Kloster von Valerón", ein Name, der auf der ursprünglichen Fehlinterpretation der Anlage beruht.
- Ursprüngliche Nutzung: Heute ist bekannt, dass die Anlage eine riesige Kornkammer war, die der Bevölkerung der Altkanarier als Vorratsspeicher diente, um Missernten zu überstehen.
- Architektur: Es handelt sich um eine beeindruckende Anlage mit bis zu 300 Kammern, die in den Fels gehauen wurden und über acht Etagen verteilt sind.
- Lage: Die Anlage befindet sich im Norden von Gran Canaria in der Nähe der Stadt Guía.
- Schutz: Die Anlage wurde am 14. Oktober 1978 zum "Historisch-künstlerischen Denkmal" erklärt und ist heute ein gut geschütztes archäologisches Denkmal.

Mehr Infos unter:
Cenobio de Valerón - The Official Gran Canaria Tourist Website
Quelle: Google AI
Doramas & Yaiza