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GeoTour Goslar
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Irgendwas mit Kaiser, Herz und Adler
Willkommen in Goslar am schönen Harzrand. Schön, dass du unsere Geotour besuchst.
(dieser Cache) GTGS: Die Geologie der Kaiserpfalz
EarthCache: Die Kaiserpfalz Goslar – Geologie eines mittelalterlichen Bauwerks
Kurzbeschreibung
Die Kaiserpfalz in Goslar ist eines der bedeutendsten profanen Bauwerke des Mittelalters. Neben ihrer historischen Rolle ist sie auch ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie eng das Bauwesen früherer Jahrhunderte mit der regionalen Geologie verknüpft war.
Dieser EarthCache beschäftigt sich mit den verwendeten Natursteinen, ihren Eigenschaften und ihrer Reaktion auf das raue Klima des Harzes.
Die Beobachtungen erfolgen ausschließlich im Außenbereich der Kaiserpfalz. Das Gelände ist öffentlich zugänglich.
Geologischer Hintergrund
Bauen mit regionalen Rohstoffen
Bis zum Ausbau des Eisenbahnnetzes war die Verwendung von Baumaterialien stark durch deren lokale Verfügbarkeit geprägt. Der finanzielle Aufwand für den Transport überwog häufig den Arbeitsaufwand, weshalb vor allem regionale Natursteine genutzt wurden.
Im Harz ist dieser Zusammenhang besonders gut nachvollziehbar:
- paläozoische Gesteine bilden eine geologisch isolierte „Insel“
- jüngere Gesteine treten nur in schmalen Randzonen auf
- zahlreiche historische Steinbrüche lagen in unmittelbarer Nähe der Städte
Sandsteine als wichtigste Bausteine
An der Kaiserpfalz dominieren Sandsteine, die sich gut bearbeiten lassen und in der Umgebung Goslars in unterschiedlichen Varietäten vorkamen.
Kahlebergsandstein (Devon)
- heller, im verwitterten Zustand oft dunkler fein- bis mittelkörniger Quarzsandstein
- geringe Porosität, starke Zementation
- gut bearbeitbar, dunkle Anlauffarbe, witterungsbeständig
- dünnbankig
—> der Abbau des Kahlebergsandsteins erfolgte im Gebiet zwischen Oker und Zellerfeld
Buntsandstein (Trias)
- roter Sandstein, Verwitterungsfarbe oft rötlich, manchmal gelblich
- hohe Porosität
- oft in der Varietät “Rogenstein” als Treppenstufe verwendet
—> der Abbau erfolgte im Harly (nördlich von Goslar bei Vienenburg)
Hilssandstein (Unterkreide)
- heller, fein- bis mittelkörniger Quarzsandstein
- hohe Porosität, geringe Zementation
- gut bearbeitbar, aber witterungsanfällig
- besonders häufig für Werksteine, Kanten, Fenster- und Türgewände verwendet
—> der Abbau dieser Sandsteine erfolgte im Gebiet zwischen Astfeld und Ostlutter (westlich von Goslar)
Sudmerberger Kalksandstein (Oberkreide)
- grobsandig bis feinkiesig
- warme ockerfarbene Tönung
- oft mit erkennbarer Schrägschichtung
- vergleichsweise gute Beständigkeit im Goslarer Raum
—> Abbau am Sudmerberg (Ortsteil von Goslar, nördlich)
Diese Gesteine lassen sich an der Fassade anhand von Farbe, Körnung und Verwitterungsgrad unterscheiden.
Weitere Gesteine
Neben Sandsteinen wurden im Goslarer Raum auch:
- Schiefer (z. B. für Dächer), Goslarer Dachschiefer, Abbau in der Ratsschiefergrube westlich von Goslar
- Kalksteine z.B. Langenberg bei Oker und Muschelkalkvorkommen (Schaumkalk, nordwestlich von Goslar im Huy)
- magmatische Gesteine (punktuell, z. B. für Sockel oder Pflaster), Granitvorkommen im Okertal
verwendet. An der Kaiserpfalz spielen diese jedoch gegenüber den Sandsteinen eine untergeordnete Rolle.
Einfluss des Harzer Klimas
Das Harzer Klima ist geprägt durch:
- hohe Niederschläge
- lange Winter
- häufige Frost-Tau-Wechsel
Diese Bedingungen führen zu:
- Absandungen
- Schalen- und Kantenabplatzungen
- verstärkter Durchfeuchtung poröser Gesteine
An historischen Bauwerken wie der Kaiserpfalz lassen sich diese Prozesse besonders gut beobachten.
Untersuche die Außenmauern der Kaiserpfalz und achte auf:
- unterschiedliche Farbtöne der Steine
- Unterschiede in der Körnung
- verschiedene Verwitterungsformen (Absanden, Abplatzungen, glatte vs. raue Flächen)
Logging-Aufgaben
Um diesen EarthCache zu loggen, sende mir bitte eine E-Mail oder Message mit den folgenden Antworten:
- Beschreibe zwei unterschiedlich aussehende Bausteine an der Außenfassade (Farbe, Körnung).
- Welcher der beobachteten Steine wirkt stärker verwittert? Beschreibe mindestens ein sichtbares Merkmal.
- Erkläre, warum poröse Sandsteine im Harzer Klima besonders anfällig für Schäden sind.
- Warum wurden dennoch solche Sandsteine als Baumaterial verwendet? Nenne mindestens einen Grund.
- Ein Foto von dir oder deinem GPS an der Kaiserpfalz (ohne Spoiler, Pflicht! Logs ohne Foto werden kommentarlos gelöscht).
Quellen: Alle Fotos stammen vom Verfasser!
Über die GeoTour
Goslar vereint auf besondere Weise Geschichte, Landschaft und Technik. Die historische Altstadt, das Erzbergwerk Rammelsberg und das Oberharzer Wasserregal bilden gemeinsam ein einzigartiges Ensemble, das als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde und bis heute die Entwicklung der Region sichtbar macht.
Diese Geotour ist aus der Geocaching-Community heraus entstanden. Sie wurde von engagierten Cacherinnen und Cachern entworfen, entwickelt und getragen – mit dem Ziel, die Besonderheiten Goslars auf abwechslungsreiche Weise erlebbar zu machen und bekannte wie weniger bekannte Orte miteinander zu verbinden. Und unser Maskottchen Adelhard wird dich dabei begleiten.
Goslar ist immer eine Reise Wert, weil hier Treffen sich mehrere.
Wenn du Lust hast, teile doch deine schönsten Goslar-Momente in den sozialen Medien: #meingoslar #geocachinggoslar
Zusätzliche Informationen zu diesem Cache
🅿️
Um Schwierigkeiten mit Anwohnern, Behörden, Forst usw. aus dem Weg zu gehen, parkt bitte an den angegebenen Parkkoordinaten und lauft zur Dose.
📸
Dies ist ein virtueller Cache/Earth-Cache. Für das Log muss ein Foto gemacht und hochgeladen werden.
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GeoTour Goslar
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Something about Emperor, Heart, and Eagle
Welcome to Goslar at the beautiful edge of the Harz. We’re glad you are visiting our GeoTour.
(this Cache) GTGS: The Geology of the Imperial Palace
EarthCache: The Imperial Palace of Goslar – Geology of a Medieval Building
Short Description
The Imperial Palace in Goslar is one of the most significant secular buildings of the Middle Ages. In addition to its historical role, it is also an impressive example of how closely construction practices of past centuries were linked to regional geology.
This EarthCache focuses on the natural stones used, their properties, and how they react to the harsh climate of the Harz region.
All observations take place outside the Imperial Palace. The grounds are publicly accessible.
Geological Background
Building with regional raw materials
Before the expansion of the railway network, the use of building materials was strongly influenced by their local availability. The financial cost of transportation often exceeded the cost of labor, which is why regional natural stones were predominantly used.
In the Harz region, this relationship is particularly evident:
- Paleozoic rocks form a geologically isolated “island”
- younger rocks appear only in narrow marginal zones
- numerous historical quarries were located close to the cities
Sandstones as the most important building stones
Sandstones dominate the Imperial Palace, as they are easy to work with and occurred in various varieties in the surroundings of Goslar.
Kahleberg Sandstone (Devonian)
- light, often darker when weathered; fine- to medium-grained quartz sandstone
- low porosity, strong cementation
- easy to work, dark patina color, weather-resistant
- thinly bedded
—> Kahleberg sandstone was quarried in the area between Oker and Zellerfeld
Bunter Sandstone (Triassic)
- red sandstone, often reddish in weathered state, sometimes yellowish
- high porosity
- often used in the variety “Rogenstein” for stair steps
—> quarrying took place in the Harly hills (north of Goslar near Vienenburg)
Hils Sandstone (Lower Cretaceous)
- light, fine- to medium-grained quartz sandstone
- high porosity, low cementation
- easy to work, but susceptible to weathering
- commonly used for ashlar, edges, window and door frames
—> these sandstones were quarried in the area between Astfeld and Ostlutter (west of Goslar)
Sudmerberg Calcareous Sandstone (Upper Cretaceous)
- coarse sand to fine gravel
- warm ochre coloration
- often with visible cross-bedding
- comparatively good durability in the Goslar region
—> quarried at Sudmerberg (a district of Goslar, north)
These rocks can be identified on the façade by their color, grain size, and degree of weathering.
Other Rocks
In addition to sandstones, the following rocks were also used in the Goslar region:
- Slate (e.g., for roofs), Goslar roofing slate, quarried in the Ratsschiefergrube west of Goslar
- Limestone, e.g., from Langenberg near Oker, and Muschelkalk deposits (foam limestone, northwest of Goslar in the Huy)
- Magmatic rocks (locally, e.g., for plinths or paving), granite deposits in the Oker Valley
These rocks, however, play a subordinate role at the Imperial Palace compared to sandstone.
Influence of the Harz Climate
The climate of the Harz region is characterized by:
- high precipitation
- long winters
- frequent freeze-thaw cycles
These conditions lead to:
- sand detachment
- peeling and edge spalling
- increased moisture penetration in porous rocks
These processes can be observed particularly well in historical buildings such as the Imperial Palace.
Examine the outer walls of the Imperial Palace and look for:
- different stone colors
- differences in grain size
- various weathering forms (sand detachment, flaking, smooth vs. rough surfaces)
Logging Tasks
To log this EarthCache, please send me an email or message with the following answers:
- Describe two stones on the exterior façade that look different (color, grain size).
- Which of the observed stones appears more weathered? Describe at least one visible feature.
- Explain why porous sandstones are particularly susceptible to damage in the Harz climate.
- Why were such sandstones still used as building materials? Name at least one reason.
- A photo of you or your GPS device at the Imperial Palace (no spoilers, mandatory! Logs without a photo will be deleted without comment).
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About the GeoTour
Goslar uniquely combines history, landscape, and technology. The historic old town, the Rammelsberg ore mine, and the Upper Harz Water Management System together form a unique ensemble, recognized as a UNESCO World Heritage Site, and still reveal the development of the region today.
This GeoTour originated from the geocaching community. It was designed, developed, and supported by dedicated cachers, with the goal of showcasing Goslar’s special features in an engaging way and connecting both well-known and lesser-known locations. And our mascot Adelhard will accompany you along the way.
Goslar is always worth a visit, because it is a place where many paths meet.
If you like, feel free to share your favorite Goslar moments on social media: #meingoslar #geocachinggoslar
Additional Information on this Cache
🅿️
To avoid difficulties with local residents, authorities, forestry, etc., please park at the indicated parking coordinates and walk to the container.
📸
This is a virtual cache/earth cache. For logging, a photo must be taken and uploaded.
Adelhards Freunde – Das Team hinter der GeoTour Goslar sind (in alphabetischer Reihenfolge):
Antonia1710, baumbart2, ccc aR, dedi1510, Dennis994, Desideria09, Eckenraws, Golgafinch, Grüne_Harzhexe, heduck, innina, JFrederik, Khamssin, LosSchilleros, oupio, pargada, per4man, postfranz, rangarius, Röder, schotti1, Sibylle4, SigmaAlphaPi, tassimo
– unterstützt durch das MachMit!Haus Goslar.