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Zahnfabrik Wienand und Söhne Traditional Cache

Hidden : 12/8/2025
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Im Jahr 1907 siedelte sich in Sprendlingen an der Eisenbahnstraße die "Zahnfabrik Wienand und Söhne" an. Voraussetzung für die Ansiedlung war eine gesicherte Versorgung mit Stadtgas und sauberem Wasser, d.h. dem Gas- und Wasserwerk. Heute ist von ihr nichts mehr zu sehen. Das Gelände ist mit Einfamilienhäuser und einem Altenwohnheim bebaut.

Der Zahnarzt Friedrich August Wienand (1850 – 1908) gründete in Pforzheim in der Nagold-Straße im Jahre 1893 ein Unternehmen mit dem Namen „Erste Kontinentale Zahnfabrik“. Offensichtlich wollte er sich damit von den  zur gleichen Zeit gegründeten angloamerikanischen Firmen abheben. Da das Industriegas der Stadt Pforzheim sich als ungeeignet erwies (die Zähne verfärbten sich), entschloss man sich zu einem Umzug in das Frankfurter Umland, zumal in Frankfurt bereits ein Büro eröffnet war. Die Wahl fiel schließlich auf Sprendlingen, weil hier kurz zuvor ein Gaswerk errichtet worden war und weil man sich Einfluss auf die Gasqualität erhoffte. Das neue Werk wurde 1908 in unmittelbarer Nachbarschaft des Gaswerks erbaut. Auch die Qualität des Wassers und dessen gesicherte Verfügbarkeit durch das neue Sprendlinger Wasserwerk in der Eisenbahnstraße 109 waren ein Standortvorteil von Sprendlingen. Die Unternehmensleitung wurde nach dem Tod des Gründers im Jahr 1908 von dessen Söhnen wahrgenommen: Dr. Heinrich August Wienand war der wissenschaftliche und sein Bruder Ludwig Friedrich Wienand (Fritz) der kaufmännische Leiter. 1916 zogen die Wienand-Familien von Pforzheim nach Sprendlingen bzw. Buchschlag. Heinrich August Wienand bezog eine um 1926 erbaute Villa, die 2020 abgerissen wurde. 

1920 wurde der Firmenname erneut geändert in „Zahnfabrik Wienand Söhne und Co. GmbH in Sprendlingen“. Damals hatte die Firma ca. 800 Mitarbeiter. 1928 gab es eine Zweigniederlassung in der Berliner Friedrichstraße. In jener Zeit wurden bis zu 18 Millionen Zähne jährlich hergestellt. Im Jahr 1925 erwarb Dentsply 45% und Amalgamated Dental Co. 15% der Geschäftsanteile der Zahnfabrik Wienand. 1927 kaufte Amalgamated Dental weitere 10% Geschäftsanteile der Zahnfabrik Wienand. Im Jahre 1933 befanden sich insgesamt 88% der Firmenanteile in den Händen von Dentsply und Amalgamated Dental. Die Familie von Friedrich August Wienand hielt noch 12% der Firmenanteile. 1982 wurde die Zahnfabrik Wienand Söhne & Co. in "DeTrey/Dentsply" (wegen des hohen Bekanntheitsgrades von DeTrey in Europa) bzw. 1988 in „Dentsply/DeTrey“ umbenannt. Die Forschung und Produktion von dentaltechnischen Produkten für das Zahnlabor blieb bis zur Produktionsverlagerung bei Dentsply/DeTrey in Dreieich. Ende der 1990er Jahre wurde Dentsply/DeTrey ein Tochterunternehmen der Dentsply in Konstanz. 2001 übernahm Dentsply die Firma Degudent in Hanau und damit das Dentalgeschäft der Degussa (Fertigung und Vertrieb von Produkten für das Zahnlabor). Die verbliebene Belegschaft von Dentsply/DeTrey in Dreieich wurde mit ihren Produkten in diese Tochterfirma integriert. Das Betriebsgelände von ca. 22000 m⊃2; wurde verkauft. Die Bemühungen scheiterten, auf dem Gelände andere Industrieunternehmen  anzusiedeln. 2007 wurden die Gebäude abgerissen und das Gelände mit Einfamilienhäuser und einem Seniorenwohnheim bebaut.

Weitere Informationen und Bilder können hier gefunden werden

https://www.freunde-sprendlingens.de/industrialisierung/zahnfabrik/

Cache:

Heute findet man eigentlich keine Hinweise mehr auf das alte Fabrikgelände. Aber hier hat sich noch ein Bleibsel versteckt, welches in den kalten Monaten besser zu finden ist. Es hat wahrscheinlich mal auf den Eingang von der Oisterwijker Straße kommend hingewiesen. 

 

 

Additional Hints (No hints available.)