Listing aus dem Original GC5372D übernommen.
Heeresmunitionanstalt (Bw) Grasleben
Die Kaligewinnung im Raum Grasleben begann durch die Gewerkschaft Braunschweig-Lüneburg im Jahre 1911 mit der Niederbringung des Schachtes Grasleben, südlich des Ortes. Im Folgejahr begannen die Arbeiten für den Schacht Heidwinkel, rund zwei Kilometer nordöstlich der Ortschaft. Im November 1913 wurde die Gewerkschaft von der Vereinigte Kaliwerke Salzdetfurth AG (SAG) erworben. 1914 folgte die Betriebsaufnahme des Schachtes Heidwinkel. Anfangs wurde hier Kali gefördert, später entdeckte man hochwertige Steinsalzvorkommen, welche ab 1922 ausschließlich abgebaut worden sind. Auch während des II. Weltkrieges hielt die SAG die Steinsalzförderung aufrecht.
Die Wehrmacht beschloß Teile des Schachtes Heidwinkel und des Betriebsgeländes zu übernehmen, um hier die Heeresmunitionsanstalt (Bergwerk) Grasleben einzurichten. Dafür begannen umgehen die Arbeiten für diverse Erweiterungen der Anlage. Von 1937 bis 1939 wurde als Wetterschacht Heidwinkel II abgeteuft, das Turmgerüst stammt aus dem Jahr 1941. Untertage richtete man auf zwei Sohlen insgesamt 72 Kammern zur Einlagerung von Munition ein.
Unmittelbar westlich angrenzend an das ältere Schachtgelände, nunmehr Heidwinkel I genannt, entstand ein etwa 23 ha umfassendes Fertigungsgebiet. Hier wurden sechs große Lagerhäuser errichtet, dazu kamen verschiedene kleinere Munitionsarbeitshäuser. Für die Infrastruktur kamen weitere Betriebsgebäude und ein Gleisanschluß hinzu.
Östlich gelegen errichtete man ein kleine Siedlung, bestehend aus vier Mehrfamilienhäusern. Hier lebten vermutlich die Angestellten der Muna mit ihren Familien.
Rund einen Kilometer westlich abgesetzt ist ein Arbeitslager errichtet worden, das Waldlager Heidwinkel. Hier wurden die für den Bau und den Betrieb der Muna benötigten Arbeitskräfte untergebracht. Darunter, wie in allen vergleichbaren Anlagen üblich, zahlreiche Fremd- und Zwangsarbeiter. Eine Belegung mit durchschnittlich 250 Kräften ist dokumentiert. Darüber hinaus bestand in Grasleben auch ein Außenkommando des KZ Buchenwald, durchschnittlich 500 Gefangene waren dort untergebracht. Diese wurde allerdings hauptsächlich in der Untertageverlagerung "Gazelle" bei Walbeck und Beendorf in Sachsen-Anhalt eingesetzt. Möglicherweise stellte das Kommando aber auch Häftlinge für die Munitionsanstalt Grasleben zur Verfügung.
Im Jahre 1938 nahm die Heeresmunitionsanstalt (Bw) Grasleben den Betrieb auf. Zu ihren Aufgaben gehörte die Befüllung von 5cm Wurfgranaten, sowie 10 und 10,5cm Kartuschen und Granaten. Des Weiteren wurden hier nicht explodierte Werfergranaten wieder aufgearbeitet, soweit möglich. Irreparable Rückläufer und Fehlchargen vernichtete man auf einem eigenen Sprengplatz. Der Fertigungsbetrieb wurde obertägig im F-Gebiet, teilweise aber auch untertägig durchgeführt.
Zum Kriegsende hin ist Schacht Heidwinkel auch für die Einlagerung von Kulturgütern und Dokumenten der Reichsversicherungsanstalt und der Dresdener Bank vorgesehen worden. Dafür sollen bis zu 30.000 m⊃2; bereit gestellt werden. Teile der Bestände des Staatsarchives Bremen sind hier ebenfalls eingelagert worden.
Am 12. April nahmen US-Truppen die Gegend ein und beendeten damit auch für die Muna den II. Weltkrieg.
Quelle: http://relikte.com/grasleben/index.htm
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Zum Cache:
- Dieser befindet sich an einem Privatgelände, also bitte nicht einsteigen, übersteigen oder durchsteigen!
- BETRETEN VERBOTEN!
- Da die Koordinaten sehr schwanken gibt es ein Hint
- Bitte ein Stift mitbringen
- Parkfläche benutzen, nicht auf der Straße halten!
Viel Spaß bei suchen wünscht
CaptainMorganTeam
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Liest man das alte Listing und den Hint richtig, dann ist das hier ein Fake: Dieser liegt etwa 30 m nordwestlicher am alten Haupteingang.

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Im Januar 2026 sah es hier so aus:
