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Die Mauerđź§±des Grauens-Das Geheimnis von Schacht 3 Traditional Cache

Hidden : 1/1/2026
Difficulty:
4.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Die Mauer des Grauens – Das Geheimnis von Schacht 3

Die alte Backsteinmauer stand direkt an der Bruchstrasse, halb verborgen von wildem Efeu und dichten Brombeersträuchern. Wer die Relikte der Zeche Rheinpreußen in Duisburg-Homberg besuchte, bewunderte meist den majestätischen Förderturm von Schacht 1 oder die weite Aussicht von der Halde Rheinpreußen. Doch dieses verwitterte Mauerwerk gehörte zu Schacht 3. Es war ein stummer Zeuge einer längst vergangenen Epoche des Kohlebergwerks. Unter den wenigen Eingeweihten, die von ihrer düsteren Aura wussten, trug sie nur einen Namen: Die Mauer des Grauens.

Für Rolf und Karin war es kein gewöhnlicher Samstag. Sie waren Geocacher aus Leidenschaft. Seit Wochen suchten sie bereits für einen neuen Multi-Cache das passende Gelände. Er sollte einen Bezug zur Bergbaugeschichte, Lost Place Charakter und einem mysteriösen Rätsel haben. Das dem Titel „Das Erbe der Kumpel“ gerecht werden würde. Leider zeigte ihnen ein engagierter Rewiever einen Abstandskonflikt mit einem anderen Cache auf. Ihr Interesse war geweckt. Sie erinnerten sich an einen legendären Cache aus alten Zeiten. Könnte es sich wirklich noch um diesen  Mythos handeln? Es wäre ein Traum, ihn in den eigenen Händen halten zu können. Sie entschieden ihre Ziele zu ändern und machten sich auf die Suche.

Die GPS-Koordinaten auf Rolf’ Smartphone sprangen wild hin und her, je näher sie dem alten Zechengelände kamen. Das dichte Blätterdach blockierte das Signal.
„Laut Listing müssen wir direkt an der Backsteinmauer suchen“, flüsterte Karin, während ihre Schritte auf dem feuchten Weg zu hören waren. „Aber da steht auch eine Warnung des Owners: Sucht nicht nach Einbruch der Dunkelheit. Die Mauer vergisst nichts.“

Rolf lachte kurz auf, doch die Gänsehaut auf seinen Armen war nicht zu übersehen. Sie erreichten die Wand. Die roten Ziegelsteine waren von Ruß geschwärzt und bröckelten an den Kanten. Ein spürbar kalter Luftzug schien direkt aus den Zwischenräumen des Mauerwerks zu dringen, obwohl es ein warmer Sommertag im Juli war.

„Hier ist das erste Rätsel“, sagte Karin und deutete auf eine fast verwitterte Jahreszahl, die tief in einen der Steine geritzt war: 1876 – das Jahr, in dem hier die Kohle-Förderung begann.

Rolf zog seine UV-Taschenlampe aus dem Rucksack und kniff die Augen zusammen. Er leuchtete die dunklen Backsteine ab. Plötzlich passierte es. Im fahlen, violetten Licht der Lampe leuchteten an der Wand hastig geschriebene Worte auf. Es war kein modernes Graffiti. Es sah aus wie die Handschrift von jemandem, der in Panik gehandelt hatte.

„Es schläft nicht im Schacht. Es wartet in der Wand.“

Gleichzeitig vibrierte Rolf' Smartphone. Eine neue Nachricht im Geocaching-Message-Center ploppte auf, abgeschickt von einem anonymen Profil vor nur wenigen Minuten: „Ihr habt die Mauer des Grauens geweckt. Findet den richtigen Stein, um das Geheimnis zu lüften bevor die Schicht endet.“

Ein plötzliches, metallisches Schlagen widerhallte in ihrem direkten Umfeld – genau wie das Signal, das die Bergleute damals nutzten, um die Seilfahrt anzukündigen. Doch Schacht 3 war seit Jahrzehnten stillgelegt und verfüllt. Das Geräusch kam aber direkt aus der massiven Backsteinmauer.

Rolf schluckte trocken. „Karin, guck mal hier unten.“ Er zeigte auf den Boden direkt am Fundament. Ein einzelner Backstein war locker. 

Mit zitternden Fingern bewegte Karin vorsichtig diesen Stein, ein leises Klack war zu hören. Der falsche Backstein ließ sich herausziehen. Dahinter kam eine kleine, rostige Metalldose zum Vorschein: War das Finale endlich zum greifen nah?

Als Rolf den Deckel öffnete, lag darin nicht nur das Logbuch. Ganz unten in der Dose lag eine alte, zerbeulte Erkennungsmarke eines Bergmanns aus dem 19. Jahrhundert und ein vergilbtes Stück Papier. Karin entfaltete es vorsichtig und las die handgeschriebenen Zeilen vor:

„Glückauf, Finder. Wer diese Mauer des Grauens erreicht, hat das Geheimnis gelüftet. Diese Wand wurde aus den Steinen des alten Wetterschachts erbaut. Sie schloss ein Unglück ein, das niemals ans Tageslicht durfte. Wir haben die Geister der Tiefe eingemauert. Lass uns ruhen und trag dich ein.“

In dem Moment verstummte das metallische Schlagen in ihren Ohren. Die Kälte wich den Sonnenstrahlen, die sich nun einen Weg durch die Bäume bahnten. Rolf und Karin trugen hastig ihre Cachernamen in das Logbuch ein, schoben die Dose zurück in ihr Versteck und sicherten den Stein.

Als sie den Weg zurĂĽck ĂĽber die Bruchstrasse gingen, blickte sich Karin noch einmal um. Die Mauer des Grauens wirkte im hellen Tageslicht wie eine ganz normale, alte Zechenmauer. Doch sie wussten nun, welches dunkle Geheimnis die Zeche RheinpreuĂźen hier tief in ihren Steinen bewahrte.


Die UV Lampe und die Jahreszahl 1876 ist ein Teil der Geschichte, zum finden des Cache aber nicht notwendig. 

 

 

 

 

 

 

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