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Farben der Vergangenheit EarthCache

Hidden : 01/07/2026
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Lage und Bedeutung des geologischen Fensters

Das geologische Fenster in Sulzbürg (Geotop-Nummer 373R019) bietet einen faszinierenden Blick auf farbenfrohe Schichten aus Eisensandstein und Ornatenton. Der Hanganriss mit einer Gesamthöhe von 5-6 m ist sehr gut erhalten und wird als geologisch wertvoll eingestuft (Quelle: UmweltAtlas Bayern). Er befindet direkt rechts an der Straße, die hinauf zur Schlosskirche St. Michael führt. Er ist rund um die Uhr frei zugänglich. 

Das Besteigen des Hanganrisses ist verboten, da es sich hier um ein Landschaftsschutzgebiet handelt.

 

Entstehung und zeitliche Einordnung

Die Fränkische Alb ist eine Schichtstufenlandschaft und entstand in den Zeitabschnitten Keuper (vor ca. 235-199 Mio. Jahren) und Lias (vor ca. 200-175 Mio. Jahren). Da zu dieser Zeit ein großer Teil Süddeutschlands von einem flachen, warmen Meer bedeckt war, ist diese Schichtstufenlandschaft gekennzeichnet durch fast parallel übereinander liegende Gesteinsschichten, die durch Ablagerung von Sedimenten und zahlreichen Organismen entstanden sind. Die Sedimente bildeten im Laufe von Jahrmillionen unterschiedlich harte Gesteinsschichten mit einer großartigen Formen- und Farbenvielfalt. Plattentektonische Prozesse führten zu einer starken Anhebung und stellenweise Verkippung der Gesteinsschichten. Starke Verwitterung und Erosion durch Frost, Wasser und Wind führten zur Abtragung weicherer Schichten, so dass die härteren Schichten heute noch erhalten und wie hier in Form geologischer Fenster sichtbar sind. (Quellen: Umweltatlas Bayern, LGRBwissen, Mineralienatlas, Wikipedia).

 

Beschreibung der sichtbaren Gesteinsschichten

  • Eisensandstein (untere, rötlich-braune Schicht)

Die Schichten aus Eisensandstein entstanden vor etwa 175 Mio. Jahren. Sie bestehen aus körnigem Sand, der durch Flüsse oder von Küsten ins flache Meer transportiert wurde und sich dort ablagerte und verfestigte. Die charakteristisch rötlich-braune Färbung des Eisensandsteins entstand durch Oxidation der im Sediment enthaltenen Eisenminerale und ist vor Ort als Hämatit- und Limonitgestein erkennbar. In den sandigen Schichten lagerten sich zudem oft hartschalige Tiere und Bruchstücke von Pflanzen ab. Typisch hierfür sind Muscheln, Schnecken, Ammoniten, Korallenreste und Holzstücke. Eisensandsteine sind trotz Porosität und der Fähigkeit zur Wasseraufnahme relativ witterungsbeständig. Sie wurden in der Vergangenheit u.a. bei der Errichtung historischer Bauwerke wie dem mehr als 700 Jahre alten Hauptturm des Ulmer Münsters verwendet.

 

  • Ornatenton (obere, gelblich-gaue Schicht)

Die über den Eisensandsteinschichten liegenden gelblich-grauen Ornatentonschichten weisen eine feinkörnig-glatte Struktur auf. Sie entstanden aus feinsten Tonpartikeln, die sehr langsam im Meer zu Boden sanken und oft mit organischem Material von Ammoniten, Belemniten, Muscheln und Seelilien angereichert waren. Ornatentone wurden früher aufgrund ihrer Brennbarkeit häufig für die Herstellung von Ziegeln verwendet.

 

Aufgaben

Um diesen EarthCache als Fund loggen zu können, beantworte bitte nachfolgende Fragen anhand des Listings und Deiner Erkenntnisse vor Ort. Sende bitte im Anschluss Deine Antworten als Nachricht oder per Mail an mich. Danach kannst Du den Fund sofort online loggen. Füge Deinem Log bitte ein Foto von Dir oder einem persönlichen Gegenstand vor dem geologischen Fenster hinzu. Egal ob Deine Antworten richtig oder falsch sein sollten, ich melde mich auf jeden Fall mit einer Antwort bei Dir. Logs ohne zeitnahe Zusendung der Antworten und Logs ohne Foto werden kommentarlos gelöscht.

  1. Betrachte und befühle die beiden Gesteinsschichten. Kannst Du Unterschiede in der Härte, Abriebfestigkeit und Porosität zwischen der oberen Ornatentonschicht und der unteren Eisensandsteinschicht feststellen? Beschreibe Deine Erkenntnisse mit eigenen Worten.
     
  2. Welches chemische Element verleiht der Sandsteinschicht seine prägnante, rötlich-braune Färbung?
     
  3. Die obere Ornatentonschicht weist an mehreren Stellen (z.B. rechts oben, s. Foto) zahlreiche kleine, natürlich entstandene Löcher mit einem geschätzten Durchmesser von 5-10 mm auf. Wie könnten diese Löcher entstanden sein?

Additional Hints (No hints available.)