Willkommen in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands und Heimat dessen, was als ältester Weinkeller Deutschlands gilt.


Die Ursprünge dieses außergewöhnlichen Weinkellers reichen bis in die römische Zeit zurück. Bereits vor rund 2.000 Jahren erkannten die Römer die idealen klimatischen und geologischen Bedingungen der Moselregion für den Weinbau. Die Stadt Trier – damals Augusta Treverorum – entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Städte nördlich der Alpen und zu einem wichtigen Verwaltungs- und Handelszentrum des Römischen Reiches. Wein spielte dabei eine zentrale Rolle, sowohl im Handel als auch im täglichen Leben.
Der älteste Teil des heutigen Kellers entstand um das Jahr 330 n. Chr., als am Moselufer zwei große römische Lagerhallen, sogenannte Horrea, errichtet wurden. Diese beeindruckenden Speicherbauten waren jeweils etwa 70 Meter lang und 20 Meter breit und dienten ursprünglich als Magazin für Waren, die über den römischen Hafen von Trier gehandelt wurden. Teile der bis zu acht Meter hohen römischen Mauern sind bis heute erhalten und bilden das Fundament des heutigen Weinkellers.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Ort immer wieder umgebaut und neu genutzt. Im 7. Jahrhundert integrierte man die römischen Mauern in die Anlage des Klosters Stift St. Irminen an Oeren. Dabei entstand ein Kreuzgang mit monumentalen Kreuzgewölben, der bis heute erhalten ist und dem Keller seine charakteristische Architektur verleiht. So verbindet der Raum auf einzigartige Weise römische Ingenieurskunst mit mittelalterlicher Baukunst.
Über viele Jahrhunderte hinweg nutzten Klöster, kirchliche Einrichtungen und später bürgerliche Weingüter die tiefen Gewölbe zur Lagerung ihrer Weine. Die konstant kühlen Temperaturen und die natürliche Luftfeuchtigkeit boten ideale Bedingungen für die Reifung der Moselweine – lange bevor es moderne Kühltechnik gab.
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts ist der Keller eng mit der Geschichte der Vereinigten Hospitien Trier verbunden. Die Stiftung entstand 1804/1805 durch ein Dekret Napoleons, der mehrere kirchliche Hospitäler und soziale Einrichtungen der Stadt unter einer gemeinsamen Verwaltung zusammenführte. Neben ihren sozialen Aufgaben entwickelte sich auch ein eigenes Stiftungsweingut, dessen Erlöse bis heute die gemeinnützige Arbeit unterstützen.

Das Stiftungsweingut der Vereinigten Hospitien bewirtschaftet Weinberge an Mosel und Saar, darunter auch renommierte Lagen. Im historischen Keller werden die Weine ausgebaut und gelagert. Heute gilt der Keller als ältester noch genutzter Weinkeller Deutschlands und wurde 2010 vom Deutschen Weininstitut als „Höhepunkt der Weinkultur“ ausgezeichnet.
Die massiven Mauern, römischen Ziegelböden und mittelalterlichen Gewölbe erzählen von über anderthalb Jahrtausenden Bau- und Weingeschichte. Sie machen diesen Ort zu einem eindrucksvollen Zeugnis der langen Weintradition an Mosel und Saar. Einer Tradition, die von den Römern begann, von Klöstern bewahrt wurde und bis heute lebendig geblieben ist.
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The origins of this extraordinary wine cellar date back to Roman times. As early as around 2,000 years ago, the Romans recognized the ideal climatic and geological conditions of the Moselle region for viticulture. The city of Trier—then known as Augusta Treverorum—developed into one of the most important cities north of the Alps and a key administrative and commercial center of the Roman Empire. Wine played a central role, both in trade and in everyday life.

The oldest part of today’s cellar was created around 330 AD, when two large Roman warehouses, known as horrea, were built on the banks of the Moselle. These impressive storage buildings were each about 70 meters long and 20 meters wide and originally served as depots for goods traded via the Roman port of Trier. Parts of the Roman walls, up to eight meters high, have been preserved to this day and form the foundation of the current wine cellar.
Over the centuries, the site was repeatedly rebuilt and repurposed. In the 7th century, the Roman walls were incorporated into the complex of the St. Irminen monastery at Oeren. A cloister with monumental cross vaults was created, which still exists today and gives the cellar its distinctive architecture. In this way, the space uniquely combines Roman engineering with medieval construction.
For many centuries, monasteries, ecclesiastical institutions, and later private wineries used the deep vaults to store their wines. The consistently cool temperatures and natural humidity provided ideal conditions for the aging of Moselle wines—long before modern refrigeration technology existed.
Since the early 19th century, the cellar has been closely linked to the history of the Vereinigte Hospitien Trier foundation. The foundation was established in 1804/1805 by a decree of Napoleon, who consolidated several church hospitals and social institutions of the city under a single administration. Alongside its social mission, the foundation also developed its own winery, whose revenues continue to support charitable work to this day.
The winery of the Vereinigte Hospitien cultivates vineyards along the Moselle and Saar rivers, including renowned sites. The wines are produced and stored in the historic cellar. Today, the cellar is considered the oldest continuously used wine cellar in Germany and was awarded “Highlight of Wine Culture” by the German Wine Institute in 2010.
The massive walls, Roman brick floors, and medieval vaults tell a story spanning over one and a half millennia of architectural and winemaking history. They make this place an impressive testament to the long wine tradition along the Moselle and Saar. A tradition that began with the Romans, was preserved by monasteries, and remains alive to this day.