Der Winterblues 1
Der Winterblues ist ein vorübergehendes Stimmungstief in der dunklen Jahreszeit, verursacht durch Lichtmangel, erhöhte Melatoninproduktion (Schlafhormon) und Serotoninmangel (Glückshormon). Symptome sind Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Heißhunger. Helfen können Tageslicht, Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, soziale Kontakte und bei Bedarf Lichttherapie
Da sich die Symptome des Winterblues und der Winterdepression ähneln, können drei Unterschiede bei der Diagnose helfen. Während wir jahreszeitlich bedingt beim Winterblues eher ein erhöhtes Schlafbedürfnis und einen gesteigerten Hunger auf Kohlenhydrate und Süßes haben und dadurch eher an Gewicht zunehmen, sind die Symptome einer saisonal abhängigen Depression mit Schlafstörungen, Gewichtsabnahme und verringertem Hungergefühl eher der Depression zuzuordnen. Geht der natürliche Winterblues in eine wirkliche Winterdepression über, sollte man sich Hilfe suchen. Ob beim Partner/der Partnerin, Freundinnen/Freunden, Kolleginnen/Kollegen oder wenn nichts hilft, Therapeutinnen/Therapeuten und Ärztinnen/Ärzte. Wird eine Winterdepression rechtzeitig behandelt, ist die Heilungschance sehr hoch und die Menschen erleben eine gesteigerte Lebensqualität.