Skip to content

Heini Holtenbeen • und der Bremer Schnoor Virtual Cache

Hidden : 2/3/2026
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   virtual (virtual)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Herzlich Willkommen im Bremer Schnoorviertel

 

🇩🇪  Der Schnoor – auch liebevoll bekannt als das Schnoorviertel – ist Bremens Antwort auf die Frage: Wie viele Häuser passen eigentlich auf eine Schnur? Der Name kommt passenderweise vom niederdeutschen „Schnoor“ (= Schnur), was sehr treffend ist, denn die Häuser stehen dort so dicht beieinander, dass sie sich vermutlich gegenseitig morgens „Moin“ sagen.

Dieses Gängeviertel ist uralt – richtig alt. Manche Häuser stammen aus dem frühen 15. Jahrhundert, also aus einer Zeit, als WLAN noch Hexenwerk gewesen wäre. 

Zum Glück hat der Schnoor den Zweiten Weltkrieg und spätere Abrisspläne überlebt. In den 1950er Jahren dachte man kurz darüber nach, alles plattzumachen – vermutlich um Parkplätze zu bauen –, entschied sich dann aber doch für die bessere Idee: behalten! Heute ist das Viertel eine der größten Touristenattraktionen Bremens, inklusive Kopfsteinpflaster, Souvenirläden und Menschen, die ständig im Weg stehen bleiben, um Fotos zu machen.

Seinen Namen verdankt der Schnoor übrigens dem alten Schiffshandwerk. Hier wurden früher Seile und Taue hergestellt, ein paar Gassen weiter Draht und Ankerketten. Daher heißt die Straße dort „Lange Wieren“ – was nichts mit langweilig zu tun hat, sondern einfach „Draht“ bedeutet. Enttäuschend, aber wahr.

Und falls das alles zu technisch klingt, gibt es noch eine viel schönere Erklärung: Die Häuser stehen einfach so eng aneinander wie Perlen auf einer Schnur. Nur dass diese Perlen schief sind, knarzen und manchmal Kaffee verkaufen.

 

🇬🇧🇺🇸🇦🇺  The Schnoor – also affectionately known as the Schnoor Quarter – is Bremen's answer to the question: How many houses can fit on a string? Fittingly, the name comes from the Low German word "Schnoor" (meaning string or cord), which is quite apt, as the houses stand so close together that they probably greet each other with "Moin" (a common greeting in Northern Germany) in the morning.

This alleyway district is ancient – ​​truly ancient. Some houses date back to the early 15th century, a time when Wi-Fi would have been considered witchcraft.

Fortunately, the Schnoor survived World War II and subsequent demolition plans. In the 1950s, there was brief talk of razing everything – presumably to build parking lots – but then the better idea was chosen: preserve it! Today, the quarter is one of Bremen's biggest tourist attractions, complete with cobblestones, souvenir shops, and people constantly stopping to take photos.

The Schnoor owes its name, by the way, to the old shipbuilding trade. Ropes and cables used to be made here, and a few streets away, wire and anchor chains. That's why the street there is called "Lange Wieren"—which has nothing to do with being boring, but simply means "wire." Disappointing, but true.

And if all that sounds too technical, there's a much nicer explanation: The houses are simply packed together like pearls on a string. Except these pearls are crooked, creak, and sometimes sell coffee.

 

...und jetzt was zu mir, Heini Holtenbeen:

  

🇩🇪  

Ich heiße Jürgen Heinrich Keberle – manche schreiben mich auch Käberlé, warum auch immer, ich hör auf beides. Geboren wurde ich als Sohn eines Schuhmachers aus Böhmen. Wir wohnten in Bremen, erst Auf der Tiefer 20, später fein geschniegelt in der Klosterstraße 13. 1864 war dann kein gutes Jahr: Mein Vater starb, und meine Mutter beschloss, sich elegant ins Ilsabeenstift einzukaufen. Dort hielt sie es bis 1877 aus – dann war auch sie weg. Zack, plötzlich war ich mehr oder weniger auf mich allein gestellt.

Also machte ich, was man damals so machte: Ich lernte ein Handwerk, nämlich bei einem Tabakküpermeister. Klingt solide, oder? Leider hatte ich während der Lehrzeit eine eher… sagen wir… luftige Begegnung mit einer Dachluke. Ich fiel durch, mein Kopf bekam was ab, und mein Bein machte seitdem auf Dauerpause. Ergebnis: ein leichter Hirnschaden und ein lahmes Bein. Die Leute nannten mich später Heini Holtenbeen – plattdeutsch für „Heini Holzbein“. Nur zur Klarstellung: Ich hatte gar kein Holzbein. Aber erklär das mal den Leuten.

Danach zog ich als Dienstmann durch Bremen, mit Handwagen, offenen Augen und offenen Händen für Gelegenheitsarbeiten. Reich wurde ich nicht, aber ich lebte. Meistens sehr bescheiden. Ein paar Jahre hauste ich im Schnoor, mal hier, mal da, immer mit meinem abgewetzten Mantel, der zerbeulten Melone auf dem Kopf und dem Stock in der Hand. Sah wohl aus wie ein wandelndes Missverständnis, aber ich war halt ich.

Zum Glück bekam ich in der Küche des Künstlervereins Bremen regelmäßig was zu essen – große Kunst braucht offenbar hungrige Gestalten wie mich. Berühmt wurde ich später aber für meinen täglichen Rundgang vor der Börse am Marktplatz. Punktgenau zur Mittagszeit grüßte ich die Kaufleute höflich und nahm ihnen ihre angerauchten Zigarren ab – Rauchen war dort nämlich verboten. Ordnung muss sein. 🚭
Wenn ich nach Geld fragte, dann immer nur als Darlehen. Ich sagte stets, ich würde es eines Tages zurückzahlen. Wann genau? Nun ja… Details.

Mit der Zeit kannten mich alle. Mein wunderliches Auftreten, meine schlagfertigen plattdeutschen Sprüche – ich war ein echtes Bremer Original. 1899 schickte man mich ins Armenhaus, und ab 1900 wohnte ich im Stephaniquartier, Vor dem Stephanitor 11, ganz oben, in einer gemütlichen Dachkammer. Dachluken mied ich inzwischen.

Ein Junge namens Gottlieb Sandersfeldt beobachtete mich damals oft. Später schrieb er über mich, ich sei nicht böswillig gewesen. Stimmt. Ich redete halt viel mit mir selbst und erzählte ständig etwas über tausend Särge und eine Leiche – jeder braucht ein Hobby. Wenn man mich auslachte, konnte ich schon grantig werden, besonders mit Alkohol im Blut. Aber ich hatte auch meine weichen Seiten:
Im Frühling brachten mir die Kinder Blumensträuße aus Wiesenschaumkraut und Spiegelblumen. Dann lachte ich, freute mich wie ein Schneekönig – und gab ihnen zwei Pfennige. Geschäftssinn hatte ich schließlich auch.

So war ich. Heini Holtenbeen. Kein Holzbein, aber genug Geschichten für ein ganzes Leben. 😊

 

...and now something about me, Heini Holtenbeen:

🇬🇧🇺🇸🇦🇺  

My name is Jürgen Heinrich Keberle – some people also spell it Käberlé, for whatever reason, I answer to both. I was born the son of a shoemaker from Bohemia. We lived in Bremen, first at Auf der Tiefer 20, later in a more elegant setting at Klosterstraße 13. 1864 wasn't a good year: My father died, and my mother decided to buy her way into the Ilsabeenstift, a charitable institution. She stayed there until 1877 – then she was gone too. Suddenly, I was more or less on my own.

So I did what people did back then: I learned a trade, namely from a master tobacco cooper. Sounds respectable, right? Unfortunately, during my apprenticeship, I had a rather… let's say… airy encounter with a skylight. I fell through, my head took a hit, and my leg has been on permanent leave ever since. The result: a mild brain damage and a lame leg. People later called me Heini Holtenbeen – Low German for "Heini Wooden Leg." Just to be clear: I didn't actually have a wooden leg. But try explaining that to people.

After that, I wandered around Bremen as a porter, pulling a handcart, keeping my eyes and hands open for odd jobs. I didn't get rich, but I lived. Mostly very modestly. For a few years, I lived in the Schnoor district, here and there, always with my worn-out coat, battered bowler hat on my head, and a walking stick in my hand. I probably looked like a walking misunderstanding, but that's just who I was.

Luckily, I regularly got something to eat in the kitchen of the Bremen Artists' Association – apparently, great art needs hungry characters like me. But I later became famous for my daily rounds in front of the stock exchange on the market square. Precisely at lunchtime, I would politely greet the merchants and take their half-smoked cigars – smoking was forbidden there. Order must prevail. 🚭
Whenever I asked for money, it was always as a loan. I always said I'd pay it back one day. When exactly? Well… details.

Over time, everyone knew me. My eccentric manner, my quick-witted Low German sayings—I was a true Bremen original. In 1899, I was sent to the poorhouse, and from 1900 onward, I lived in the Stephaniquartier, at Vor dem Stephanitor 11, right at the top, in a cozy attic room. By then, I avoided skylights.

A boy named Gottlieb Sandersfeldt often observed me back then. Later, he wrote about me that I wasn't malicious. True. I just talked to myself a lot and was always rambling on about a thousand coffins and a corpse—everyone needs a hobby. If people laughed at me, I could get quite grumpy, especially with alcohol in my system. But I also had my softer side:

In spring, the children would bring me bouquets of meadowsweet and mirror flowers. Then I laughed, was as happy as a clam – and gave them two pfennigs. I had a knack for business, after all.

That was me. Heini Holtenbeen. No wooden leg, but enough stories for a lifetime. 😊

 

🇩🇪  Um diesen Virtual Cache zu loggen, müssen nun folgende Aufgaben erfüllt werden:

1. Mach an der Listingkoordinate ein Foto von dir mit einem Zettel in der Hand, auf dem dein Cachername und das Logdatum stehen – mit Blick die Gasse 'Schnoor' entlang. Stell dich dafür auf den Gully mit dem Bremer-Schlüssel-Symbol ( siehe Beispiel weiter unten ). Wenn du dein Gesicht nicht zeigen möchtest, reicht auch ein Foto von deinem ausgestreckten Arm mit dem Zettel in der Hand, ebenfalls in diese Richtung.

2. Begebe dich zum Referenzpunkt 'Statue Heini Holtenbeen' und merke oder notiere dir, was auf der Schnalle auf der Rückseite des Mantels der Statue zu lesen ist. ( Wort mit 7 Buchstaben = A / Zahl = B ) Ein Photo von Dir mit Heini im Log wäre sehr schön, ist aber keine Logbedingung :)

3. Begebe dich zum Referenzpunkt 'Infotafel Das Schnoorviertel' und addiere alle Zahlen (die aus Ziffern bestehenden) auf dem Schild ( dt. + engl. ) ( Zahl = C )

4. Setze die Werte für A,B und C in folgende email Adresse ein, und versende sie an: ABC@gmail.com  Nenne im Betreff bitte deinen Cachername unter dem du loggen wirst. Sind die Antworten richtig, dann bekommst du eine Bestätigungsmail und kannst zusammen mit deinem Foto loggen.

5. Und jetzt noch ein optionaler Wunsch, der auch keine Logbedingung ist:  Damit das Listing-Logbuch ein wenig Postkartenflair bekommt, beginnt euren Log bitte mit den Worten: Viele Grüße aus... und ergänzt den Text mit eurem Heimatort und Land.

Ich hoffe dir haben der Virtual und das Schnoorviertel gefallen. Vielen Dank für den Besuch und weiterhin viele schöne Eindrücke wünscht MisterPitti

 

🇬🇧🇺🇸🇦🇺  To log this virtual cache, the following tasks must be completed:

1. Take a photo of yourself at the listed coordinates holding a piece of paper with your geocaching name and the log date written on it – with a view along the 'Schnoor' alley. Stand on the drain with the Bremen key symbol (see example below). If you don't want to show your face, a photo of your outstretched arm holding the paper, also facing in this direction, will suffice.

2. Go to the reference point 'Statue Heini Holtenbeen' and note down what is written on the buckle on the back of the statue's coat. (Word with 7 letters = A / Number = B) A photo of you with Heini in the log would be very nice, but it's not a logging requirement :)

3. Go to the reference point 'Information board Das Schnoorviertel' and add up all the numbers on the sign (German + English) (Number = C)

4. Enter the values ​​for A, B, and C into the following email address and send it to: ABC@gmail.com  Please include your geocaching username in the subject line. If the answers are correct, you will receive a confirmation email and can log your find along with your photo.

5. And now an optional request, which is also not a logging requirement: To give your logbook a bit of a postcard feel, please start your log with the words: Greetings from... and add your hometown and country.

I hope you enjoyed the Virtual Cache and the Schnoor district. Thank you for your visit and I wish you many more wonderful imressions. Best regards, MisterPitti

 

 

 

 


Virtual Rewards 5.0 - 2026-2027

This Virtual Cache is part of a limited release of Virtuals created between February 3, 2026 and February 3, 2027. Only 4,000 cache owners were given the opportunity to hide a Virtual Cache. Learn more about Virtual Rewards 5.0 on the Geocaching Blog.

Additional Hints (No hints available.)