Besuche beim Geolehrpfad Bad Vöslau – ein erdgeschichtlicher Themenweg – die Station 11 „Die Marschgrube – zerbröselter Fels und pulverisiertes Gestein“ und beantworte die Fragen.
Der Themenweg erschließt einen Teil des Harzbergs und erläutert bei insgesamt 17 Stationen viele erdgeschichtliche Besonderheiten. Die Route verläuft entlang eines gut beschilderten und leicht begehbaren Weges, mit Startpunkt am Ende der Lange Gasse. Sie führt über die Helenenhöhe, über den großen Steinbruch zur Jubiläumswarte. Die Gesamtlänge beträgt etwa 4,5 km, die max. Höhendifferenz liegt bei ca. 140 m. Die Gehzeit bei ca. 3 Stunden.

Bad Vöslau liegt am Westrand des Wiener Beckens, an der sogenannten Thermenlinie. Der Harzberg besteht aus Steinalmkalk, Wettersteinkalk und Wettersteindolomit. Wobei der Wettersteindolomit auch tief im Untergrund vorhanden ist.
Dolomitgesteine entstehen entweder durch die primäre Ausfällung von Dolomit oder durch die sekundäre Dolomitisierung von Kalkschlamm.
Hier entstand der Dolomit vor ca. 230-240 Mill. Jahren aus einem Kalkschlamm, der sich in geschützten Flachwasserbereichen abgelagert hat. Das feinkörnige Gefüge (die zuckerförmige Struktur) des Wettersteindolomits beruht auf dem kristallinen Aufbau aus feinen Kriställchen von Dolomit. Im Sonnenlicht glitzern die Spaltflächen sichtbar. Diese feine Kristallinität ist einer Umkristallisation während oder kurz nach der Sedimentation zuzuschreiben.
In früheren Zeiten gab es neben dem „Wilden Ofen“ und dem „Großen Steinbruch“ eine Vielzahl von Abbaustätten. Durch den Gesteinsabbau in der Marschgrube wurde eine so genannte „Schmierzone“ in der Gainfarner Brekzie freigelegt. Da hier zertrümmerter Wettersteindolomit an Gainfarner Brekzie grenzt, die ihrerseits aus Bruchstücken von Wettersteindolomit gebildet wurde, sind beide kaum zu unterscheiden.
Durch den Reibungsdruck wurde in der Schmierzone das Gestein bis in die kleinsten Partikel zerlegt. Dadurch hat es das Aussehen von Lehm erhalten der die Bewegungsbahn durch seine grünliche bis bräunliche Farbe nachzeichnet.

Im Gegensatz zu den glatten Bruchstrukturen im großen Steinbruch ist die Störungszone in der Marschgrube völlig anders ausgebildet. Denn der hier anstehende Wettersteindolomit neigt bei einer mechanischen Beanspruchung nicht zu einem glatten Bruch zw. zu sprödem Zerbrechen, sondern wird völlig zerrieben.
Zusätzlich verwittert der Wettersteindolomit überwiegend durch eine Kombination aus physikalischer Frostsprengung und chemischer Lösung (Karstifizierung). Aufgrund der spröden Struktur des feinkörnigen Gefüges und hoher Porosität zerfällt das Gestein besonders in Wechselfrösten und feuchtem Klima zu feinkörnigem Dolomitsand und bildet die charakteristischen zuckerkörnigen Sande.
Früher wurde das sandige Material vor allem als Reibsand verwendet. Später nahm man diesen Gainfarner Dolomitsand auch als Streu- und Bremssand für die Wiener Straßenbahnlinien.
Begebe dich zu den Headerkoordinaten – Station 11 - und beantworte die Fragen:
- Wie wurde der hier vorkommende Wettersteindolomit gebildet?
- Wozu neigt der hier anstehende Wettersteindolomit bei einer mechanischen Beanspruchung?
- Wofür wurde das sandige Material verwendet?
- Beschreibe den Wettersteindolomit und die Schmierzone, die du vor Ort siehst!
Ein Foto ist Ehrensache - lade es mit deinem Log hoch! 
Sende die Antworten auf die Fragen an mich (GC-Account). Du brauchst nicht auf eine Logfreigabe zu warten, ich melde mich, wenn etwas nicht stimmt. Logs mit Hinweisen zu den gestellten Fragen werden gelöscht.
Ein besonderes DANKE an den EC-Reviewer - GeoawareDE10 für die Unterstützung bei der Erstellung des Listings!
Information von den Infotafeln vor Ort und Fotos selbst angefertigt.

English
Visit Station 11, "The Marsh Pit – Crumbling Rock and Powdered Stone," on the Bad Vöslau Geological Trail – a themed trail focusing on geological history – and answer the questions.
The themed trail explores a section of the Harzberg mountain and explains many geological features at a total of 17 stations. The route follows a well-marked and easily walkable path, starting at the end of Lange Gasse. It leads via Helenenhöhe, past the large quarry, to the Jubiläumswarte (Jubilee Lookout Tower). The total length is approximately 4.5 km, with a maximum elevation gain of about 140 m. The walking time is approximately 3 hours.

Bad Vöslau lies on the western edge of the Vienna Basin, along the so-called thermal line. The Harzberg mountain consists of Steinalm limestone, Wetterstein limestone, and Wetterstein dolomite. The Wetterstein dolomite is also present deep underground.
Dolomite rocks are formed either by the primary precipitation of dolomite or by the secondary dolomitization of calcareous mud.
Here, the dolomite originated approximately 230–240 million years ago from calcareous mud that was deposited in sheltered shallow water areas. The fine-grained texture (the sugar-like structure) of the Wetterstein dolomite is due to its crystalline structure of tiny dolomite crystals. In sunlight, the cleavage surfaces visibly glitter. This fine crystallinity is attributable to recrystallization during or shortly after sedimentation.
In earlier times, besides the "Wild Oven" and the "Great Quarry," there were numerous quarrying sites. The quarrying in the marsh pit exposed a so-called "lubrication zone" in the Gainfarn breccia. Because here, shattered Wetterstein dolomite borders on Gainfarn breccia, which itself is formed from fragments of Wetterstein dolomite, the two are almost indistinguishable.
The frictional pressure in the lubrication zone broke the rock down to the smallest particles. This gave it the appearance of clay, which traces the path of movement with its greenish to brownish color.
In contrast to the smooth fracture patterns in the large quarry, the fault zone in the marsh pit is completely different. The Wetterstein dolomite found here does not tend to fracture cleanly or break brittlely under mechanical stress, but rather is completely ground down.
In addition, the Wetterstein dolomite weathers primarily through a combination of physical frost shattering and chemical dissolution (karstification). Due to the brittle structure of its fine-grained texture and high porosity, the rock disintegrates, particularly in alternating frosts and humid climates, into fine-grained dolomite sand, forming the characteristic sugar-like sands.
Previously, this sandy material was mainly used as grinding sand. Later, this Gainfarn dolomite sand was also used as grit and brake sand for the Vienna tram lines.
Go to the header coordinates – Station 11 – and answer the questions:
1. How was the Wetterstein Dolomite found here formed?
2. What are the tendencies of the Wetterstein Dolomite found here when subjected to mechanical stress?
3. What was the sandy material used for?
4. Describe the Wetterstein dolomite and the smear zone you see on site!
A photo is a must – upload it with your log!

Send your answers to the questions to me (GC account). You don't need to wait for log approval; I'll contact you if there are any problems. Logs containing hints about the questions will be deleted.
A special THANK YOU to the EC reviewer – GeoawareDE10 – for his help in creating this listing!
Information from the information panels on site and photos taken by myself.