Der Wind kam in langen, heulenden Böen über die zugefrorene Ostsee, als eine Beagle-Hündin zum ersten Mal das Knirschen von Eis unter ihren Pfoten hörte. Sie war aus dem fernen Niederbayern angereist – von sanften Hügeln und weiten Feldern bis hinauf an die winterliche Küste nach Rügen, zur Wasserferienwelt im-jaich Wasserferienwelt Rügen.
Die schwimmenden Ferienhäuser lagen still im Hafen von Lauterbach, mit Raureif überzogen wie mit Puderzucker bestäubt. Die Segelboote ruhten in ihren Boxen, ihre Masten klirrten leise im Frost. Alles wirkte friedlich – doch für die kleine Beagle-Dame begann gerade ein großes Abenteuer.
Schon während der langen Autofahrt hatte ihr Mensch von einem geheimnisvollen Geocache erzählt.
Kaum war sie aus dem Auto gesprungen, sog die Hündin die salzige Winterluft tief ein. Salz. Tang. Holz. Eis. Und darunter – ganz schwach – eine fremde, spannende Note. Am Rand des Parkplatzes zog sie entschlossen los, die Ohren im Wind flatternd. Der Bodden lag wie eine gläserne Ebene da, durchzogen von silbrigen Linien im Eis. Vorsichtig stapften sie am Rand entlang. Das Eis knackte leise, Möwen riefen in der Ferne, und der Himmel färbte sich langsam in kaltes Winterblau.
Plötzlich blieb sie stehen.
Ihre Rute hob sich, die Nase arbeitete schneller. Zielstrebig tappte sie zu einem...
Ihr Mensch kniete sich neben sie. „Na? Hast du etwas entdeckt?“