Spinnen in der Schweiz
Spinnen gehören zu den artenreichsten Tiergruppen des Landes. Hier an der Wylerbrücke kannst du viele von den Arten entdecken. In der Schweiz leben schätzungsweise rund 1 000 verschiedene Arten. Sie besiedeln nahezu alle Lebensräume – von Wald- und Wiesenrändern über Hochalpen bis in menschliche Wohnräume.
Lebensräume und Anpassungen
Die Vielfalt der Landschaft spiegelt sich in den Spinnenformen wider: Springspinnen nutzen sonnige Hauswände, Baldachinspinnen weben feine Netze über Wiesen, und Wolfspinnen jagen aktiv am Boden. In den Alpen leben sogar Arten oberhalb der Baumgrenze.
Nutzen und Verhalten
Spinnen erfüllen eine wichtige ökologische Rolle als natürliche Schädlingsbekämpfer. Eine einzige Hauswinkelspinne kann in einer Nacht Dutzende Insekten fangen. Die meisten Arten sind scheu und meiden den direkten Kontakt mit Menschen.
Auffällige Arten
Zu den bekanntesten Schweizer Spinnen zählen:
• Kreuzspinne: Typisch durch das helle Kreuz auf dem Hinterleib, oft auf Balkonen und Hecken zu finden.
• Hauswinkelspinne: Große, dunkelbraune Laufspinne, häufig in Kellern und Gebäuden.
• Listspinne: Das Männchen überreicht bei der Paarung ein „Brautgeschenk“ in Form eines eingewickelten Insekts.
Schutz und Beobachtung
Die Schweizer Spinnenfauna steht teils unter Beobachtung, da Habitatverlust und intensive Landwirtschaft Lebensräume einschränken. Bürgerprojekte und Online-Datenbanken wie InfoFauna helfen Forschenden, das Vorkommen vieler Arten besser zu erfassen.
Hier kommt eine kleine Aufgabe zu lösen:
N 47° 0 _ _ _ =
Nur eine Spinne sitzt reglos im Morgenlicht, mit ihren acht Beinen sitzt sie in den Fugen der alten Holzbrücke. Seit sechs Tagen webt sie ihr Netz immer dichter,
O 8° 36. _ _ _ =
und schon nach zwei Stunden ist das Netz vom morgendlichem Tau getrocknet. Sechs Beine eines Insektes erzittern das Netz und schon ist das Znüni gesichert.
Bitte bringt einen Stift mit und versorgt die Box wieder so, dass sich keiner erschreckt. Ihr selbst dürft keine Spinnenphobie haben!