Der Klang des Gesteins (Granit vs. Basalt)
Rhede ist eine charmante Stadt in Westfalen, bekannt für ihre grünen Parks und ihre ruhige Atmosphäre. Der Stadtpark ist ein beliebter Ort zum Spazieren, Entspannen und – wie wir heute entdecken – zum Erleben spannender Geologie.
Hier befinden sich zwei besondere sogenannte „Klangsteine“. Das bedeutet, wenn man vorsichtig auf sie klopft, erzeugen sie unterschiedliche Töne. Bis man es ausprobiert, merkt man oft gar nicht, dass Steine wirklich klingen können.
Die hier zu hörenden Gesteine stammen ursprünglich aus vulkanischen Regionen, wie der Eifel. Durch vulkanische Aktivität stieg Magma aus dem Erdinneren auf und kühlte unterschiedlich schnell ab. Dadurch entstanden verschiedene Gesteinsarten wie Granit und Basalt. Auch wenn Rhede selbst keine Vulkanregion ist, werden genau diese beiden Gesteine hier ausgestellt.
Warum klingen Steine?
Auch wenn Steine hart und „tot“ wirken, können sie tatsächlich schwingen – ähnlich wie eine Gitarrensaite oder eine Glocke. Wenn man gegen einen Stein klopft, entstehen Schwingungen im Inneren des Gesteins. Diese breiten sich als Schallwellen aus und erzeugen einen Ton. Wie ein Stein klingt, hängt von mehreren Eigenschaften ab:
1. Dichte des Gesteins: Dichte Steine schwingen meist langsamer und erzeugen tiefere Töne. Weniger dichte Steine schwingen schneller und klingen höher.
2. Innere Struktur: Granit besteht aus großen Kristallen wie Quarz, Feldspat und Glimmer. Diese Struktur bremst Schwingungen etwas ab, weshalb Granit oft dumpfer klingt. Basalt besitzt eine feinere und gleichmäßigere Struktur, weil er aus schnell abgekühlter Lava entstanden ist. Dadurch können sich Schwingungen besser ausbreiten und der Klang wirkt klarer.
3. Größe und Form: Große Steine erzeugen meist tiefere Töne, kleinere oder dünnere Steine eher höhere.
4. Risse und Verwitterung: Steine mit Rissen oder Verwitterung klingen oft kürzer oder dumpfer, weil die Schwingungen schneller verloren gehen.
Granit ist ein dunkles, grobkörniges Tiefengestein. Es entsteht tief unter der Erde, wenn Magma sehr langsam abkühlt. Dadurch können große Kristalle wachsen. Granit ist sehr hart und widerstandsfähig. Basalt hingegen ist ein nicht ganz so dunkles Vulkanitgestein. Es entsteht, wenn Lava an der Erdoberfläche schnell abkühlt. Dadurch bleiben die Kristalle sehr klein. Basalt ist dichter als Granit und klingt oft klarer oder härter.

Blick in den Rheder Stadtpark.
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Nun zu den eigentlichen Aufgaben:
Begebt euch an die im Listing angegebenen Koordinaten. Hier befinden sich (mitten im Rheder Stadtpark) die oben genannten Klangsteine.
1. Klopft einmal auf die einzelnen Steine das "Basalt-Xylophones". Was fällt euch auf bezogen auf den Klang der unterschiedlich großen Steinplatten?
2. Klopft seitlich gegen den gegenüberliegenden Granitblock. Klingt dieser eher hell oder dunkel (dumpf)? Woran liegt es, dass dieses Gestein so klingt?
3. Vergleicht den Klang des Granites mit dem der größten Basaltplatte. Was fällt hier auf und woran könnte das Ergebnis liegen?
4. Macht nun noch mindestens ein Vor-Ort Foto von euch fürs Log. Wer kein Foto von sich machen möchte, der kann gerne auch ein Foto von einem Zettel mit seinem Geocachernamen und dem aktuellen Datum, mit etwas vor Ort markantem im Hintergrund machen und seinem Logeintrag beifügen. Bitte beachtet, dass Logeinträge ohne Fotos oder mit nicht den Regeln entsprechenden Bildern, kommentarlos gelöscht werden!.
Geändert im Mai 2026
© Team Tequila Luigi
Quellen:
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockData?lang=de&rock=Granit
https://www.planet-schule.de/schwerpunkt/geologie-geo-tour/geo-tour-vulkanismus-in-der-eifel-film-100.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Lithophon
https://www.rhede.de/portal/seiten/buergerpark-900000924-28220.html
Eigene Beobachtungen und Experimente