Das Notaufnahmelager Gießen. Hier kamen viele Menschen das erste Mal nach Ihrer Flucht mit Deutschland in Kontakt. Es war der zentrale Anlaufort für Flüchtlinge aus der DDR und diente in der Zeit der deutschen Teilung als „Tor zur Freiheit“.
Infolge des Zweiten Weltkrieges wurde das „Regierungsdurchgangslager“ 1946 als Flüchtlingslager für sogenannte Displaced Persons gegründet, später hieß es „Zonenlager“. Das Notaufnahmegesetz machte das Gießener „Notaufnahmelager“ ab dem 1. September 1950 – neben den Aufnahmelagern Marienfelde und Uelzen-Bohldamm – zur zentralen Anlaufstelle für alle Flüchtlinge aus der Deutschen Demokratischen Republik, die insbesondere nach dem gescheiterten Aufstand vom 17. Juni 1953 in großen Zahlen kamen. Nach dem Mauerbau 1961 und der Schließung der beiden anderen Notaufnahmelager blieb Gießen als das kleinste der drei bestehen.
Während des Flüchtlingstroms ab 2015 wurde die Einrichtung im Meisenbornweg zu klein und es wurden neue Räumlichkeiten im Osten der Stadt bezogen. Der alte Standort - also hier - wurde zu einem Lern- und Erinnerungsort umgestaltet.
Für die dortigen Labs
https://labs.geocaching.com/goto/1951a302-eee9-4890-8679-8ffdd73ae7b6
und
https://labs.geocaching.com/goto/f81d3e2a-530c-4353-837a-38d4a2b4f279
habe ich auch eine physische Dose bereitgelegt.
Diese findet ihr bei:
N 50° ab.cde E 8° fg.hij