Eine Telefonzelle ist eine Kabine oder ein Häuschen mit einer Grundfläche von etwa einem Quadratmeter, an dessen innerer Rückwand ein Telefonapparat angebracht ist. Er wird in Deutschland als öffentlicher Fernsprecher bezeichnet und kann von jedermann genutzt werden. Die Gebühren des Telefonats werden an einem Münzfernsprecher mit Münzen, sonst mit einer Telefonkarte, Kredit- oder Geldkarte bezahlt. Telefonzellen stehen in der Regel im öffentlichen Raum. Bis spätestens 2026 sollen alle öffentlichen Telefonzellen in Deutschland abgebaut werden.
Wegen des raschen Anwachsens der Handynutzung – 2015 gab es 112 Millionen Mobilfunkanschlüsse in Deutschland – wurden die ortsgebundenen öffentlichen Fernsprecher unrentabel. Münzfernsprecher, deren monatlicher Durchschnittsumsatz unter 50 Euro liegt, werden von der Telekom mit Zustimmung der betroffenen Gemeinde abgebaut. Um die „Grundversorgung im Bereich öffentliche Telefonie“ zu gewährleisten, muss die Gemeinde jedem Abbau zustimmen und die Bundesnetzagentur informiert werden. Gegebenenfalls werden die Telefonzellen durch einfache Telefonsäulen ersetzt, die „Basistelefone“ genannt werden. „Das Basistelefon ist kostengünstiger im Unterhalt, es braucht keine Stromversorgung, ist nicht in einer Zelle untergebracht und hat keine Verkleidung. Der Nachteil ist allerdings, dass der Benutzer ohne Zelle und Verkleidung nicht vor Wind und Wetter geschützt ist. Außerdem kann das Basistelefon nur mit Telefon- und Geldkarten bedient werden, denn Münzautomaten funktionieren nur mit Strom. Auf diese Weise wurde bis 2008 bereits ein Fünftel der 80.000 damals unterhaltenen Telefonzellen durch Basistelefone ersetzt. Rund 40 Prozent aller öffentlichen Telefone der Deutschen Telekom waren Ende der 2000er Jahre noch Münztelefone.
Die Telefonzellen wurden in der Unterhaltung durch das Wachstum des Mobilfunks unwirtschaftlicher und sind nahezu aus dem Ortsbild verschwunden. Es gab in Deutschland 2007 insgesamt (Telekom und Mitbewerber) etwa 110.000 Telefonzellen, 2008 waren es noch über 100.000, Ende 2009 rund 90.000 öffentliche Telefone der Telekom, Ende 2013 noch 48.000, davon 40.000 von der Telekom. Ende 2015 verblieben insgesamt 27.000, im Mai 2017 20.000, Anfang 2019 etwa 17.000 Telefonzellen Anfang 2020 16.350 Telefonzellen, und Anfang 2022 etwa 14.200 Telefonzellen.
Quelle: Wikipedia
Das Exemplar, das hier mal gestanden hat, wurde schon vor viele Jahre abgebaut, sucht nach den letzten Überresten.