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Bombenstimmung in Lichtenreuth Traditional Cache

Hidden : 3/29/2026
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Hier in Lichtenreuth entsteht ein komplett neuer Stadtteil von Nürnberg. "Schdiefen" hat hier auch bereits eine Dose installiert (GCAPK5P), die sich mit dem neuen Stadtteil beschäftigt. Schaut dort gene mal vorbei. Seine andere Dose "So viele Autos" (GCAFW8A) beschäftigt sich mit dem angrenzenden Riesenparkplatz als Umschlagplatz für Fahrzeuge am Rangierbahnhof.

Die aktuelle Dose

Ich möchte aber auf etwas hinweisen, was nicht selbstverständlich ist. Hier in Lichtenreuth haben schon viele Menschen während der Bauarbeiten ihr Leben riskiert. Das Gebiet ist reich an Blindgängern aus der Kriegszeit. Das Areal in Lichtenreuth (ehemaliges Südbahnhof-Gelände) ist aufgrund seiner Geschichte als Bahnknotenpunkt im Zweiten Weltkrieg stark mit Blindgängern belastet. Im Zuge der aktuellen Erschließung für den neuen Stadtteil und die Technische Universität (UTN) "Ohm", kommt es daher regelmäßig zu Sondierungen und Funden.

Sobald hier die umgebut wurde, folgt eine besondere Dose an besonderem Platz. Aber das dauert noch laaaaange

Die Bombenentschärfer

Früher war ein Name direktes Programm: Sprengstoffmeister Michael Weiß. Er war und  ist der Herr der Bomben und wird inzwischen von zwei Kollegen unterstützt, die ebensolch wertvolle wie gefährliche Arbeit leisten. Christian Scheibinger und Sebastian Rupp. Sie haben hier im neuen Stadtteil bereits tätig werden müssen. Und sicherlich nicht zum letzten Mal. Dass es immer gut gegangen ist, das ist kein Zufall und zugleich keine Selbstverständlichkeit. Zwar sind die Kampfmittelbeseitiger bestens ausgebildet, dennoch kam es bundeweit schon zu tödlichen Zwischenfällen. 

  • Göttingen (2010): Bei der Explosion einer alliierten 500-kg-Fliegerbombe am 2. Juni 2010 kamen drei Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Hannover ums Leben. Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt.
  • Euskirchen (2014): Ein Baggerfahrer starb, als er eine unerkannte Luftmine zur Detonation brachte.
  • Gefahren durch Munitionssammler: Neben professionellen Entschärfern werden jährlich Munitionssammler oder Finder bei unsachgemäßem Umgang mit Kampfmitteln verletzt oder getötet.

Zwischen 2000 und 2010 sind bislang mindestens acht Kampfmittelräumer im Einsatz ums Leben gekommen. Neben Explosionen besteht Lebensgefahr durch Weißen Phosphor in Brandbomben, der bei Sauerstoffkontakt selbstständig zu brennen beginnt (bis zu 1.300°C). Die größte Gefahr stellen Zünder mit Langzeitwirkung, Korrosion oder unerwartete Komplikationen bei der Bohrung oder Freilegung der Bomben dar. Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen bleibt das Entschärfen ein Restrisiko.

Die Einsätze

Am 10. März 2026 gab es in Lichtenreuth einen großen Fund. Dabei handelte es sich um eine ca. 450 Kilogramm schwere Bombe. Hier betrug der Evakuierungsradius 450 Meter, und etwa 390 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen.  Die Entschärfung dauerte rund 1,5 Stunden.

Am 25. März 2026 wurde erneut eine amerikanische 250-Kilo-Bombe in der Nähe der Münchener Straße entdeckt. Ein Evakuierungsradius von 450 Metern wurde eingerichtet. Rund 150 Einsatzkräfte waren vor Ort, und für Anwohner wurde eine Betreuungsstelle in der Meistersingerhalle bereitgestellt. Die Bombe wurde noch am späten Abend des 25. März erfolgreich entschärft. 

Die Rettungskräfte

Zahlreiche weitere Funde in anderen Stadtteilen können der örtlichen Presse entnommen werden. Denn in Nürnberg sind die Einsatzkräfte bereits Profis in Sachen Bombenfunde. Die größte Evakuieungsaktion fand im Jahr 2025 statt. Zwar nicht hier in Lichtenreuth, aber im Nürnberger Stadtteil Großreuth hinter der Veste. Bis zu 21 000 Bürgerinnen und Bürger mussten ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Somit die bislang größte Evakuierungsaktion in Nürnberg nach dem Fund einer Weltkriegsbombe. Sprengmeister Michael Weiß und seine Kollegen Heiko Büchl und Florian Süß haben die 450 Kilogramm schwere Fliegerbombe unschädlich gemacht. Alleine bei diesem Großeinsatz waren rund 1.500 Einsatzkräfte aus der gesamten Metropolregion Nürnberg beteiligt, darunter Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und Katastrophenschutz.

Überwiegend sind hier in der Region bei solchen Ereignissen ehrenamtliche Rettungskräfte im Einsatz, die ihr Leben für uns riskieren. Einige werden dabei verletzt, andere kommen sogar ums Leben. So gedenken wir beispielswiese den drei Todesopfern eines Rettungswagenunfalls in Lauf (Nürnberger Land), einem im Einsatz gestorbenen Feuerwehrmann, mehrerer Polizisten und einem THW Helfer. Das sind nur die jüngsten und bekanntesten Fälle, die ich anonymisiert aufführe. 

Danke an alle Helfer!

 

Additional Hints (Decrypt)

Zntarg

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)