Ich widme diesen Geocache einer der Frauen, die hier vom Herbst 1944 bis Mai 1945 in der Munitionsfabrik Zwangsarbeit leisten mussten: Grete Hamburg, geb. Jungleib, geb. 01.01.1930 in Hiophovec in der Slowakei. Grete ist zusammen mit ihrer Mutter von Auschwitz mit einem Zug im November 1944 in dieses Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald gebracht worden. Durch mehrere Todesmärsche nach Bergen-Belsen wurde das Lager ab Dezember 1944 durch die Nationalsozialisten geräumt. Grete musste mit auf den letzten Todesmarsch Ende März 1945. Er wurde durch die amerikanische Armee in Verl Kaunitz befreit.
Auf der website von Zweitzeugen und in einem podcast auf spotify könnt ihr mehr über Gretes Leben erfahren.
Über ihre Zeit in diesem Lager in Lippstadt berichtet Grete:
"Ich habe an einer Maschine gearbeitet, in der Patronen geschliffen wurden, die so durch Wasser rannten. Und das haben wir gemacht: 12 Stunden. Eine halbe Stunde haben wir Pause gehabt." *
"Eines Tages habe ich von den Schuhen eine Wunde bekommen. Und eine junge Aufseherin hat mich zur Krankenschwester gebracht. Und am Weg hat sie mich gefragt: " Warum seid ihr hier?" Sie hat es nicht verstanden. Sie hat gesehen, was für Leute wir sind. Und ich habe Angst gehabt, mir ihr zu sprechen. Ich hab ihr nur gesagt:" Der Grund ist dass wir Juden sind." *
* Quelle Grete Hamburg-Interview vom 30.10.2019, Ra'anana bei Tel-Aviv, Herausgeber Zweitzeugen e.V. Geschichten weitertragen