Skip to content

Spuren eines alten Meeres - Fossilien im Kalkstein EarthCache

Hidden : 5/20/2026
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Zum Loggen dieses Earthcaches beantworte bitte vorab folgende Fragen:

1. Betrachte die beiden markierten Platten.

Welche zwei deutlich unterschiedlichen Fossilformen kannst du dort erkennen?

Beschreibe erkennbare Strukturen sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Aufbau.

 

2. Suche dir auf einer beliebigen Platte einen gut sichtbaren Ammoniten aus und beschreibe seine Form und den Aufbau.

-Erscheint er eher rund oder oval?

-Sind die Windungen eher weit oder eng aufgerollt?

-Kannst du Septen (Kammern) erkennen?

-Sind Rippen oder andere auffällige Muster auf der Oberfläche erkennbar?

-Wirkt das Fossil vollständig erhalten oder sind Teile nur angeschnitten sichtbar?

-Schätze seine ungefähre Größe. 

 

3. Warum findet man in Kalksteinplatten häufig Fossilien von Meerestieren? Erkläre außerdem, warum diese gerade im Kalkstein oft besonders gut erhalten geblieben sind.

 

4. Pflichtfoto

Bitte lade ein Foto von dir oder einem persönlichen Gegenstand mit dem Fuchs (siehe Beispielfoto) im Hintergrund zusammen mit deinem Log hoch.

 

Sende deine Antworten per Mail oder Messenger an mich.

Du darfst den Earthcache dann sofort loggen – eine Freigabe muss nicht abgewartet werden.

 


 

Mitten in Kaiserslautern begegnen uns Fossilien dort, wo man sie oft gar nicht erwartet: in Bodenplatten aus Kalkstein. Diese Gesteine entstanden vor Millionen von Jahren am Grund urzeitlicher Meere und enthalten versteinerte Überreste von Lebewesen wie Ammoniten und Belemniten.

Wer hier über den Boden läuft, bewegt sich also eigentlich über einen urzeitlichen Meeresboden.

Dieser EarthCache führt euch zu sichtbaren Fossilien im verbauten Kalkstein und erklärt, wie diese Tiere lebten und warum ihre Fossilien heute noch erhalten sind.

 

Die Entstehung des Kalksteins

Kalkstein entsteht überwiegend in marinen Ablagerungsräumen, insbesondere in warmen, flachen Meeren mit hoher biologischer Aktivität. In solchen Lebensräumen produzierten zahlreiche Organismen wie Korallen, Muscheln, Schnecken und Kopffüßer kalkhaltige Schalen und Skelette (CaCO₃).

Nach dem Absterben dieser Lebewesen sank das organische Material auf den Meeresboden und bildete dort über sehr lange Zeiträume mächtige Sedimentschichten aus Kalkschlamm und biogenen Resten. Durch weitere Überlagerung kam es zu zunehmendem Druck und zur chemischen Umwandlung der lockeren Sedimente. Dieser Prozess wird als Diagenese bezeichnet. Dabei verfestigten sich die Ablagerungen allmählich zu festem Kalkstein.

 

Fossilienbildung

Die Bildung von Fossilien ist ein besonderes Ereignis, da biologische Überreste unter natürlichen Bedingungen normalerweise rasch zersetzt oder biologisch verwertet werden. Voraussetzung für eine Fossilisation ist daher eine schnelle Einbettung des organischen Materials in feinkörnige Sedimente, meist in einem sauerstoffarmen Milieu am Gewässergrund.

Nach dem Tod eines Organismus setzt zunächst die Zersetzung durch Mikroorganismen ein. Dieser Prozess wird jedoch stark verlangsamt oder unterbrochen, wenn die Überreste rasch von Sediment überdeckt werden. Dadurch werden sie vor mechanischer Zerstörung, Aasfressern und vollständiger Oxidation geschützt.

Im weiteren Verlauf beginnt die Diagenese, also die physikalisch-chemische Umwandlung des Sediments zu Gestein unter zunehmendem Druck und Temperatur. Während dieser Phase kommt es häufig zur Permineralisation: Mineralhaltiges Wasser dringt in die Porenräume des organischen Materials ein und lagert dort gelöste Minerale (z. B. Calcit, Kieselsäure oder Phosphate) ab. Alternativ kann es zu einer vollständigen Ersatzmineralisation kommen, bei der das ursprüngliche organische Material sukzessive durch Minerale ersetzt wird, während die äußere Struktur erhalten bleibt.

Über geologische Zeiträume hinweg entstehen so stabile, gesteinsähnliche Strukturen, die die ursprüngliche Morphologie des Organismus bewahren. Diese Fossilien stellen wichtige paläontologische Archive dar, da sie Rückschlüsse auf ehemalige Ökosysteme, Umweltbedingungen und evolutive Entwicklungen ermöglichen.

 

Ammoniten – gekammerte Kopffüßer des Mesozoikums

Ammoniten sind ausgestorbene marine Kopffüßer, die insbesondere im Erdmittelalter eine außerordentlich große Artenvielfalt und weltweite Verbreitung erreichten. Sie gehören zur Gruppe der Ammonoidea und sind evolutionär entfernt mit heutigen Tintenfischen und Nautilus-Arten verwandt.

Ihr auffälligstes Merkmal ist das meist spiralig aufgerollte, äußerliche Kalkgehäuse. Dieses Gehäuse war in zahlreiche Kammern (Septen) unterteilt, die durch eine zentrale Wohnkammer ergänzt wurden, in der der Organismus lebte. Die einzelnen Kammern waren durch ein verbindendes Rohrsystem, den sogenannten Siphonalstrang, miteinander verbunden. Über diesen konnte der Ammonit den Gas- und Flüssigkeitsgehalt regulieren und dadurch seinen Auftrieb im Wasser steuern.

Die Gehäuseform variiert je nach Art stark – von eng eingerollten, kompakten Formen bis hin zu weit geöffneten Spiralstrukturen. Zusätzlich zeigen viele Exemplare charakteristische Oberflächenstrukturen wie Rippen, Knoten oder Einschnürungen, die sowohl der Stabilität als auch der artspezifischen Unterscheidung dienten.

Ammoniten lebten überwiegend freischwimmend in den oberen Wasserschichten der Meere und gelten aufgrund ihrer schnellen Evolution und weiten Verbreitung als wichtige Leitfossilien. Besonders gut erhalten bleiben ihre kalkigen Gehäuse, die sich unter günstigen Bedingungen im Sediment einbetten und im Verlauf der Diagenese verfestigen konnten.

 

Belemniten – ausgestorbene Kopffüßer des Erdmittelalters

Belemniten waren marine Kopffüßer, die insbesondere im Mesozoikum, vor allem im Jura und in der Kreidezeit, weit verbreitet waren. Sie gehören systematisch zu den Coleoidea und sind damit entfernte Verwandte der heutigen Tintenfische und Kalmare.

Im Gegensatz zu den Ammoniten besaßen Belemniten kein äußerlich sichtbares, gekammertes Gehäuse. Stattdessen verfügten sie über ein inneres Hartteil, das sogenannte Rostrum. Dieses bestand aus dichtem Calcit und hatte eine meist kegelförmige, längliche Gestalt. Das Rostrum diente vermutlich sowohl als Stützelement als auch zur Stabilisierung beim Schwimmen.

Der Weichkörper der Belemniten war ähnlich aufgebaut wie bei heutigen Tintenfischen: mit Tentakeln, einem Kopfbereich und einem Mantel. Am vorderen Ende des Rostrums befand sich zusätzlich eine kamerale Struktur, die sogenannte Phragmokon, die Auftrieb erzeugte und damit eine aktive Lebensweise im freien Wasser ermöglichte.

Fossil erhalten bleibt häufig nur das robuste Rostrum, da die Weichteile nach dem Tod rasch zerfallen. Diese „Donnerkeile“ sind daher typische Leitfossilien des Mesozoikums und liefern wichtige Informationen über die damaligen marinen Ökosysteme und Ablagerungsräume.

 

 

Bitte beachtet:

Nichts herausbrechen, abkratzen oder beschädigen!

Keine Werkzeuge verwenden!

Bodenplatten und Umgebung pfleglich behandeln!

Rücksicht auf Passanten und Verkehr nehmen!

 

Viel Spaß beim Entdecken der Fossilienwelt unter euren Füßen!

 

 

Quellen:

https://www.chemie.de

https://de.wikipedia.org

Hinweis gemäß EarthCache-Guidelines (seit 22.07.2025): Das Listingfoto wurde mit Unterstützung von ChatGPT erstellt und der von mir mittels der genannten Quellen erstellte Listingtext überarbeitet und anschließend auf sachliche Richtigkeit überprüft. 

Vielen Dank an Frau U. Fuchs für die freundliche Genehmigung zur Verwendung des Fuchs-Motivs als Logfoto!         

Additional Hints (No hints available.)