Willkommen zu einem kleinen Rundgang
auf den Spuren der früheren Stadtmauer
Die Leipziger Stadtbefestigung war eine vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert bestehende Anlage aus zwei Mauern, Zwingern, einem Stadtgraben und vier Haupttoren. Sie sicherte die Stadt, bis sie ab dem 18. Jahrhundert in Promenaden umgewandelt wurde. Einziges erhaltenes Relikt ist die Moritzbastei.
Hauptmerkmale und Struktur
- Doppelter Mauerring: Die Stadt war von einer inneren (höheren) und äußeren Stadtmauer umschlossen, dazwischen lagen vier verbundene Zwinger (Hallischer, Grimmaischer, Peters- und Ranstädter Zwinger).
- Wassergraben: Vor der Außenmauer befand sich ein wassergefüllter Stadtgraben.
- Bastionen: Ab 1551 wurden drei große Bastionen an den Ecken errichtet: Ranstädter Bastei (Nordwest), Hallische Bastei (Nordost) und die Henkersbastei (Südost, heute Moritzbastei).
- Tore: Vier Haupttore kontrollierten den Verkehr: Hallisches, Peterstor, Ranstädter und Grimmaisches Tor.
Erhaltene Reste
- Moritzbastei: Das einzige sichtbare Überbleibsel der Befestigungsanlagen, heute ein bekannter Kultur- und Studentenclub.
- Promenadenring: Nach der Schleifung der Festungswerke ab ca. 1763 entstanden aus den Wällen die Ringanlagen, die heute die Innenstadt umgeben.
🟥 Station 1: Neues Rathaus
(N 51° 20.203′ E 12° 22.384′)
Bereits seit den 1870er Jahren gab es erste Überlegungen, der im Alten Rathaus untergebrachten Stadtverwaltung ein neues Domizil zuzuweisen, das der wachsenden Bedeutung Leipzigs als Großstadt gerecht werden sollte. Nachdem mehrere Pläne verworfen worden waren, erwarb die Stadt 1895 vom Königreich Sachsen die Pleißenburg, um auf dem Gelände das neue Rathaus der Stadt Leipzig zu errichten.
Maßgabe beim folgenden Wettbewerb, an dem sich Architekten aus dem gesamten Reichsgebiet beteiligten, war, dass die Turmsilhouette der Pleißenburg als bekanntes Leipziger Wahrzeichen erhalten bleiben sollte.
1897 ging der erste Preis der Ausschreibung, bei der die teilnehmenden Architekten ihre Entwürfe anonym einreichten, an den Architekten und Leipziger Stadtbaudirektor Hugo Licht. Mit der bauplastischen Ausgestaltung des neuen Rathauses wurde der Bildhauer Georg Wrba beauftragt.
Die Grundsteinlegung für das Neue Rathaus erfolgte am 19. Oktober 1899. Nach knapp sechsjähriger Bauzeit wurde es am 7. Oktober 1905 in Anwesenheit des sächsischen Königs Friedrich August III. seiner Bestimmung übergeben.
Im Jahr 1912 erfolgte jenseits der Lotterstraße die Eröffnung des Stadthauses mit zusätzlichen 300 Räumen. Der ebenfalls unter Leitung Hugo Lichts errichtete Erweiterungsbau ist durch einen zweigeschossigen Zwischenbau (im Volksmund „Beamtenlaufbahn“ genannt) mit dem Neuen Rathaus verbunden.
Die Zerstörungen durch den Zweiten Weltkrieg wurden bis 1949 beseitigt.
(Hinweis: Brunnen) Welcher Tag im Monat? → A
🟧 Station 2: Thomashaus
(N 51° 20.338′ E 12° 22.336′)
Das Thomashaus entstand 1904 im Stil der Neugotik und Neorenaissance nach Entwürfen der Architekten Georg Weidenbach und Richard Tschammer. Es wurde auf dem Gelände der 1902 abgerissenen alten Thomasschule im heutigen Bachviertel errichtet, in der einst Johann Sebastian Bach wohnte.
Ursprünglich diente es als Sitz der Superintendentur. Direkt nebenan steht eine der bekanntesten Kirchen der Stadt Leipzig.
Schau über dir: Welche Zahl steht bei G? → B
🟨 Station 3: Platz im Barfußgäßchen
(N 51° 20.462′ E 12° 22.339′)
Der Platz beherbergt einige sehr gut erhaltene historische Gebäude, wie zum Beispiel das Lipsia-Haus und das Museum „Zum Arabischen Coffe Baum“.
Das Museum zählt zu den ältesten Kaffeehäusern Europas.
Die Koordinaten führen dich genau zum Eingang des Barfußgäßchens.
Bilde die Quersumme der Jahreszahl, die du hier lesen kannst. → C
🟩 Station 4: Museum in der „Runden Ecke“
(N 51° 20.497′ E 12° 22.208′)
Das Museum in der „Runden Ecke“ ist eine bedeutende Gedenkstätte, die sich in der ehemaligen Bezirksverwaltung für Staatssicherheit (Stasi) befindet. Die Ausstellung dokumentiert die Arbeitsweise des DDR-Geheimdienstes und die Geschichte der Friedlichen Revolution.
Welche römische Zahl kannst du aus dem Text lesen? → D
🟦 Station 5: Richard-Wagner-Platz
(N 51° 20,608' E 12° 22,281')
Ursprünglich als Theaterplatz bekannt, wurde er 1913 zum 100. Geburtstag von Richard Wagner umbenannt, dessen Geburtshaus direkt am angrenzenden Brühl stand.
Der Platz bietet eine Mischung aus moderner und historischer Architektur:
- Die „Blechbüchse“: ein markantes, mit Aluminium verkleidetes Gebäude, heute Teil des Einkaufszentrums Höfe am Brühl
- Großer Blumenberg: ein beeindruckendes klassizistisches Wohn- und Geschäftshaus
- Pusteblumen-Brunnen: ein moderner Springbrunnen mit plastischen Pusteblumenformen
Zu Zeiten der Stadtmauer befand sich hier das Ranstädter Tor.
Die Position für die Ermittlung einer weiteren Lösungszahl ist direkt am Samuel-Hahnemann-Denkmal.
Anzahl Buchstaben einer Hauptstadt? → E
🟪 Station 6: Bürgermeister-Müller-Denkmal
(N 51° 20.606′ E 12° 22.825′)
Das Bürgermeister-Müller-Denkmal in Leipzig ehrt Carl Wilhelm Müller, der zwischen 1778 und 1801 mehrfach Bürgermeister der Stadt war. Er gilt als Gestalter der Leipziger Promenadenanlagen, die anstelle der alten Stadtbefestigung entstanden.
Die Anlage befindet sich direkt gegenüber dem Leipziger Hauptbahnhof.
Es handelt sich um einen klassizistischen Steinquader mit einem Medaillonrelief Müllers, entworfen von Johann Friedrich August Tischbein und ausgeführt von August Wilhelm Kanne.
Das Denkmal wurde im Jahr 2022 umfassend restauriert, um Schäden wie Risse sowie Flechten- und Moosbewuchs zu beseitigen. Neben den Parkanlagen initiierte Müller auch die klassizistische Umgestaltung der Nikolaikirche und den Bau des ersten Gewandhauses.
Gesamtanzahl (wie abgebildet) der Buchstaben des Schöpfers? → F
🟫 Station 7: Eisenbahndenkmal am Schwanenteich
(N 51° 20.555′ E 12° 22.885′)
Dieses 1878 eingeweihte Denkmal aus Rochlitzer Porphyr erinnert an die Leipzig-Dresdner Eisenbahn, die erste Ferneisenbahnstrecke Deutschlands. Es befindet sich im Park am Schwanenteich (hinter dem Opernhaus).
Auf Bronzetafeln sind die Namen wichtiger Wegbereiter wie Friedrich List und Wilhelm Seyfferth verewigt.
Auf Gleis 24 (Museumsgleis 24) im Leipziger Hauptbahnhof sind dauerhaft historische Lokomotiven und Triebwagen als technische Denkmale ausgestellt.
Auf dem Obelisken befinden sich zahlreiche Namen, von denen einer einer vogtländischen bzw. erzgebirgischen Stadt entspricht.
Wie heißt diese Stadt? Position im Alphabet des ersten Buchstabens → G
⬛ Station 8: Augustusplatz
(N 51° 20.341′ E 12° 22.801′)
Der Augustusplatz in Leipzig ist mit einer Fläche von etwa 40.000 m⊃2; einer der größten Stadtplätze Deutschlands. Früher stand am Eingang der Grimmaischen Straße das Grimmaische Tor.
Er ist das kulturelle Herz der Stadt, da er bedeutende Bauwerke aus verschiedenen Epochen vereint:
- Oper Leipzig & Gewandhaus: Zwei der bedeutendsten Kulturstätten Deutschlands, die sich direkt gegenüberstehen (Nord- vs. Südseite).
- Mendebrunnen: Ein prachtvoller, historischer Brunnen direkt vor dem Gewandhaus.
- City-Hochhaus („Uniriese“): Mit über 140 Metern das höchste Gebäude der Stadt; bietet eine Panorama-Plattform im 31. Stock.
- Kroch-Hochhaus: Leipzigs erstes Hochhaus, berühmt für die markanten Glockenschläger-Figuren auf dem Dach.
- Universität & Paulinum: Modernes Hauptgebäude mit integrierter Universitätskirche. Früher stand hier die Paulinerkirche. Der Neubau greift einige Elemente der Kirche auf.
- Demokratieglocke: Ein goldenes, eiförmiges Denkmal zwischen Oper und Kroch-Hochhaus zur Erinnerung an die Montagsdemonstrationen von 1989.
Die Koordinaten führen dich direkt vor ein Objekt.
Dort steht: „Gesprengt“ ... Bilde nun die Quersumme der genannten Jahreszahl → H
⬜ Station 9: Gewandhaus
(N 51° 20.267′ E 12° 22.809′)
Das heutige Gewandhaus am Augustusplatz wurde 1981 eröffnet. Es trat die Nachfolge zweier historischer Spielstätten des Gewandhausorchesters an.
Besonders sehenswert im Foyer ist das monumentale Deckengemälde „Gesang des Lebens“ von Sighard Gille.
Vom Augustusplatz kommend (Mendebrunnen) kannst du an der rechten Seite des Gewandhauses entlanggehen. Gehe ein paar Meter hinein. Auf der linken Seite, etwa mittig, steht eine Bronzeplastik.
Wie viele Gesichter sind auf dem Boden? → I
🟩 Station 10: Moritzbastei
(N 51° 20.256′ E 12° 22.764′)
Sie ist der einzige erhaltene Teil der ehemaligen Stadtbefestigung.
Errichtet 1551–1554 als Petersbastei unter Kurfürst Moritz von Sachsen zur Verteidigung der Stadt. Im 19. Jahrhundert wurde die Festung überbaut, beherbergte die 1. Bürgerschule und diente als Museum.
Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde sie 1974 von tausenden freiwilligen Helfern und Studenten freigelegt.
1982 wurde sie als Europas größter Studentenclub eröffnet. Seit 1993 dient sie als Kultur- und Veranstaltungszentrum.
Untere minus obere Jahreszahl? Bilder die Quersumme → J
📍 Koordinaten des Finals:
N 51° 20.(D-E)(J-G)(C-A-E)′
E 12° 22.(F-I)(H-B-D)(I-F+J+G)′