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Dolinen im Jura EarthCache

Hidden : 4/24/2026
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Doline im Jura

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  1. Gib die Ausmaße für die hier vorliegende Doline an und beschreibe ihre Morphologie.
  2. Handelt es sich bei der Doline an den Listingkoordinaten um eine Lösungs- oder Einsturzdoline handelt? Oder handelt es sich um eine Mischform? Begründe deine Zuordnung.
  3. Wie ist die Doline entstanden?

Die Kalkgesteine des Oberen Juras, überwiegend aus dem Mineral Kalzit (CaCO3) aufgebaut, sind besonders anfällig für chemische Lösungsprozesse. Wenn Regenwasser durch den Kontakt mit Kohlendioxid aus Atmosphäre und Boden zu schwach saurem Wasser wird, kann es entlang natürlicher Schwächezonen wie Klüften, Schichtfugen und feinen Rissen in das Gestein eindringen und dort den Kalk lösen. Mit der Zeit werden diese Fließwege durch die fortschreitende Lösung immer weiter aufgeweitet: Aus zunächst haarfeinen Rissen entstehen Spalten, daraus röhrenförmige Karstschlote und schließlich ganze Höhlensysteme. Dieser Prozess ist im Oberen Jura besonders wirksam, weil die Gesteine oft rein, gut geklüftet und bankig gelagert sind – ideale Voraussetzungen, damit Wasser fokussiert zirkuliert und die Lösung sich selbst verstärkt.

Solche Bedingungen prägen Karstlandschaften: Der Untergrund besteht großteils aus Kalkstein, der durch kohlensäurehaltiges Sicker- und Regenwasser gelöst wird. Das Wasser versickert rasch, folgt den Kluftsystemen und gräbt Rinnen, Schächte und weitläufige unterirdische Hohlräume. Wo weniger durchlässige Schichten – etwa tonige oder lehmige Lagen – den Abfluss lenken oder stauen, wird die Lösungswirkung lokal verstärkt oder das Wasser tritt gebündelt in Quellen wieder aus. An der Oberfläche zeigt sich diese Dynamik in typischen Karstformen: Karrenfelder mit Rillen und Rinnen, Trockentäler, Schlucklöcher – und vor allem Dolinen. Die Landschaft wirkt dadurch stellenweise wie „Schweizer Käse“: oberflächlich eingesenkt, darunter von Hohlräumen durchzogen.

An den angegebenen Koordinaten befindet sich eine Doline, also eine geschlossene Senke, die sich in den Oberjura-Kalk einschneidet. Dolinen können deutlich größere Dimensionen erreichen – bis zu mehrere hundert Meter im Durchmesser und in der Tiefe. Es gibt zwei zentralen Bildungswege karsttypischer Senken: Zum einen bilden sich Einsturzdolinen, wenn unterirdische Hohlräume im Oberjura-Kalk so groß werden, dass die darüberliegende Decke ihre Tragfähigkeit verliert und einbricht. Solche Dolinen wirken steiler, oft trichterförmig, und am Boden liegen nicht selten eckige Sturzblöcke aus Kalkstein. Zum anderen können Lösungsdolinen entstehen, wenn die Oberfläche im Bereich von Klüften oder leichten Mulden besonders stark durch CO2-reiches Wasser angegriffen wird. Feinkörnige Rückstände unlöslicher Bestandteile (zum Beispiel lehmige Terra rossa) sammeln sich dabei häufig in der Mulde, die Form ist eher schüsselförmig und sanft geneigt. In der Praxis treten auch Mischformen auf: Eine zunächst durch Lösung entstandene Senke kann später teilweise kollabieren, wenn sich darunter Hohlräume weiter vergrößern.

Literatur

https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/doline/3398

https://www.gd.nrw.de/zip/scriptumonline_08_2019-04.pdf

https://static.klett.de/assets/terrasse/Infoblatt_Karstformen.pdf

Hintergrundbild KI generiert

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