Vor Ort wirst du keine Dose finden.
Logging-Bedingungen
Um diesen EarthCache loggen zu dürfen, beantworte bitte folgende Fragen vor Ort. Schicke deine Antworten über den Messenger oder mein Profil an mich. Du brauchst nicht auf eine Logfreigabe zu warten.
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Gehe zu den Listingkoordinaten. Von hier hast du einen guten Überblick über den Grube. Gehe dann zu dem Wegpunkt 1 und bearbeite diese Aufgaben:
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Finde, beschreibe und vermesse mindestens drei Bohnerze; notiere Form, Oberfläche, Strichfarbe nach einer sehr leichten Kratzprobe und den größten Durchmesser jedes gemessenen Stücks.
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Beurteile Farbe und Zustand des Verwitterungslehms und der Bohnerze: welche Oxidationsstufe des Eisens deutet die Farbe an, nenne zwei Hinweise, die eine geringere Erzqualität (≈25% Fe) plausibel machen, und beobachte eine magnetische Reaktion. Was sagt das über die Zusammensetzung von Bohnerz aus?
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Erkläre die Entstehung von Bohnerz.
Tropische Vergangenheit - Bohnerze
Du befindest dich in einer alten Bohnerzgrube. Vor Ort kannst du dunkelbraune, glänzende, kugelförmige Bohnerze entdecken, die etwa 0,5–1 cm groß sind. Suche in den lehmigen Bereichen und an den Rändern von Karstmulden nach einzelnen Körnern oder kleinen Ansammlungen; setze keine Stücke dauerhaft frei, nimm nichts mit, sondern benutze nur eine sehr leichte Kratzprobe an losem Material für die Strichfarbe und fotografiere die Funde mit einem Maßstab.
Diese Bohnerze sind Überbleibsel eines Prozesses, der im Alttertiär begann, als in der Region warme, feuchte Verhältnisse vorherrschten und weite Teile als kalkige Steppen erschienen. Entlang schmaler Waldstreifen setzten verwesende Pflanzen Humussäuren frei, die Eisen aus den Verwitterungslehmen lösten. Im Schwankungsbereich des kalkreichen Grundwassers fiel dieses gelöste Eisen als Krusten und kugelige Partikel wieder aus; diese Kügelchen wurden in Karsttaschen, -spalten und Mulden angereichert. Heute findest du die Bohnerze oft in lehmigen Füllungen von Karstmulden oder an Stellen, wo Karstverwitterung Hohlräume geschaffen hat. Typische Begleitmerkmale sind rostbraune Färbungen im Lehm, gerundete Körner mit gelegentlichen konzentrischen Schalen oder porösen Krusten sowie klare Hinweise auf lokal veränderte Sedimentlagen.
Bohnerze enthalten in vielen Regionen 30–50 % Eisen; die Bohnerze bei Daiting haben aber nur etwa 25 % Fe, was historisch den Abbau wirtschaftlich unattraktiv machte und zur Aufgabe der Gruben führte.
Eisen und magnetische Eigenschaften:
Ob ein eisenhaltiger Stein von einem Magneten angezogen wird, hängt nicht nur vom Eisenanteil ab, sondern vor allem von der chemischen Bindungsform des Eisens und der inneren Anordnung seiner Atome. Magnetit ist ein besonderes Eisenoxid mit einer ferrimagnetischen Struktur: Die Eisenionen sitzen auf wohlgeordneten Gitterplätzen, deren magnetische Momente sich nicht aufheben, sondern zu einem stabilen Gesamtmagnetfeld addieren. Deshalb zeigt Magnetit schon ohne äußeres Feld eine deutliche Magnetisierung. Die Eisenhydroxid‑Mineralen Limonit (sammelname für wasserhaltige Fe‑Oxyhydroxide) und Goethit sind nicht magnetisch. In diesen Verbindungen ist Eisen an Hydroxidgruppen gebunden; die magnetischen Momente der Atome koppeln so, dass sie sich weitgehend gegenseitig kompensieren. Das Ergebnis ist antiferro‑ oder nur schwach paramagnetisches Verhalten – nach außen entsteht praktisch kein messbares Magnetfeld.
Bohnerze sind aus vielen feinen Körnchen und Krusten aufgebaut sind, oft mit Ton, Kieselsäure und anderen Beimengungen; diese feinkörnige, teils ungeordnete Mikrostruktur unterbricht mögliche Domänen und verhindert eine einheitliche Ausrichtung der magnetischen Momente. Deshalb kann ein Stück Bohnerz trotz relativ hohen Eisenanteils unmagnetisch wirken, während ein kleiner Brocken Magnetit kräftig am Magneten haftet.
Vor Ort kannst du anhand von Farbe, Textur und Begleitmaterial wichtige Rückschlüsse ziehen. Verwitterungslehm erscheint rost‑ bis dunkelbraun und wird in feuchteren Partien dunkler, was auf oxidierte Eisenverbindungen und wasserhaltige Oxyhydroxide hinweist. Diese Farben deuten eine überwiegend dreiwertige, oxidierte Eisenstufe an (Fe3+ in Goethit/Limonit). Dunkle feuchte Töne deuten auf wasserhaltige Oxide. Matte, lehmdurchsetzte Körner und starke Beimengungen von Fremdmaterial sprechen für eine geringere Erzqualität.

Literatur
https://app.geopark-ries.de/projects/de/index.html?p=11&spot=68&spot=68
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Magnetit
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Goethit
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Limonit
Hintergrundbild KI generiert