Zwischen den kleinen Orten Schlettwein und Trannroda befindet sich ein Ort, der heute unscheinbar wirkt – und doch eine ganz eigene Geschichte erzählt.
Wo heute Wiese und Ruhe dominieren, war einst richtig etwas los: In den späten 90ern und frühen 2000ern fanden hier Open-Air-Konzerte statt. Die Bühne ist längst verschwunden, doch Namen wie In Extremo, Schandmaul und Oomph! sind bis heute mit diesem Platz verbunden.
Auch wenn sich hartnäckig das Gerücht hält, dass Rammstein hier gespielt haben könnten, gibt es dafür keine gesicherten Belege. Vielleicht nur eine gute Geschichte – oder doch ein vergessenes Kapitel?
Update: Rammstein hat dort tatsächlich auch gespielt.
Heute erinnert kaum noch etwas an die damaligen Veranstaltungen. Gerade das macht den Reiz dieses Ortes aus.
🕰️ Entstehung & Zeitgeist
Das Open-Air bei Schlettwein entstand ziemlich typisch für die 90er in Ostdeutschland:
Nach der Wende gab es viele selbstorganisierte Konzerte auf Wiesen und Freiflächen, oft von lokalen Vereinen oder engagierten Jugendlichen. Technik, Bühne und Infrastruktur waren meist improvisiert – genau das machte den Charme aus.
Solche Veranstaltungen waren:
- günstig oder sogar kostenlos
- stark von ehrenamtlicher Organisation geprägt
- musikalisch oft im Bereich Rock, Mittelalter-Rock und Alternative unterwegs
Dass Bands wie In Extremo oder Schandmaul dort auftauchten, passt perfekt in diese Zeit – die Szene war damals noch deutlich „näher dran“.
🎪 Das Gelände selbst
Das „Open Air Gelände“ war kein fest ausgebauter Veranstaltungsort, sondern eher:
- eine temporär genutzte Wiese zwischen Schlettwein und Trannroda
- mit mobiler Bühne, Getränkeständen und ggf. Zeltflächen
- vermutlich mit einfacher Zufahrt über Feldwege
Solche Locations verschwinden oft spurlos, weil nach dem Event alles wieder abgebaut wurde.
🔊 Warum es verschwunden ist
Dass es das Open Air heute nicht mehr gibt, hat ziemlich typische Gründe:
- strengere Auflagen (Lärm, Sicherheit, Genehmigungen)
- steigende Kosten für Technik und Infrastruktur
- Konkurrenz durch größere, professionell organisierte Festivals
- fehlender Nachwuchs bei den Organisatoren
Viele dieser kleinen Events sind Anfang der 2000er einfach „ausgelaufen“.
Achtung: Jagdgebiet! Bitte nicht in der Dämmerung oder bei Nacht absolvieren!! Bitte an den angegebenen Parkplatzkoordinaten das Cacher Mobil Parken und NICHT bis hinter fahren!