Viamala – Schieferung,
Faltung und Quarzadern

Deine Aufgaben:
Beantworte die folgenden Fragen anhand deiner Beobachtungen vor Ort:
1. Zwei Arten von Quarzadern
Vergleiche die hellen Adern des Typs A und B.
Beschreibe:
- ihre Ausrichtung,
- ihre Form
- und ihren Bezug zur Schieferung des dunklen Gesteins.
Welche Unterschiede fallen dir besonders auf?
2. Verformung beobachten
Suche eine Stelle, an der dunkle Schichten oder helle Adern deutlich gefaltet oder gebogen erscheinen.
Beschreibe:
- die Form der Verformung,
- und woran du erkennst, dass das Gestein plastisch verformt und nicht einfach nur gebrochen wurde.
3. Plastische Verformung oder Bruchbildung?
Welche Strukturen deuten eher auf eine plastische Verformung hin und welche auf spätere Bruchbildung?
Nenne jeweils mindestens ein sichtbares Beispiel vor Ort.
4. Entstehung der Quarzadern
Warum wurden manche Quarzadern gemeinsam mit dem Gestein verformt, während andere die vorhandenen Strukturen durchschneiden?
Erkläre dies anhand der unterschiedlichen Entstehungsphasen.
5. Foto
Mache ein Foto von dir oder deinem GPS am Ort, ohne Antworten auf die Aufgaben zu verraten. Andere Besucher müssen darauf nicht erkennbar sein.
Antworten bitte über mein Profil schicken.
Ein Beweisfoto muss dem Fundlog angehängt werden.
Ihr könnt euren Fund sofort loggen. Ich melde mich, falls Rückfragen zu den Antworten oder dem Vor-Ort-Foto entstehen sollten.
Logs ohne das geforderte Vor-Ort-Foto können gelöscht werden.
EarthCache-Essenz
Die Gesteine der Viamala waren ursprünglich Meeresablagerungen am Grund eines urzeitlichen Ozeans.
Während der Alpenbildung wurden diese Sedimente tief in die Erdkruste versenkt, unter Druck und Temperatur verändert und zu Bündnerschiefern umgewandelt.
Dabei entstanden typische Strukturen wie Schieferung, Faltungen und später auch Quarzadern.
Der Aufschluss zeigt mehrere Phasen dieser langen geologischen Entwicklung direkt nebeneinander.
Entstehung der Bündnerschiefer und Quarzadern der Viamala

Vom Meeresboden zum Bündnerschiefer
Die ursprünglichen Gesteine der Viamala wurden während der Alpenbildung tief in der Erdkruste erhöhtem Druck und höheren Temperaturen ausgesetzt.
Unter solchen Bedingungen verhält sich Gestein nicht immer spröde. Über sehr lange Zeiträume kann es sich langsam plastisch verformen. Dabei entstanden typische Merkmale der Bündnerschiefer:
- Schieferung
- Faltungen
- mineralogische Umwandlungen
Das dunkle Wirtsgestein am Aufschluss zeigt eine ausgeprägte Schieferung. Die Minerale wurden durch gerichteten Druck parallel ausgerichtet, wodurch das Gestein heute in dünnen Lagen erscheint.
Auch einige der hellen Quarzadern wurden während dieser langsamen Verformung unter hohem Druck und erhöhter Temperatur gemeinsam mit dem Gestein gefaltet und verbogen.
Spätere Spuren im Bündnerschiefer
Nachdem die Bündnerschiefer bereits entstanden und verformt worden waren, gelangten die Gesteine im Verlauf der Alpenhebung wieder in höhere Bereiche der Erdkruste.
Dabei entstanden Risse und Klüfte im bereits vorhandenen Gestein.
Durch diese Hohlräume zirkulierten mineralreiche Lösungen. Beim Abkühlen kristallisierte vor allem Quarz aus und füllte die offenen Spalten.
So entstanden die heute sichtbaren jüngeren Quarzadern, welche die ältere Schieferung und Faltung teilweise durchschneiden.
Sie dokumentieren eine spätere Phase der geologischen Entwicklung und zeigen, dass die Geschichte des Gesteins auch nach der Metamorphose noch nicht abgeschlossen war.
Quellennachweis:
Titelfoto = Owner / Andere Bilder = Owner
Illustration = Owner (schematische Darstellung)
Textquellen:
- https://www.csi-alps.unibe.ch/wp-content/uploads/2022/05/Hin-A1-Viamala.pdf
- https://de.wikipedia.org/wiki/Metamorphes_Gestein
- https://de.wikipedia.org/wiki/Metamorphose_(Geologie)
- https://de.wikipedia.org/wiki/Quarzader
Teile der Formulierung und sprachlichen Struktur wurden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und anschliessend geologisch überprüft und überarbeitet.
